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Impfstoff (Symbolfoto) © alirazagurmani9272 @ pixabay.com (Lizenz), bearb. MiG

Eine Frage des Geldes

Warum Corona-Tests kostenlos sein sollten

Menschen, die oft unterwegs sind in Bahnen oder Flugzeugen, sollten sich öfter einem Corona-Schnelltest unterziehen. Das ist aber eine finanzielle Frage, die insbesondere ärmere Menschen trifft.

Mittwoch, 28.09.2022, 0:29 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 13.10.2022, 16:01 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |  

Das Corona-Virus hat eine weltweite Pandemie ausgelöst. Es löst bei vielen Menschen eine Erkrankung mit Erkältungssymptomen aus. Das Corona-Virus ist seit den 60er Jahren bekannt, im Dezember 2019 wurde allerdings erstmal eine neue Variante identifiziert. Seitdem hat sich die Welt grundlegend verändert. Atemschutzmasken gehören inzwischen zum Alltag und die Bewegungsfreiheit ist eingeschränkter als zuvor. Das trifft Menschen, die in mehreren Ländern zu Hause sind und oft reisen, besonders hart.

Wie funktioniert ein Schnelltest auf Corona?

Der einzige Weg, dennoch sicher von einem Ort zum nächsten zu kommen, sind Corona-Tests. Der Newgene Schnelltest zählt zu den Antigentests und ist eine Möglichkeit, sicherzugehen, dass man selbst nicht infiziert ist und damit auch andere nicht gefährdet. Doch sind alle Schnelltests weniger empfindlich als die ebenfalls bekannten PCR-Testungen. Das bedeutet, dass die Virusmenge für ein positives Ergebnis bei einem Schnelltest höher sein muss als bei einem PCR-Test. Dabei werden die Eiweißstrukturen des Corona-Virus nachgewiesen.

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Die Newgene Schnelltests benutzen die Doppelantikörper-Sandwich-Methode für den Nachweis des Proteins. Mit einem Stäbchen wird entweder aus der Nase oder aus dem Mundraum eine Probe entnommen. Bei den Newgene Schnelltests wird die Probe aus dem vorderen Nasenraum bevorzugt. Dieses Stäbchen wird in einen Behälter mit Flüssigkeit gegeben. Diese Flüssigkeit wird anschließend auf die Testkassette gegeben. Die Flüssigkeit läuft anschließend durch die Testkassette und die Kontrolllinie (C) erscheint. Ist dies der Fall, wurde der Test richtig durchgeführt. Ist der Test negativ, erscheint keine weitere Linie auf der Testkassette. Ist eine zweite Linie bei der Testlinie (T) erschienen, ist der Test positiv ausgefallen. Die Eiweißbestandteile des Virus reagieren also mit dem Teststreifen. Grundsätzlich können mit diesem Test symptomatische und asymptomatische Infektionen nachgewiesen werden.

Wann sollte ein Schnelltest angewandt werden?

Diese Tests können für die Heimanwendung genutzt werden, aber sind ebenso geeignet für die Testung durch geschultes Personal. Dies kann beispielsweise bei den Bürgertestungen oder in Betrieben der Fall sein. Eine Anwendung lohnt sich grundsätzlich immer dann, wenn man Symptome hat oder nach einem Aufenthalt in geschlossenen Räumen und unter vielen Menschen, beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bahn oder Flugzeug. An solchen Orten ist das Ansteckungsrisiko deutlich höher.

Qualitätsstandards von Newgene Schnelltests

Wer zuverlässige Ergebnisse bei Schnelltests haben möchte, sollte aber Weiteres beachten. Nicht alle Schnelltests, die man heute im Internet kaufen kann, entsprechen den Qualitätsstandards. Der Hersteller der Newgene Schnelltests beispielsweise ist New Gene (Hangzhou) Bioengineering Co., Ltd. Diese Tests sind vom deutschen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen. Die Empfindlichkeit der Schnelltests liegt bei circa 97 Prozent, wobei die Spezifität bei 99 Prozent und die Gesamtgenauigkeit bei 98 Prozent liegt. Die Tests sollten bei Temperaturen zwischen zwei und 30 Grad Celsius gelagert werden.

Schnelltest: Fluch oder Segen?

So praktisch die Schnelltests auch sind, sie stellen Menschen aber auch vor Herausforderungen. Die Schnelltests sind inzwischen in jeder Apotheke und in fast jedem Supermarkt erhältlich. Sie kosten meiste ein paar wenige Euros. Doch bei einer vierköpfigen Familie kann eine Testung schon mal rund zehn Euro kosten. Will die Familie sichergehen und führt wöchentlich zwei Testungen durch, belaufen sich die monatlichen Kosten schon auf mehr als 300 Euro. Das sind Summen, die sich nicht alle Familien leisten können – besonders jene nicht, die ohnehin wenig zum Leben haben. Wie Studien zeigen, sind überdurchschnittlich oft Menschen mit Einwanderungshintergrund von Armut betroffen.

In der Praxis bedeutet das, dass die Familien bei den Tests sparen, statt zwei Testungen nur eine pro Woche durchführen – oder vielleicht noch seltener. Das wiederum erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass eine symptomfreie Corona-Erkrankung unbemerkt bleibt und weitere Personen ansteckt. Deshalb ist die Politik gut beraten, Corona-Tests kostenlos zur Verfügung zu stellen. (dd)

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