1. Frankfurter Konferenz

Statt Integration

Die 1. Frankfurter Statt-Integrationskonferenz will anregen, den diffusen Integrationsbegriff durch einen angemesseneren Begriff zu ersetzen. Ein buntes Programm mit interessanten Teilnehmern wartet am kommenden Montag auf die Teilnehmer.

„Seit Jahrzehnten spricht ein etablierter Teil der Gesellschaft über seine eigenen ‚Integrationsvorstellungen‘ und versucht den Eindruck zu erwecken, er selbst hätte sich seit eh und je um die Integration bemüht und die Zugewanderten hätten die Integration verweigert“, so das Deutsch-Türkische Jugendwerk (dtjw) in ihrer Ankündigung.

Da die Etablierten den Diskurs bestimmten und über alle Möglichkeiten verfügten, ihre haltlosen Ansichten zu verbreiten, würden die zugewanderten Bürger permanent und pauschal gedemütigt. Dem soll laut dtjw in der 1. Frankfurter Konferenz „Statt-Integration“ am kommenden Montag (17. Januar 2010) entgegen getreten werden.

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Die Referenten, bestehend aus Wissenschaftlern, Journalisten, Schriftstellern und Künstlern, werden diese verbreitete Sichtweise in ihren Beiträgen in Frage stellen. Sie werden statt dessen vielfältige strukturelle und ideologische Integrationsverhinderungsmechanismen thematisieren.

Ferner soll ein so genannter „Integrationsverhinderungskatalog“ erstellt werden – angefangen vom Ausschluss der Zugewanderten von privaten Kontakten über das institutionalisierte Fernhalten von Zugängen in die Mitte der Gesellschaft bis hin zu den öffentlichen Kampagnen, an denen maßgeblich auch die Politik mitwirkt, die fast schon einem Massenmobbing an zugewanderten Bürgern gleichkommt.

Nähere Informationen zur Veranstaltung gibt auf der Homepage [3] der DTJW. Wer teilnehmen möchte, füllt das Anmeldeformular [4] aus. Die Einladung [5] zur Veranstaltung kann als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Die „Statt-Integrationskonferenz“ will anregen, den diffusen Integrationsbegriff durch einen wissenschaftlich und gesellschaftlich angemesseneren Begriff zu ersetzen. Der Integrationsbegriff, der sich immer mehr zu einem Schimpfwort entwickelt und der vorwiegend dann zum Einsatz kommt, wenn es darum geht, einen Teil der Bevölkerung öffentlich zu verunglimpfen, soll in Frage gestellt werden.

Unter der Leitung von Tülin Yavuz und Hüseyin Ayvaz wird die Redakteurin der Frankfurter Rundschau, Canan Topcu, die Moderation übernehmen. (eb)