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Börse © AhmadArdity @ pixabay.com (CC0), bearb. MiG

Handel

Trading als Option für Neueinwanderer zum Geld verdienen

Einwanderer, die neu in ein Land gekommen sind, haben es in der ersten Zeit schwer, Fuß zu fassen auf dem Arbeitsmarkt. Viele dürfen mangels Erlaubnis nicht arbeiten. Der Handel an der Börse ist dann oft die einzige Möglichkeit, sich erwerbsmäßig zu betätigen.

Mittwoch, 11.05.2022, 0:23 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 20.05.2022, 6:13 Uhr Lesedauer: 5 Minuten  |  

Der Börsenhandel ist eine Möglichkeit, sein Geld gewinnbringend anzulegen. Dafür braucht man das passende Hintergrundwissen und etwas Glück. Unter deutschen Bürgern, insbesondere den jungen, wird das Trading dank Apps immer beliebter.

Es kann sich aber auch für Einwanderer lohnen, den Börsenhandel auszuprobieren. Die von ihnen, die noch in bürokratischen Schleifen hängen und deshalb nicht arbeiten gehen können, haben so eine Möglichkeit, sich erwerbsorientiert zu betätigen. Dabei sollte man allerdings ein paar Hinweise beachten, um sicher zu handeln.

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Flüchtlinge wollen arbeiten und Geld verdienen

Einwanderer sind vielfach hoch qualifiziert. Das Problem ist, dass sowohl die bürokratischen Abläufe als auch Vorurteile durch Arbeitgeber ihnen Steine in den Weg legen. Häufig kommen Neueinwanderer wie Flüchtlinge in Deutschland an und müssen sich erst mit den Behörden herumschlagen, bevor sie die offizielle Erlaubnis zur Arbeit erhalten.

Wenn sie dann eine Arbeit erhalten, sind das häufig Zeitarbeit und Tätigkeiten unter ihrem Qualifikationsniveau. Grund dafür ist zum einen der noch bestehende Sprachmangel, andere sind einfach zu jung und haben noch keinen anerkannten formalen Berufsabschluss.

Flüchtlinge, die in ihrer Heimat einen Beruf erlernt haben, müssen diesen Abschluss in Deutschland erst nachweisen. Dabei prüft der Staat, ob ein Abschluss vorliegt, und mit welchem Level der Eignung er auf deutschem Niveau vergleichbar ist. Nur wenn der Berufsabschluss danach anerkannt ist, können sich die Arbeiter als Fachkräfte beweisen. Dieser Prozess kostet Zeit.

Keine Arbeit ohne positiven Asylantrag

Bevor sie überhaupt anfangen dürfen zu arbeiten, brauchen sie eine Aufenthaltserlaubnis. Sie hat die Arbeitserlaubnis 2005 abgelöst und trifft vor allem auf Bürger aus Drittstaaten zu. Das sind Länder, die nicht der EU angehören. EU-Bürger haben aufgrund der Partnerabkommen der Mitgliedsstaaten grundsätzlich unbeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt.

Für alle anderen gilt, dass sie zuerst Asyl beantragen müssen. Dieser Prozess kann mehrere Stufen haben. Bevor das Asylverfahren entschlossen wurde, erhält man eine Aufenthaltsgestattung. Auch, nachdem es abgelehnt wurde, kann man mit einer Duldung noch in Deutschland bleiben, wenn humanitäre Gründe gegen die Abschiebung sprechen.

Innerhalb der ersten drei Monate dieser Gestattung gilt ein absolutes Arbeitsverbot. Danach gelten diverse Beschränkungen. Erst nach 48 Monaten der Duldung oder Aufenthaltsgestattung hat die Person freien Zugang zu dem Arbeitsmarkt.

Trading als Alternative

Der Börsenhandel ist kein Beruf und unterliegt deshalb auch nicht den gleichen Beschränkungen. Über Trading-Apps können Menschen auf der ganzen Welt auf internationale Märkte zugreifen und dort Geld anlegen, unabhängig von ihrem Standort. Deshalb kann das Trading für Auswanderer eine Möglichkeit sein, auch während dem Arbeitsverbot Geld zu verdienen.

