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Medikamente (Symbolfoto) © stevepb @ pixabay.com (Lizenz), bearb. MiG

Stress

Was tun bei zu wenig Schlaf?

Schlafstörungen sind verbreitet. Betroffen sind insbesondere Menschen, die an Stress leiden. Das sind nicht selten Personen, die Ausgrenzung und Diskriminierung erleben. Sprachbarrieren erschweren die Situation zusätzlich.

Dienstag, 15.02.2022, 0:05 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 23.03.2022, 11:44 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |  

Schlaflosigkeit gehört zu den häufigsten Volksleiden. Durchwachte Nächte sowie Probleme beim Ein- und Durchschlafen machen auf Dauer krank, denn der menschliche Körper braucht die Erholungsphase, um das Immunsystem zu stärken und auch, um mental gesund zu bleiben. Es gibt jedoch gerade in der heutigen Zeit zahlreiche Faktoren, die Schlafprobleme begünstigen. Beruflicher und privater Stress sowie ständige innere Anspannung rauben den Schlaf.

Präparate für eine erholsame Nachtruhe

Es gibt die unterschiedlichsten Ursachen für Ein- und Durchschlafschwierigkeiten. Häufig stecken hormonelle Gründe hinter dem Leiden. Ein Mangel an Melatonin beeinflusst den Schlafprozess negativ. Beim Melatonin handelt es sich um ein körpereigenes Hormon. Unser Organismus produziert dieses in der Nacht. Melatonin verkürzt die Einschlafzeit und schenkt uns mehr Ruhe und Erholung. Deshalb greifen viele Menschen mit Schlafproblemen auf Produkte wie Wick ZzzQuil Melatonin zurück. Es enthält neben Lavendel, Kamille und Baldrian auch das Schlafhormon.

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Von diesen Methoden machen inzwischen auch immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund Gebrauch. Laut einer Studie ist die Gesundheitskompetenz bei dieser Personengruppe ähnlich hoch wie bei der einheimischen Bevölkerung. Gesundheitswissen ist wichtig, um sich im Notfall selbst zu helfen. Der Gang zum Arzt, zur Apotheke oder die Recherche und Bestellung im Internet sollten in der Regel selbstverständlich – wobei Letzteres mit Vorsicht zu genießen ist. Ohne fachkundigen Rat bleibt immer ein Restrisiko, dass man falsche Mittel zu sich nimmt.

Neben Produkten mit beruhigungsfördernden Pflanzenextrakten und Melatonin gibt es noch weitere Artikel, die den Geist zur Ruhe bringen. Oft sprechen einzelne Personen auf bestimmte Mittel besser an als andere. Die Entscheidung für ein spezielles Produkt ist deshalb immer individuell. So berichten zum Beispiel viele Menschen von der schlaffördernden Wirkung des CBD-Öls. Das Cannabidiol, abgekürzt CBD, ist ein natürlicher Bestandteil der Hanfpflanze. Man sagt ihm entzündungshemmende und nervenberuhigende Eigenschaften nach. Von innerlicher Unruhe betroffene Personen lassen das Öl einige Minuten vor dem Schlafengehen unter der Zunge zergehen. Doch auch hier sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Problem: Viele Menschen, die neu eingewandert sind, scheuen sich aufgrund sprachlicher Barrieren, fachkundigen Rat beim Arzt oder beim Apotheker zu holen.

Das Übel an den Wurzeln packen

Deshalb erscheint es Betroffenen einfacher, sich im Internet zu informieren und online zu bestellen. Natürlich gibt es eine Vielzahl an Mitteln, die das Ein- und Durchschlafen erleichtern. Dennoch ist es sinnvoller, in Begleitung eines Arztes dem Problem auf den Grund zu gehen und nicht nur die Symptome zu bekämpfen, sondern auch die Ursache zu beseitigen. Vor allem viele Migranten stehen derart unter Stress, dass sie nur schwer zur inneren Ruhe finden. Die drohende Abschiebung erhöht ebenso das Stresslevel wie die allgemeine Ausgrenzung. Mit diesem Problem sind Menschen mit ausländischen Wurzeln nicht alleine, denn es gibt auch unter den Deutschen zahlreiche Menschen, die Tag für Tag viel Leid erfahren.

Wie Studien herausfanden, sind viele queere Personen von den Schlafstörungen betroffen. Schwule, Lesben und Transsexuelle leiden überproportional an stressbedingten Einschlafstörungen. Trotz der allgemeinen politischen Akzeptanz fühlen sich viele auch heute noch gesellschaftlich ausgegrenzt. Es sind weniger die direkten Worte und Taten, die verletzen, sondern vielmehr das subtile Empfinden, nicht dazuzugehören. Auch übertriebenes Toleranzgebahren trägt zu dieser Einschätzung bei.

Noch weniger Akzeptanz erfahren homosexuelle Asylbewerber. Diese sehen sich häufig einer Doppelbelastung ausgesetzt. Die Folgen sind neben allgemeinen Ein- und Durchschlafschwierigkeiten stark belastende Albträume bis hin zum Schlafwandeln. Will man die Schlafqualität auf Dauer verbessern, dann sollte man gerade hier an der Basis ansetzen. Eine psychotherapeutische Behandlung sorgt oft für enorme Fortschritte – oft viel besser als selbstausgewählte Wirkstoffe. (dd)

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