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Fußballspiel im Stadion (Archiv) © Pexels @ pixabay.com (Lizenz), bearb. MiG

Sport reagiert auf Ukraine

Solidaritätsinitiativen italienischer Clubs der Serie A

Die Welt des Sports reagiert auf die Krise in der Ukraine mit Solidaritätsinitiativen. Auch mehrere Clubs der italienischen der Serie A machen seit Ausbruch des Krieges mit Aktionen von sich reden.

Samstag, 14.05.2022, 0:07 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 15.05.2022, 22:38 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |  

Der Krieg in der Ukraine hat weltweit eine Welle der Solidarität mit den Kriegsopfern ausgelöst. Weltweit bekunden Staaten und Organisationen ihre Anteilnahme mit der Ukraine. Zugleich erfährt Russland Ablehnung, verknüpft mit der Aufforderung, den Krieg zu beenden.

In der Sportwelt ist das besonders bemerkbar. Während russische Sportler und Sportvereine von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen werden, machen Sportvereine mit Solidaritätsaktionen für die Ukraine von sich reden.

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Die Vereine der italienischen Serie A etwa haben sich in den letzten Wochen durch eine Reihe von Initiativen auf und neben dem Spielfeld hervorgetan. Die Aktionen sind teilweise so erfolgreich, dass sie nicht nur das Leid des Krieges in den Fokus der Weltöffentlichkeit rücken, sondern auch den Marktwert der eigenen Liga steigern, wie das zunehmende Interesse an Online-Sportwetten auf italienische Clubs zeigt.

Milan

Zu nennen ist etwa der AC Mailand. Der Verein, der eine ganz besondere Beziehung zu dem ehemaligen Fußball-Superstar und ukrainischem Nationalspieler Andrij Schewtschenko unterhält, hat bereits mehrere Aktionen durchgeführt. In Zusammenarbeit mit Schewtschenko hat Milan beispielsweise eine neue Trikot-Version kreiert, das der Ballon d’Or 2004 im historischen Finale der Champions League 2002/03 in Manchester getragen hat. Das Trikot mit der Nummer 7 ist online zum Preis von 50 Euro erhältlich und trägt den Schriftzug „AC Milan for Peace“.

Der Verein hat zudem eine Spendenaktion für das Italienische Rote Kreuz gestartet zur Unterstützung der Ukraine. Schließlich haben die Rossoneri beschlossen, den Erlös aus der Versteigerung der Trikots, die die Mannschaft beim letzten Derby in der Coppa Italia getragen hat, für die gute Sache zu spenden.

Lazio

Der italienische Traditionsverein und Erstligist Lazio Rom hat schon kurz nach Ausbruch des Krieges mehrere Veranstaltungen organisiert, um für die Aufnahmezentren an der polnisch-ukrainischen Grenze zu sammeln. Ziel war es, die Zentren dabei zu unterstützen, Kriegsflüchtlinge mit den Nötigsten zu versorgen und sie zu unterstützen.

Rom

Der Stadtrivale von Lazio, der AS Rom, war ebenfalls aktiv. Der Verein hat zur Unterstützung der ukrainischen Bevölkerung eine Wohltätigkeitsauktion organisiert. Dabei wurden die Trikots, die die Spieler am 30. Spieltag der italienischen Liga getragen haben, mit einem Herz und mit der ukrainischen Flagge versehen. Der Erlös wird dem Hochkommissariat für Flüchtlinge der Vereinten Nationen gespendet. In der Zwischenzeit hat das Team auch eine Reihe von Sammelstellen in der ganzen Stadt eingerichtet, an denen Fans und Bürger Material und lebensnotwendige Dinge spenden können.

Neapel

Ein weiterer Fußballverein, der mit einer Aktion von sich Reden gemacht hat, war SSC Neapel. Der Verein hat beschlossen, den Erlös aus der Versteigerung der Trikots der „Maradona Game Special Edition“, die ursprünglich für das Rückspiel gegen den AC Mailand vorgesehen waren, einer gemeinnützigen Organisation zu spenden, die sich für ukrainische Flüchtlinge einsetzt.

Fazit

Es ist wichtig, dass die Reaktionen auf den Krieg auch im Bereich des Sports sind und so ein breites Publikum erreichen. Das ist aus zwei Gründen wichtig: Zum einen wird der psychologische Druck auf Russland erhöht und – was vermutlich noch wirksamer ist – Verständnis und Empathie mit Ukrainerinnen und Ukrainern gefördert, die vom Krieg flüchten und Zuflucht in Europa suchen. (dd)

Panorama
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