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Leichte Sprache

Projektarbeit erleichtern durch agile Mindmaps

Leichte Sprache erleichtert Menschen ohne ausreichende Deutschkenntnisse das Verständnis. Mindmaps können ebenfalls dabei helfen, Präsentationen mit visuellen Symbolen und Linien verständlicher zu gestalten.

Donnerstag, 03.02.2022, 0:08 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 03.02.2022, 9:16 Uhr Lesedauer: 4 Minuten  |  

Mindmaps sind eine ideale Ergänzung für die Arbeit an Projekten und können in verschiedenen Situationen hilfreich sein. Sie erlauben es, die eigenen Gedanken zu sammeln und sich einen Überblick über das Projekt, bestimmte Themen und Informationen oder Fortschritte zu verschaffen.

Im Vergleich zu herkömmlichen Notizen bietet ein Mindmap-Diagramm eine kreative Art und Weise, um Informationen aufzuzeichnen, neue Ideen zu entwickeln oder Konzepte und neue Perspektiven zu erforschen. Auch bei Präsentationen sind Mindmaps beliebt und bieten eine gute Übersicht. Für Menschen ohne ausreichende Deutschkenntnisse, ist diese Art der Präsentation ebenfalls sehr hilfreich.

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Was ist eine Mind-Map?

Mindmaps sind skizzenhafte Diagramme. Von einem Ausgangspunkt in der Mitte einer Seite werden mehrere Begriffe/Konzepte abgeleitet und untereinander mit Wellenlinien verbunden. Mindmaps sind oft sehr farbenfroh und enthalten bunte Zeichnungen, die sie noch anschaulicher machen sollen. Allerdings ist dies nicht zwingend notwendig, um eine effektive Mind-Map zu bilden. Am einfachsten ist es, eine Mindmap zu erstellen. Dafür gibt es mehrere gute Programme und eine Menge Vorlagen, die beliebig auch im Team verwendet werden können.

Eine Mindmap muss nicht viele Informationen oder Details enthalten, sondern sie eignet sich zum Skizzieren von Informationen. Es gibt allerdings auch detailliertere Maps mit vielen untergeordneten Themen. Mindmaps sind also beliebig erweiterbar und können sowohl große als auch kleine Projekte veranschaulichen.

Wie können Mindmaps bei der Projektarbeit verwendet werden?

Bei der Projektarbeit hilft es, ein besseres Verständnis der einzelnen Ziele und Projektphasen aufzubauen. Mindmaps ermöglichen das, können aber noch viel mehr. Gründe, die für die Mindmapping-Methode sprechen:

Fehler vermeiden und Probleme umgehen

Projekte enthalten oft Einschränkungen. In diesem Fall können sie schnell skizziert und ausgearbeitet werden, um einen Lösungsansatz zu entwickeln.

Leichter planen

Visuelle Gedankennetze erlauben es, Projekte zu strukturieren und den Umfang eines Projektes leichter zu erkennen. Mindmaps können so auch sinnvoll als Zwischenschritt verwendet werden.

Einordnung von Informationen und Prioritäten

Die wichtigeren und weniger wichtigen Aspekte eines Projekts werden durch Mindmaps sehr schnell deutlich. Von der Mitte ausgehend, werden immer mehr Themen vernetzt. Je näher sie zur Mitte liegen, desto wichtiger sind sie in der Regel für das Projekt. Die zusammengehörigen Details werden damit verbunden.

Ziele setzen und neu definieren

Projektziele werden oft in mehrere Zwischenziele gegliedert. Bei agilem Projektmanagement werden diese Ziele häufig, je nach Bedarf, neu gesetzt und definiert. Da Mindmaps Informationen anschaulich strukturieren, sind sie ideal für die Anpassung von Projektstrukturen.

Brainstorming

Brainstorming ist am effektivsten, wenn Gedanken schnell aufgeschrieben und organisiert werden. Die visuelle Form von Mindmaps ist dafür perfekt, denn damit ist die Organisation deutlich unkomplizierter.

Kundenbedürfnisse besser verstehen

Sogenannte “Empathy-Maps” beschreiben die Sichtweisen und Einstellungen von Kunden und anderen Beteiligten. So ist es einfacher zu verstehen, was Kunden brauchen und wonach sie suchen.

Mind-Maps gehören zu den effizienteren Methoden der Gedankenordnung und Ideensammlung. Von Anfang an zeigen sie Konzepte in einer sehr übersichtlichen Art und Weise an. Sie werden etwa seit 1970 von Unternehmen bei der Projektentwicklung eingebunden mit dem Ziel, sie flüssiger zu machen.

Leichte Sprache

In Mindmaps lässt sich Leichte Sprache durch die kurzen und knappen Formulierungen sehr gut umsetzen. Auch die im Vordergrund stehende Visualisierung hilft Teilnehmern, die Präsentation und Zusammenhänge besser zu verstehen.

Welche Nachteile hat die Arbeit mit Mindmaps?

Gibt es Nachteile, die gegen die Verwendung von Mindmaps sprechen? Obwohl die Vorteile vermutlich überwiegen, sind sie nicht immer praktisch.

Hierarchische Anordnung

Die hierarchische Anordnung kann ein Nachteil sein, wenn es um Themen geht, für die dieser Ansatz weniger gut geeignet ist.

Strukturen

Mindmaps können zwar kreativ bearbeitet werden, doch sie besitzen eine bestimmte Struktur. Manchmal ist es einfacher, ein listenförmiges Diagramm zu verwenden oder sich Notizen im herkömmlichen Stil zu machen.

Flexibilität

Auf dem Papier sind Mindmaps zwar erweiterbar, doch stößt man dabei manchmal an den Rand des Blattes und muss neu beginnen. Web- oder softwarebasierte Mindmaps können dagegen meist beliebig vergrößert werden, doch sind die Maps zu groß, läuft man in Gefahr, den Überblick zu verlieren.

Ist die vorgegebene Struktur und die visuelle sowie hierarchische Anordnung kein Problem, können Mindmaps einem Projekt die nötige Hilfestellung bieten. (dd)

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