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Baby © Irina Murza on Unsplash

Kulturübergreifend

Stillen: Darauf gilt es zu achten

Das Stillen ist in vielen Kulturkreisen selbstverständlich. Das hat seine Grüne - emotionale, körperliche und gesundheitliche. Doch damit kommen auch viele Fragen auf: Was beachten? Wie lange stillen?

Freitag, 29.04.2022, 0:18 Uhr|zuletzt aktualisiert: Samstag, 30.04.2022, 13:29 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |  

Nach der Schwangerschaft und Geburt stehen viele Veränderungen an, sowohl emotionaler als auch körperlicher Natur. Dazu zählt unter anderem das Stillen. Im Folgenden erklären wir Ihnen, worauf es dabei zu achten gilt und was beim Stillen besonders wichtig ist.

Kann ich überhaupt stillen?

Mit dieser Frage beschäftigen sich vermutlich die meisten Mütter. Die Angst, dass die Brust zu wenig Milch abgeben könnte, ist jedoch häufig unbegründet. Durch das Stillen nach Bedarf regeln sich Angebot und Nachfrage von selbst, selbst wenn Zwillinge geboren wurden. Auch die Größe der Brust oder die Statur der Mutter beeinflusst nicht das Vermögen zu stillen. Die psychische Einstellung beeinflusst dieses eher, dadurch entscheidet sich, ob das Stillen entspannt ist oder zur Belastung wird.

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Wichtig ist, dass Sie das Kind wirklich stillen möchten und es nicht nur aufgrund des gesellschaftlichen Drucks machen. Während der Stillphase können Sie sich übrigens auch ein Geschenk fürs Leben machen: Durch Muttermilchschmuck tragen Sie für immer eine Erinnerung an diese besondere und einmalige Zeit bei sich. Sie finden hier mehr Informationen dazu.

Warum Stillen so wichtig ist

Das Stillen hat einige Vorteile: So ist die Muttermilch kostenlos, hat immer die perfekte Temperatur und ist von Natur aus hygienisch verpackt. Sie ist perfekt auf die Bedürfnisse des Kindes angepasst und auch auf das sehr empfindliche Verdauungssystem zugeschnitten. Zudem sind darin Bestandteile enthalten, welche das Kind vor Infektionen oder Erkrankungen schützt. Beim Stillen entsteht darüber hinaus eine schöne emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind. Aber auch körperlich profitiert die Mutter vom Stillen, da die schnellere Regeneration des Körpers nach der Entbindung gefördert wird. Das Stillen unterstützt die Rückbildung der Gebärmutter und sorgt auch für einen zusätzlichen Kalorienverbrauch.

Wie die Milchproduktion beim Stillen funktioniert

Schon während der Schwangerschaft und kurz nach der Geburt stellt sich der Körper auf das Stillen ein. Östrogen und Gestagenspiegel fallen ab und die Produktion des Prolaktin, ein Milchbildungshormon, erhöht sich. Dadurch wird die Milchproduktion gefördert und aufrechterhalten. Je häufiger das Baby angelegt wird, desto stärker werden die Milchdrüsen stimuliert. Sobald diese in Gang kommen, spürt die Mutter das daran, dass ich am zweiten bis vierten Tag nach der Entbindung, die Brüste schwerer und gespannter anfühlen. Zunächst wird die sogenannte Vormilch produziert. Diese ist reich an Abwehrstoffen und enthält viele Eiweiße sowie Vitamine.

Ebenso ist sie sehr leicht verdaulich und hat einen leicht abführenden Effekt. Nach dem dritten Tag der Geburt entsteht die Übergangsmilch. Diese enthält mehr Fett und Zucker, was zu einem ansteigenden Energiegehalt führt. Etwa 2-3 Wochen nach der Entbindung wird eine konstante Zusammensetzung der Muttermilch erreicht. Der Fett- und Energiegehalt nimmt in den folgenden Monaten nur noch wenig zu und die fetthaltige Milch bietet dem Säugling alle Nährstoffe, für eine gesunde Entwicklung.

Was Mütter beim Stillen beachten sollten

Während des Stillens ist es wichtig, dass Mütter viel trinken, damit die Milchmenge von Tag zu Tag zunehmen kann. Deshalb sollten zwei bis drei Liter zusätzlich zum normalen Bedarf getrunken werden. Gerade am Anfang kommt es bei vielen Frauen zu einem Milchstau oder eine Entzündung in der Brust. Dazu gibt es jedoch einen Tipp: Halten Sie einfach eine Wegwerfwindel unter Wasser und frieren Sie diese ein. Damit können Sie die Brust anschließend kühlen.

Wie oft und wie lange stillen?

Durch regelmäßiges Anlegen kann eine gute Abstimmung zwischen dem Bedarf des Kindes und der Milchproduktion hergestellt werden. Es entwickelt sich ein individueller Rhythmus. Je häufiger gestillt wird, desto mehr wird die Produktion der Milch angeregt. Legen Sie das Baby auch möglichst früh an beiden Brüsten an, um die Milchmenge zu steigern. Durch abwechselndes Anlegen an jeweils nur eine Brust reduziert sich die Milchproduktion. Idealerweise trinkt das Baby an jeder Brust 10 Minuten. (dd)

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