Entscheidend ist dabei, dass man sich mit dem Börsenmarkt auskennt und fundierte Entscheidungen trifft. Quellen wie Trading für Anfänger bieten Informationsmaterial, mit dem man sich darauf vorbereiten kann. Wenn man lernt, den Markt zu lesen und Aktienwerte zu analysieren, fällt es leichter Investitionen zu treffen, die auch aufgehen.

Vor- und Nachteile des Tradings

Der Vor- und Nachteil der Börse besteht im Grunde aus dem gleichen Fakt: Das Trading ist risikoreich und bringt daher genauso große Gewinn- wie Verlustchancen. Wer viel setzt, kann viel gewinnen, aber auch große Verluste erleiden. Wenn man Übung hat, ein gutes Risikomanagement führt und professionelles Hintergrundwissen besitzt, ist es aber eine Möglichkeit, unkompliziert Geld zu verdienen. Viele hilfreiche YouTube-Channel machen es leichter, das nötige Knowhow zu erlernen.

Vorteile

  • flexibel mobil zugänglich
  • keine körperlichen Anstrengungen
  • schnelle, hohe Gewinne sind möglich
  • man profitiert vom Zinses-Zins-Effekt
  • kein beschränkter Zugriff durch Behörden

Nachteile

  • fundiertes Hintergrundwissen ist notwendig
  • eingesetztes Kapital kann verloren gehen
  • konkurrierende Marktteilnehmer sind kapitalstärker und handeln mit Millionen
  • der Markt ist nicht 100 % vorhersehbar, Umweltgeschehen und Co. beeinflussen die Kurse

Welche Märkte kann man traden?

Es gibt unterschiedliche Assets und dazugehörige Märkte an der Börse. Für Anfänger im Trading eignen sich beispielsweise diese:

  • Aktien – Reguläre Wertpapiere sind wohl die bekanntesten Finanzinstrumente, mit denen wir an der Börse handeln. Durch Aktien werden wir Teilhaber an einem Unternehmen und erhalten einen Teil dessen Erfolgs als Dividenden ausgezahlt. Daneben profitieren wir von den Kursbewegungen. Mit den richtigen Informationen zu Unternehmen und der Wirtschaft lassen sich hier gute Voraussagen treffen.
  • ETFs – ETFs, die börsengehandelten Indexfonds, sind eine beliebte, sichere Anlagevariante. Hier investieren wir in eine Gruppe an Unternehmen und streuen das Risiko deshalb mehr, statt nur auf ein Pferd zu setzen. Dabei machen wir keine schnellen Millionengewinne, aber unser Kapital steigert sich in der Regel langsam und beständig.
  • Forex und Kryptowährungen – Forex bezeichnet den Handel mit Währungen. Dabei werden Währungspaare zusammengestellt und die Wechselkurse beachtet, um Profite zu erzielen. Das Konzept ist für Anfänger leicht verständlich und dank der Möglichkeit, Hebel zu nutzen, braucht man nur ein geringes Einstiegskapital. Der Markt der Kryptowährungen ist ein Sonderfall, bei dem wir andere Währungen gegen die digitalen Coins eintauschen.
  • Rohstoffe – Man kann an der Börse auch mit Rohstoffen handeln und von den steigenden oder fallenden Preisen dieser profitieren. Das sind beispielsweise Märkte für Kaffee und Öl, aber auch Edelmetalle wie Gold. Sie sind ein guter Gegenpol als Absicherung zusätzlich zu Aktieninvestitionen.
  • Staatsanleihen – Kaufen wir Staatsanleihen wird der Staat zum Schuldner und wir finanzieren damit meist Haushaltsdefizite oder Ähnliches. Im Grunde nimmt der Staat hier bei uns einen Kredit auf. Das Vorteilhafte an dieser Investition ist die vorteilhafte Verzinsung, die wir dafür erhalten.

Fazit – Geld verdienen mit dem Trading

Es ist möglich, durch den Börsenhandel ein Einkommen zu erzielen. Das gilt für deutsche Bürger ebenso wie für Einwanderer. Diese haben den Vorteil, dafür keine Arbeitsberechtigung erhalten zu müssen. Auch während des Asylantrags kann an der Börse gehandelt werden. Wichtig ist dabei nur, dass man zuerst das entsprechende Fachwissen erlernt. Nur so kann man gute Entscheidungen treffen und das Risiko von Verlusten minimieren. Informationsquellen im Internet helfen dabei. (dd)

Wirtschaft
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