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Studenten an der Universität (Symbolfoto) © velkr0 auf flick.com (CC 2.0), bearb. MiG

Ausländische Studierende

Diese Angebote müssen Unis schaffen

Deutschland ist ein beliebtes Ziel für ausländische Studierende. Die sprachliche Vielfalt an den deutschen Hochschulen lässt allerdings zu Wünschen übrig. Das stellt viele Studierende vor große Herausforderungen.

Donnerstag, 13.01.2022, 0:18 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 13.01.2022, 9:22 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |  

Die Zahl der ausländischen Studierenden in Deutschland ist trotz der Corona-Pandemie weiter gestiegen. Immer mehr Menschen möchten von den Bildungsangeboten profitieren, die deutlich günstiger zur Verfügung stehen als in anderen Ländern. Aus diesem Grund stehen die Unis im Land vor der Herausforderung, die passenden Bedingungen für ein solches Studium zu schaffen.

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Organisatorische Unterstützung

Die Herausforderungen beginnen schon beim Blick auf den organisatorischen Start des Studiums. Noch bevor die ersten Prüfungen abgelegt werden können, ist es zunächst einmal notwendig, entsprechende Kurse anzumelden. Sogar die Immatrikulation selbst stellt für einige ausländische Studierende eine echte Herausforderung dar.

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Dies hat damit zu tun, dass beratende Stellen zwar in deutscher Sprache sehr gut besetzt sind. Wer jedoch eine Beratung auf Englisch oder gar in anderen Sprachen erhalten möchte, muss oft lange auf den entsprechenden Termin warten. Die Unterstützung im World Wide Web kann bei vielen Unis im Land ebenfalls als ausbaufähig bezeichnet werden. Mangelt es schon an diesem Punkt, kann dies einen allzu holprigen Start ins Studium zur Folge haben. Eine Nachbesserung erscheint aus dem Grund mehr als überfällig.

Hochwertige Übersetzungen

Eine weitere Problematik ergibt sich aus den vielen Formularen und Dokumenten, die im Laufe eines Studiums eingereicht werden müssen. In diesem Kontext mangelt es oft an den nötigen Übersetzungen, um Studierenden aus dem Ausland zu helfen. An der Stelle ist der Einsatz professioneller Übersetzer notwendig, um die Probleme der Zeit bewältigen zu können. Dass Unis an dieser Stelle Nachholbedarf aufweisen, erscheint beim Blick auf das verfügbare Angebot nur schwer nachvollziehbar. Schließlich zeigt eine kurze Recherche im Internet, dass ein Übersetzungsbüro für Russisch oder andere Sprachen schnell gefunden ist.

Bei diesen Übersetzungen geht es zum einen um die Übermittlung von wichtigen Informationen. Diese werden von Studierenden benötigt, um sich vor Ort gut zurechtfinden zu können. Auf der anderen Seite handelt es sich um eine Form der Wertschätzung, die auf diese Weise zum Ausdruck gebracht werden kann. Studierende bekommen das Gefühl, dass sie vor Ort als wichtiger Teil des Uni-Kosmos betrachtet werden. Fehlt es an den Unterlagen in der geeigneten Sprache, so kann dies schnell den gegenteiligen Effekt zur Folge haben, der eigentlich hätte verhindert werden sollen.

Geeigneter Wohnraum

Ein weiteres Problem teilen ausländische Studierende mit all ihren Kommilitonen – die Knappheit des Wohnraums. Wer sich in der Nähe der Uni niederlassen möchte, muss selbst für ein WG-Zimmer einen mittleren bis hohen dreistelligen Betrag auf den Tisch legen. Auf der anderen Seite mangelt es an günstigen Alternativen, wie zum Beispiel genügend Räumen im Wohnheim.

Was schon für die Studierenden aus dem Land ein Problem darstellt, ist aus der Ferne noch schwerer zu managen. Wer zum Beispiel nur für ein Semester aus dem Ausland nach Deutschland kommt, muss die Wohnung ohne einen Besuch vor Ort anmieten. In Kombination mit der Sprachbarriere ist es in der Regel besonders schwer, das ersehnte Angebot zu erhalten. Aus dem Grund muss auch in naher Zukunft viel dafür getan werden, die Studierenden in dieser Frage so gut wie möglich zu unterstützen und ihnen unter die Arme zu greifen. Dann wird auch ein angenehmes Studieren wieder möglich sein. (dd)

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