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Geldautomat © Peggy_Marco @ pixabay.com (Lizenz), bearb. MiG

Auf der Flucht

Warum nicht nur Unternehmen Bitcoin bevorzugen

Digitale Währungen haben inzwischen ihren festen Platz in der Finanzwelt. Doch nicht nur Unternehmen nutzen das Geld vermehrt, sondern auch Menschen auf der Flucht.

Mittwoch, 22.03.2023, 0:54 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 23.03.2023, 7:33 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |  

Seit mehr als zehn Jahren hat sich Bitcoin zu einer beliebten Anlagemöglichkeit avanciert. Obwohl es sich bei diesem digitalen Geld um einen sehr volatilen Vermögenswert handelt, ist es verleitet es Anleger dazu, zu investieren. Das gilt insbesondere für Anleger, die nicht viel investieren können, mithin nicht viel zu verlieren haben aber sich durch einen Glücksgriff eine Vervielfachung ihres Einsatzes erhoffen. Digitales Geld ist aber auch jenseits von Anlagegedanken für Menschen interessant, die sich von Einschränkungen nationaler Währungen befreien wollen, etwa weil sie viel reisen oder auf der Flucht sind. Denn das digitale Geld kann überall hin mitgenommen werden, von überall eingesetzt oder umdisponiert werden, sobald man ein Konto auf einem der gängigen Börsen wie Öl Profit hat.

Perfekte Absicherung gegen Inflation

Das „normale“ Geld, die sogenannten Fiat-Währungen, sind insbesondere für Menschen auf der Flucht unpraktisch. Sie sind nicht nur der Inflation unterworfen, sondern können auch schwerlich mitgenommen werden. Sobald man im Ausland ist, ist der Zugriff auf das Geld in der alten Heimat nicht mehr so einfach. Ein Geldtransfer kostet viel und dauert in der Regel. Digitales Geld hingegen ist immer dabei und unterliegt diesen Einschränkungen nicht.

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Keine Regierung oder Finanzinstitution kann dieses digitale Geld regulieren oder manipulieren. Daher genießt das virtuelle Geld immer mehr an Beliebtheit. Menschen, die aus armen Ländern fliehen, können oft ein Lied davon singen, was mit dem Geld passiert, wenn das Land korrupt ist und unter Misswirtschaft leidet. Digitales Geld hingegen ist dagegen immun.

Ermöglicht Portfoliodiversifizierung

Den vielen Vorteilen steht natürlich ein Nachteil gegenüber: Digitales Geld ist keine sichere Anlageform. Das Geld unterliegt großen Schwankungen und kann im ungünstigsten Fall sogar zum Totalverlust führen. Daher wird möglichen Anlegern geraten, zumindest nur eine der großen, bekannten wie Bitcoin zu kaufen. Je größer die digitale Währung, desto geringer das Risiko eines Totalverlustes. Doch auch in diesem Fall sollte man sich im Klaren darüber sein, worauf man sich einlässt. Man sollte sich möglichst umfassend informieren lassen oder einen Finanzberater konsultieren.

Einfaches Investieren

Wer sich dazu entschließt, in virtuelle Währung zu investieren, hat es vergleichbar einfach. Es gibt kaum Einstiegshürden. Man benötigt beispielsweise kein Anlagekonto auf einer Bank, den man zunächst beantragen muss etc. Dennoch gibt es einige Regeln zu beachten. Zum Beispiel sollten Anfänger nur einen kleinen Teil des Vermögens investieren. Auch sollten Anleger sich über die Besonderheiten dieser Anlageform informieren. Denn er reagiert nicht wie eine klassische Aktie oder eine Fiat-Währung, sondern hat seine eigenen Dynamiken und Regeln.

Erhöhte Bitcoin Akzeptanz

Viele Menschen hielten Bitcoin und andere digitale Währungen für einen Betrug. In den letzten zehn Jahren hat sich diese virtuelle Währung jedoch immer mehr etabliert und wird inzwischen als Zahlungsmittel in vielen Branchen akzeptiert. Das kommt insbesondere Menschen zugute, die aus verschiedenen Gründen – etwa wegen Hunger – aus ihren Heimatländern fliehen müssen. Einmal angelegt in digitales Geld haben sie ihr Vermögen immer dabei und können damit bei Bedarf sogar Waren und Dienstleistungen bezahlen.

Blockchain ist hier, um zu bleiben

Das virtuelle Geld wurde ursprünglich eingeführt, um eine bessere Alternative zum Papiergeld zu bieten. Schließlich brachte dieses digitale Geld das traditionelle Finanzsystem durcheinander und hat inzwischen unter Beweis gestellt, dass Bitcoin und Blockchain von Dauer sind. Bitcoin ist dezentralisiert und gibt Nutzern vergleichsweise viel Freiheit.

Abschließende Überlegungen

Bitcoin ist vermutlich eine der größten Innovationen, die in jüngster Zeit weltweit geschaffen wurde. Sein Siegeszug rund um den Globus überrascht nicht – und auch nicht, dass er vielfältig eingesetzt wird. Er wird von großen Unternehmen genauso angenommen wie von Geflüchteten, die oft aus Not nach einer Möglichkeit suchen, ihr Vermögen mitzunehmen. (em) Wirtschaft

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