Förderung

Spezielle Gymnasien für Kinder aus bildungsfernen Familien?

„Begabte Kinder aus Migrantenfamilien bzw. aus bildungsfernen deutschen Familien können nach einem Test in Gymnasien besonderer pädagogischer Prägung übergehen.“ Mit diesen Worten hatte sich Oberschulrat Gerhard Schmidt für spezielle Gymnasien ausgesprochen.

Diese Schüler sollen in Deutsch und im Fachunterricht in der 7. Klasse eine besondere Förderung erhalten und die 7. Klasse ohne Anrechnung auf ihre persönlichen Schulbesuchsjahre wiederholen können oder sollen bei weiterer Nichteignung nach entsprechenden Tests zur Realschule, Gesamtschule oder Hauptschule wechseln.

Wie nun der Tagesspiegel [1] berichtet, stößt dieser Vorstoß auf heftige Kritik: „Das ist nicht Pädagogik, sondern Diskriminierung“, „Das sind Kinder, die hier aufgewachsen sind, und keine Außenseiter“ oder schlicht „fatal“, ist von Migrantenvertretern zu hören.

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Auch Politiker seien einer Meinung: In Stadtteilen wie Moabit oder Kreuzberg gebe es ohnehin Schulen mit 95 Prozent Migrantenkindern zum Nachteil der Schüler. Daher sei der Vorschlag verfehlt. Vielmehr müssten Bildungseinrichtungen die Vielfalt der Stadt wiedergegeben.