Nordrhein-Westfalen

Fast ein Viertel der Einwohner mit Migrationshintergrund

Nordrhein-Westfalen ist weit stärker durch Zuwanderung geprägt, als sich dies in der Zahl der ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger widerspiegelt. Wie das Statistische Landesamt NRW mitteilt, hatten im Jahr 2008 nahezu 4,16 Millionen Menschen – und damit fast jeder vierte (23,1 Prozent) Einwohner des Landes – einen „Migrationshintergrund“.

Neben den 1,91 Millionen ausländischen Staatsbürgern wurden hier auch 2,25 Millionen Personen einbezogen, die seit 1950 entweder selbst oder deren Eltern aus dem Ausland zugezogen sind.

Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund war 2008 in Hagen mit 34,0 Prozent am höchsten, gefolgt von Solingen (32,4 Prozent) und Remscheid (32,3 Prozent). Die niedrigsten Anteile ermittelten die Statistiker für die Kreise Euskirchen (13,8 Prozent), Wesel (11,9 Prozent) und Coesfeld (7,8 Prozent).

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Eine detaillierte Auflistung der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen [1] 2008 nach Migrationsstatus sowie die Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise [2] in NRW gibt es zum kostenlosen Download.

Bevölkerung nach Migrationshintergrund regional
Die Anteile von Personen mit Migrationshintergrund in den Regionen Deutschlands sowie Auswertungen über deren Beteiligung am dortigen Arbeitsmarkt und deren Lebenssituation lassen sich in den jetzt für die Jahre 2005, 2006 und 2007 erschienenen Publikationen „Bevölkerung nach Migrationsstatus regional [3]“ vergleichen.

Als Basis für die Publikationen dienen Ergebnisse des Mikrozensus, der größten Haushaltsbefragung in Deutschland, bei der jährlich etwa jeder hundertste Haushalt unter anderem nach seinen Lebens- und Familienformen sowie dem Erwerbsverhalten und der Ausbildung befragt wird.