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Die Flagge der USA © LisetteBrodey @ pixabay.com (Lizenz), bearb. MiG

Visabestimmungen

So können Migranten einen Urlaub in den USA verbringen

Die USA gehören zu den beliebtesten Reisezielen der Welt. Nicht nur Migranten sehnen sich nach einem Besuch. Einen Blick ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten würden viele gern wagen.

Mittwoch, 21.12.2022, 0:44 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 22.12.2022, 8:47 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |  

Leichtere Visabestimmungen für Bürger aus 39 Staaten

Um den Tourismus zu fördern, haben die USA für Staatsbürger aus 39 Ländern Erleichterungen für die Einreise zu touristischen Zwecken geschaffen. Das sogenannte ESTA-Verfahren ist eine Online-Registrierung, die den sonst üblichen Visa-Prozess deutlich vereinfacht. Grundlage ist das sogenannte Visa Waver Programm, mit dem die Behörden in den USA Besucher vorher auf ihre Zuverlässigkeit überprüfen. Damit will das Land verhindern, dass potenzielle Gefährder der öffentlichen Sicherheit einreisen.

Auch Migranten können sich bewerben, wenn sie einen Pass eines der zugelassenen Staaten besitzen. Mit dabei sind alle Länder des Schengenraums, aber nicht alle EU-Länder. Kroatien, das dem Schengenraum am 1. Januar 2023 beitreten wird, ist ebenso nicht zugelassen wie Bulgarien und Rumänien. Die Bestätigung eines Antrages dauert normalerweise etwa 72 Stunden und gilt dann für zwei Jahre.

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Ein abgelehnter Antrag ist nicht das Ende des Reisetraums

Beachtet werden sollte, dass der Antrag auch abgelehnt werden kann. Wird ESTA oft abgelehnt? Bei Bundesbürgern ist dies nicht der Fall. Es gibt jedoch Konstellationen, welche zu einem Ausschluss vom Visa Waver Programm führen können. Unbedingt vermieden werden sollten falsche Eingaben bei der Antragstellung, etwa bei der Passnummer. Zudem gibt es einige Ausschlusskriterien, darunter auch ein bereits abgelehnter Antrag.

Überdies können Migranten mit deutscher Staatsbürgerschaft und einem zusätzlichen zweiten Reisepass Schwierigkeiten bekommen. Dies gilt besonders, wenn das Reisedokument aus einem der Staaten kommt, die Washington als „Schurkenstaaten“ bezeichnet. Aber auch diese Migranten haben eine Chance, ein Visum zu erlangen. Jeder abgelehnte Antragsteller kann sich um ein ordentliches Visum über die Botschaft oder das zuständige Konsulat bewerben. Entscheidend für die Zuständigkeit ist der Hauptwohnsitz.

Visum rechtzeitig beantragen

Besonders, wer sich nicht sicher ist, ob ESTA genehmigt wird, sollte den Antrag rechtzeitig stellen oder gleich die Botschaft kontaktieren. Sie ist auch Anlaufstelle für Flüchtlinge, denn auch sie haben ein Recht, mal Urlaub zu machen. Der Antrag sollte spätestens sechs Wochen vor dem Reisebeginn gestellt werden.

Sollte ein ESTA-Antrag nicht genehmigt werden, gibt es die Möglichkeit, sich an das Department of Homeland Security zu wenden. Dies muss in englischer Sprache erfolgen. Möglicherweise wird das Formular zurückgesetzt und es ist ein zweiter Versuch möglich. Das Verfahren bietet jedoch keine Erfolgsgarantie und gilt als kompliziert. Eine langfristige Planung und bei strittigen Fragen der Weg über die Botschaft sind empfehlenswert.

Warum sich eine Reise in die USA lohnt

Dass die USA ein wichtiger Wegbereiter für die Demokratie in Deutschland sind, steht außer Frage. Und obwohl sich viele Freundschaften entwickelt haben, ist es für uns nicht selten ein Land der tausend Widersprüche. Schon allein, um diese aufzulösen, lohnt sich ein Flug über den Großen Teich. Begegnen werden einem Menschen, die stolz auf ihr Land sind und sich zugleich gastfreundlich erweisen.

Die unendliche Weite des Landes präsentiert atemberaubende Landschaften, die sich in den Nationalparks genießen lassen. Die USA sind die Heimat vieler Musikrichtungen und Ursprung zahlreicher technischer Revolutionen. Nicht zuletzt ziehen viele Besucher die Metropolen an, von denen jede ihr eigenes Flair präsentiert. (bg)

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