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Schminke (Symbolfoto) © zhugewala von Pexels

Schönheitsoperationen

Warum Frauen rund um den Globus immer gleicher aussehen

Schönheitsoperationen nehmen weltweit zu. Immer mehr Frauen und Männer lassen sich hier und da etwas ausbessern. Die Art der Eingriffe sind nach Region unterschiedlich. Allerdings gibt es auch hier eine zunehmende Globalisierung.

Freitag, 14.07.2023, 0:36 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 16.07.2023, 19:48 Uhr Lesedauer: 4 Minuten  |  

Pralle Lippen, eine ansprechende Nase oder eine schmale Silhouette: Schönheitsoperationen können zu einem neuen Selbst verhelfen und die Eigenwahrnehmung positiv beeinflussen. Einige Eingriffe werden dabei deutlich häufiger durchgeführt als andere. So lassen sich echte Trends verzeichnen, die in der Vergangenheit von der Po-Vergrößerung über den Brazilian-Butt-Lift, kurz BBL, bis hin zur Lippenunterspritzung mit Hyaluronsäure oder Eigenfett reichten.

In diesem Jahr setzen Stars und Sternchen aus den USA vermehrt auf die Fettentfernung in der Wangenregion, auch „bukkal“ genannt. Allein auf Tiktok wurde der Hashtag #buccalremoval bereits mehrere Millionen Mal aufgerufen. Doch was versteht man unter Schönheitsoperationen? Worin unterscheiden sich die Plastische Chirurgie und die Schönheitschirurgie? Welche Trends lassen sich erkennen und welche Gefahren bergen sie?

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Was versteht man unter einer Schönheitsoperation?

Eine Schönheitsoperation bezeichnet einen operativen Eingriff im Bereich der ästhetischen Chirurgie. Diesem liegt keine medizinische Notwendigkeit zugrunde. Stattdessen optimiert der Facharzt für Ästhetische und Plastische Chirurgie das äußere Erscheinungsbild der Patienten.

Ein Teilgebiet der ästhetischen Chirurgie nimmt beispielsweise die Plastische Chirurgie Frankfurt vor. In diesem Kontext verhelfen erfahrene Mediziner Interessierte zu einem Aussehen, das den individuellen Vorstellungen des jeweiligen Patienten entspricht. Die Anwendungsgebiete fallen vielfältig aus. Auch die Motive für eine Schönheitsoperation können variieren. Häufig dienen die Eingriffe der Steigerung des Selbstbewusstseins und des Wohlbefindens. Denn Menschen mit einem subjektiv als Makel empfundenen Alleinstellungsmerkmal leiden häufig psychisch unter ihrem Äußeren.

Darüber hinaus werden minimal-invasive Eingriffe wie die Faltenbehandlung durchgeführt. Diese werden ebenfalls unter dem Begriff der Schönheitseingriffe geführt und gehen mit einem geringeren Risiko einher als eine OP.

Unterschied zwischen Plastischer und Schönheitschirurgie

Die Plastische Chirurgie besteht aus vier Teilbereichen wird umgangssprachlich als „Schönheitschirurgie“ betitelt. Das Fachgebiet besteht aus der Ästhetischen und der Rekonstruktiven Chirurgie, der Handchirurgie und der Verbrennungschirurgie. Im Laufe der Ausbildung spezialisiert sich der Plastische Chirurg auf einen Teilbereich.

Die Ästhetische Chirurgie umfasst Behandlungen wie die Ohrenkorrektur, die Brustvergrößerung oder -straffung und die Bauchdeckenstraffung. Eine Ohrenkorrektur verhilft dem Patienten zum Beispiel dazu, sich attraktiver und selbstbewusster zu fühlen. Auf diese Weise erhoffen sich die Kunden eine Steigerung der Lebensqualität.

