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Fachkräfte in Deutschland © kris krüg @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Ausländische Fachkräfte

Spieleentwickler in Deutschland: Ein Job mit Zukunft?

Deutschland zieht Fachkräfte aus vielen Branchen an. Zunehmend kommen auch Spieleentwickler nach Deutschland. Das hat seinen Grund: Der deutsche Spielemarkt wächst rasant.

Freitag, 21.01.2022, 0:40 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 19.01.2022, 10:44 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |  

Die deutsche Gaming-Branche kann inzwischen auf internationalem Niveau mithalten. Und im Jahr 2020 ist der deutsche Markt für Games um 32 Prozent gewachsen. Vor allem Casino-Games werden immer beliebter. Ein neuer Staatsvertrag sollte den Markt zwar regulieren, doch gerade in diesem Bereich steigt das Angebot immer weiter an, wie man an Seiten wie casinosohnelizenz leicht sehen kann. Was bedeutet das für Programmierer, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen? Macht diese Entwicklung Deutschland zu einem attraktiven Standort für Spieleentwickler oder sind sie in anderen Bereichen der deutschen Tech-Branche besser aufgehoben?

Die Tech-Branche in Deutschland

Es ist eindeutig: In Deutschland ist die Tech-Branche der Innovationsmotor schlechthin. Zahlreiche Unternehmen in diesem Bereich bilden ein wichtiges Standbein für die deutsche Wirtschaft. Fachkräfte sind hier hingegen Mangelware. Dies macht Deutschland grundsätzlich für Jobsuchende in der Tech-Branche aus aller Welt zu einem attraktiven Standort. Aber lohnt es sich auch, sich in Deutschland in der heißbegehrten Gaming-Branche umzutun?

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Deutsche Spieleschmieden im Talflug

Von einfachen bis hin zu technisch sehr anspruchsvollen Spielen wird in Deutschland mittlerweile viel entwickelt. Die deutsche Gaming-Branche bietet damit ein breites Spektrum und zeigt Innovationskraft. Experten bescheinigen der Qualität der deutschen Games sogar internationales Niveau zu.

Dennoch befindet sich die Branche seit einiger Zeit im Talflug. Noch zu Beginn der 2000er Jahre erlebte der Gaming-Sektor in Deutschland einen enormen Aufschwung. In einer Wachstumsphase wurden viele neue Mitarbeiter angeworben. Die Universitäten und Fachhochschulen erweiterten ihr Angebot um Fächer wie Game-Design oder Computerspielwissenschaften. Und viele Studierende nahmen diese Angebote gerne auf. So drängten binnen weniger Jahre zahlreiche spezialisierte Berufseinsteiger auf den Markt. Ein Überangebot an qualifizierten Kräften bleibt nicht aus.

Vom allgemeinen Wachstum der Gaming-Branche profitierte Deutschland als Standort für Spieleentwicklung zudem kaum. Der Anteil lag im vergangenen Jahr bei unter fünf Prozent und die Anzahl der Beschäftigten in der Branche war rückläufig. Der Gaming-Sektor agiert international, viele Teams arbeiten länderübergreifend zusammen, doch Deutschland hat hier eine Außenseiterposition.

Es ist als Standort zu teuer. Und vom Bund gefördert wurden im Gaming-Sektor bisher vor allem kleine Indie-Projekte. Hoffnung bringt für den Bereich der Beschluss, dass künftig auch größere Projekte im Gaming-Sektor Förderungen erhalten sollen. Damit besteht die Chance, dass auch größere Unternehmen in Deutschland investieren.

Spieleentwickler müssen um die Ecke denken

Für Menschen, die auf den Spielebereich spezialisiert sind, erweist sich Deutschland also aktuell noch als schwieriges Pflaster. Allerdings lohnt es sich, ein wenig um die Ecke zu denken. Denn mit Erfahrungen im Bereich der Spieleentwicklung kann man durchaus in unterschiedlichen Sektoren ein gefragter Experte sein.

So werden in der Automobilindustrie und in der Gesundheitswirtschaft dringend Fachkräfte gesucht, die digitale Angebote für die User derart gestaltet, dass sie intuitiv benutzbar sind. Auch Wissen und Erfahrung im Bereich der 3D-Technologie ist schwer gefragt. Wer sich mit Technical Arts, Sound Design, 3D-Programmierung oder Motion Capturing auskennt, hat in deutschen Industrie-Unternehmen sehr gute Chancen.

Gute Arbeitsbedingungen

Und wer es trotz aller Widrigkeiten in die Gaming-Branche schafft, der findet hier in Deutschland relativ gute Bedingungen vor. So haben Dreiviertel der Angestellten in diesem Bereich einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Auch die Frauenquote ist mit beinahe 30 Prozent überraschend hoch. Und: natürlich haben hier nicht nur Entwickler Chancen auf einen Job. Denn die Unternehmen brauchen auch Fachleute aus anderen Bereichen wie Marketing und Vertrieb. Außerdem müssen häufig Spiele übersetzt werden, was auch Übersetzern einen Einstieg in die Branche ermöglicht. (dd)

Wirtschaft
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