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Ein deutsch-türkischer Unternehmer © zeitrafferin auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Deutschland

Wie man ein Unternehmen gründet

Wer in Deutschland ein Unternehmen gründen möchte, sollte sich von vornherein gründlich darauf vorbereiten. Dazu gehört es auch, die richtige Unternehmensform auszuwählen. Ein Überblick:

Freitag, 02.09.2022, 0:33 Uhr|zuletzt aktualisiert: Samstag, 03.09.2022, 9:45 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |  

Deutschland ist ein Land des Unternehmertums. Es gibt landauf, landab so viele Unternehmen, von kleinen Einzelunternehmen bis hin zu großen Konzernen. Das macht auch den großen Teil der deutschen Wirtschaft auf der Weltbühne aus. Die Hauptrolle hierbei spielen nicht nur die ganz großen Unternehmen, sondern der Mittelstand. Auch deshalb weiß man in Deutschland um die Bedeutung dieser Betriebe und fördert sowohl Gründung als auch den Erhalt.

Das bedeutet, dass jeder die Möglichkeit hat, Unternehmer zu werden und in fast allen Bereichen ein Unternehmen zu gründen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man einen kleinen Imbiss um die Ecke eröffnen möchte, ob man ein Online Casino De gründen möchte oder ein Start-up sein will, mit einer neuen innovativen Geschäftsidee. Nahezu für jede Idee und Gründung gibt es Anlauf- und Beratungsstellen.

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Welche Arten von Unternehmen gibt es?

Für Einzelpersonen, die in Deutschland gewerblich tätig werden wollen, kommt die Gründung einer juristischen Person in Betracht. Das kann eine Reihe Vorteile mit sich bringen, die von vornherein gut durchdacht werden sollten, weil eine nachträgliche Änderung viel aufwändiger ist. Ein Steuerberater kann bei der Beratung Goldwert sein oder ein anderer kundiger Fachmann. Wer sich für den Weg einer juristischen Person entschieden hat, steht vor der nächsten Frage: Welche Gesellschaftsform ist die Beste? Das lässt sich nicht pauschal sagen, sondern ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Ein Überblick:

Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

Dies ist die mit Abstand am weitesten verbreitete Gesellschaftsform in Deutschland. Bei ihr haften die Gesellschafter nicht persönlich für die Schulden des Unternehmens. Für die Gründung einer GmbH reicht bereits eine Person aus, wobei das Stammkapital mindestens 25.000 € betragen muss. Zwischen den Gesellschaftern muss ein notarieller Vertrag geschlossen werden, und die Gesellschaft beginnt erst mit der Eintragung in das Handelsregister zu existieren. Der Name der GmbH muss sich entweder aus dem Unternehmensgegenstand oder den Namen der Gesellschafter ableiten und den Zusatz „mit beschränkter Haftung“ enthalten.

Aktiengesellschaft (AG)

Für die Gründung einer AG sind mindestens fünf Mitglieder erforderlich. Das erforderliche Mindestaktienkapital beträgt 50.000 €, und nur diese Aktien können (müssen aber nicht) an den Börsen notiert werden. Für die Gründung einer AG ist zunächst ein gerichtlich oder notariell beglaubigter Gesellschaftsvertrag erforderlich, und sie wird erst mit der Eintragung in das Handelsregister zu einer juristischen Person. Der Name der AG ergibt sich in der Regel aus dem Zweck des Unternehmens und muss den Zusatz „Aktiengesellschaft (AG)“ enthalten.

Offene Handelsgesellschaft (OHG) (Offene Handelsgesellschaft)

Im Gegensatz zur GmbH und AG haften die Gesellschafter einer OHG unbeschränkt. Jeder Gesellschafter ist gesetzlich verpflichtet, sich aktiv am Geschäftsbetrieb zu beteiligen, sofern der Gesellschaftsvertrag nichts anderes vorsieht. Die OHG ist ein Verein, der vor Gericht klagen oder verklagt werden kann. Das Handelsgesetzbuch sieht vor, dass Beschlüsse in internen Angelegenheiten einstimmig gefasst werden müssen, aber der Gesellschaftsvertrag lässt in der Regel Beschlüsse mit Stimmenmehrheit zu.

GmbH & Co. KG (Kommanditgesellschaft mit einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung als Komplementärin)

Die GmbH & Co. KG kombiniert eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit einer Kommanditgesellschaft, indem sie den Kommanditisten zum alleinigen Komplementär der Gesellschaft macht. Die Kommanditisten haften, wie bei allen KGs, nur mit ihren eingetragenen Anteilen.

Wer kann helfen?

Einzelpersonen, die sich in Deutschland niederlassen wollen, sollten sich in rechtlichen, buchhalterischen und steuerlichen Fragen fachkundig beraten lassen. Das gilt insbesondere für Menschen, die neu im Land sich und/oder sich mit den geschäftlichen Möglichkeiten nicht auskennen. Menschen mit Migrationshintergrund sind vergleichsweise viel Gründungsfreudiger als Deutsche ohne ausländische Wurzeln, sie müssen statistisch gesehen aber auch öfter Insolvenz anmelden. Die Gründe sind oft unzureichende Vorbereitung vor der Unternehmensgründung. Mit gutem Rat stehen in Deutschland auch Industrie- und Handelskammern zur Verfügung. Als Erstinfos kann aber auch das Internet dienen. Auch dort gibt es viele Informationen, mit Tipps und Ratschlägen zur Unternehmensgründung. (dd)

Wirtschaft
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