Ein erfahrener Ästhetischer und Plastischer Chirurg ermittelt im Rahmen eines ersten Beratungsgesprächs, aus welchen Gründen der Patient eine Operation durchführen lassen möchte. Weiterhin zeigt der Mediziner die Behandlungsmöglichkeiten auf und klärt über die möglichen Risiken auf. Die Basis stellt eine ausführliche Anamnese dar.

Wo werden am meisten Schönheitsoperationen durchgeführt?

Dass zahlreiche Menschen sich einen Besuch bei dem Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie oder dem Schönheitschirurgen entscheiden, zeigt eine Statistik aus dem Jahr 2021: 30,44 Millionen operative und nicht-operative Schönheitseingriffe wurden im besagten Zeitraum weltweit durchgeführt.

1.992,3 Schönheitsoperationen wurden 2021 allein in den USA realisiert. Mit 1.634,22 belegt Brasilien den zweiten Platz, dicht gefolgt von Mexiko (672,68 OPs), Deutschland (476,95 OPs) und der Türkei (464,49 OPs). Nicht-operative Sicherheitsmaßnahmen sind hier nicht enthalten.

Den Spitzenplatz belegt die Fettabsaugung. Insgesamt 1,9 Millionen Mal führten Schönheitschirurgen diese im Jahr 2021 durch. Bei der am häufigsten durchgeführten nicht-operativen Maßnahme handelt es sich um die Behandlung mit Botox (7,31 Millionen Eingriffe).

Weltweite Trends der Ästhetischen und Plastischen Chirurgie

Die Behandlungsstatistik 2023 der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) zeigt:  Schönheitsoperationen liegen nach wie vor im Trend. Faltenunterspritzungen mit Botulinumtoxin A und Hyaluronsäure zählen zu den beliebtesten Eingriffen des Jahres. Neu unter den Trends sind die Oberlidstraffung und die Lippenkorrektur. Die Anzahl der Brust-OPs dagegen reduzierte sich.

Ein weiterer Trend: Der Clean-Girl-Look. In den vergangenen Jahren zeigt sich eine Tendenz zur natürlichen Schönheit. Im Bereich der Ästhetischen und Plastischen Chirurgie gewinnen minimal-invasive Eingriffe wie Hyaluronsäure-Unterspritzungen oder Laserbehandlungen an Bedeutung, die zu einem symmetrischen Äußeren führen.

In Brasilien dagegen entscheiden sich die meisten Patienten für eine Fettabsaugung, eine Füllung der Gesäßmuskulatur mit Eigenfett, eine Augmentations-Mammoplastik und operative Eingriffe im Gesicht. In Deutschland dagegen liegen Faltenunterspritzungen im Trend. Generell gilt: Menschen aus unterschiedlichen Regionen der Erde bevorzugen Eingriffe, die ihrem Schönheitsideal entsprechen. Die zunehmende Globalisierung hat diese Unterschiede jedoch verwässert. Böse Zungen behaupten sogar, dass heute Frauen rund um den Erdball gleich aussehen, weil sie alle dem einen Schönheitsideal hinterherlaufen.

Fazit

Die Nase fällt zu groß aus, das Hüftgold lässt sich selbst durch ein intensives Cardio-Training nicht bekämpfen oder die Schlupflider lassen das Gesicht müde und alt erscheinen? Die Schönheitsindustrie wartet mit zahlreichen Schönheitseingriffen auf, mit deren Hilfe das Äußere von Frauen und Männern optimiert werden kann.

Organisationen wie die Amerikanische Gesellschaft für Plastische Chirurgie (ASPS) raten allerdings dazu, sich an einen erfahrenen Ästhetischen und Plastischen Chirurgen zu wenden. Dieser verfügt über eine qualifizierte Ausbildung und kann die Patienten aufgrund seines Erfahrungsschatzes bestmöglich beraten. Das ist wichtig und nötig, damit unnötige Eingriffe vermieden werden können. Dies gilt insbesondere für Personen, die noch jung sind und die Risiken noch nicht richtig abschätzen können. (bg) Panorama

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