Fachtagung

„Wir dürfen Integration nicht mit Assimilation verwechseln“

Die alarmierende Situation junger Migranten im Bildungsbereich wird zwar erkannt, doch gibt es wenige Ansätze um grundlegende Probleme zu beheben. Nun reagieren Kreisverwalter in Regionen mit hohem Migrantenanteil und suchen nach Wegen, um das Potential der jungen Migranten besser zu fördern und eine bessere Integration zu erreichen. Gleichzeitig weisen sie darauf hin, dass Integration nicht mit Assimilation verwechselt werden dürfe.

Jörg Steinbrenner, Fachbereichsleiter für Jugend und Soziales im Landkreis Pinneberg in Schleswig-Holstein lud 50 Experten zu einer Fachtagung Migration ein. Ziel sei es bis zum Herbst ein Integrationskonzept zu erarbeiten, das künftig die wichtigsten Kennzahlen der Migranten-Situation in der Gesellschaft – Arbeitslosigkeit, Schulbildung, Berufschancen – feststellen und fortschreiben soll. „Deutschland ist ein Einwanderungsland“, stellt Steinbrenner fest. „Da wächst ein Bevölkerungsanteil nach, der sehr relevant ist und den wir nicht mehr vernachlässigen dürfen.“ Bundesweit hätten rund 40 Prozent der unter 40-Jährigen einen Migrationshintergund, daher sei es höchste Zeit sich mit ihrer Situation auseinanderzusetzen. Insbesondere im Bildungsbereich gebe es dringenden Handlungsbedarf.

Steinbrenner sprach sich dafür aus gerade im sozialen Bereich verstärkt Migranten einzusetzen, denn Probleme mit Menschen anderer Kulturen müssten von Fachleuten angesprochen werden, die sich in deren Kultur hineinversetzen können.

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Des Weiteren betonte Steinbrenner: „Wir dürfen Integration nicht mit Assimilation verwechseln. Wir brauchen keine Vorzeige-Deutschen. Diese Menschen sollen unsere Sprache lernen, aber ihre Kultur behalten. Das gibt ihnen Sicherheit und Identität. Eine Parallelgesellschaft ist das Schlechteste, was uns passieren kann.“