Computer, Arbeit, Schreibtisch, Maus, Tastatur, Hand
Arbeit am Computer © f_mafra @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Start Up-Hauptstadt

Berlin zieht Unternehmer aus dem Ausland an

Deutschlands Hauptstadt avanciert sich zur Top-Gründerstadt in Europa. Jährlich hunderte Start-Ups werden in der Stadt gegründet. Die Szene ist multikulturell, jeder Zweite ist aus dem Ausland.

Mittwoch, 29.09.2021, 0:16 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 05.10.2021, 10:21 Uhr Lesedauer: 4 Minuten  |  

Jährlich sammeln Berliner Start-ups von Investoren mehrere Milliarden Euro ein. Berlin wird immer mehr zum europäischen Silicon Valley und wird dadurch auch für immer mehr Menschen aus dem Ausland interessant. Und wer meint, dass diese Szene eine Männerdomäne ist, irrt. Eine Befragung hat ergeben, dass auch viele Frauen mitmischen. Und die Erfahrung zeigt, dass auch Frauen und Männer mit Migrationserfahrung viele wertvolle Kompetenzen mitbringen in die Szene: Insbesondere ihre Sprachkenntnisse über die üblichen Weltsprachen hinaus sind auf dem immer kleiner werdenden globalen Markt viel wert.

Vielfältige Möglichkeiten in der IT

Die IT-Branche bietet unzählige Möglichkeiten, um zu arbeiten, seien es handwerkliche, ingenieurwissenschaftliche oder eben konkrete Tätigkeiten im Bereich Software und Programmieren.

___STEADY_PAYWALL___

Experten gehen davon aus, dass in Deutschland noch viel Potenzial im Start-up-Bereich liegt, gerade in den Bereichen Industrie, Hardware und Mobilität. Gerade Letzteres dringt mit Elektroscootern immer mehr in unser Leben ein und prägt auch zunehmen unser Stadtbild. Verantwortlich dafür sind Start-ups. Laut dem Expertenportal werden Elektroscooter immer begehrter und immer mehr Anbieter drängen auf den Markt.

Neben verschiedenen Online-Dienstleistungen und Plattformen wächst auch der App-Markt konstant. Es gibt mittlerweile kaum mehr eine Nische, für die nicht bereits eine App entwickelt wurde und selbst in den Nischen wächst das Angebot. Auch die Anmietung von Elektroscootern werden mittels Apps bequem verwaltet.

Deutsche Start-up-Städte

In Berlin sitzen die Ideenschmieden und auch in anderen deutschen Städten wächst der Start Up-Markt, darunter:

  • Hamburg
  • München
  • Köln
  • Leipzig
  • Stuttgart

Die Szene hilft sich

Mehrere Hundert Start-ups werden jährlich allein in Berlin gegründet. Mit Start-up ist in dem Fall ein Geschäft gemeint, das an einer innovativen Idee arbeitet und ein großes Wachstumspotenzial hat. Da es in Berlin viele Inkubatoren und Gründungszentren gibt, die bei der Gründung helfen und das Wachstum beschleunigen können, ist die Stadt bei jungen Unternehmen so beliebt.

Auch das große Angebot an Co-Working-Spaces macht Berlin so besonders. Unternehmer aus aller Welt kommen in diesen Zentren zusammen, arbeiten gemeinsam, tauschen sich über ihre Ideen aus und strotzen nur so vor Kreativität. Da Berlin so international ist, spricht in der Startup-Szene jeder Englisch, weshalb auch Menschen ohne Deutschkenntnisse in Berlin Fuß fassen können. Immer mehr Hubs bilden sich, in denen sich Start-ups zusammentun, um gegenseitig von Kompetenzen, Know-how, Ideen und Hilfestellungen profitieren zu können. Diese Entwicklung hat noch lange nicht ihr Ende erreicht und wird auch in den nächsten Jahren so weitergehen.

Der Ruf Berlins zieht an

Der Ruf der Stadt hat sich längst über Deutschland hinausgetragen. Aus vielen Ländern kommen immer mehr gut ausgebildete Kräfte, so zum Beispiel viele junge Türken, die vor Erdogan aus ihrer Heimat fliehen.

Dass Berlin so viele qualifizierte Kräfte anzieht, führt auch dazu, dass viele große Unternehmen dort ihr Recruiting betreiben. Sie lassen sich dort nieder, suchen nach Personal und werden schnell fündig. Sie alle haben Dependancen in der Hauptstadt oder gleich ihren ganzen Firmensitz vor Ort und hoffen auf neue, gut ausgebildete, internationale Mitarbeiter.

Wer aus dem Ausland nach Berlin kommt, kann sich insofern auf ein internationales, kreatives Umfeld freuen, das praktisch auf neue Ideen wartet. Einzig die Erlangung eines Aufenthaltstitels kann dank deutscher Bürokratie zum Teil ziemlich ermüdend sein – auch wenn sich für Gründer und Hoch qualifizierte in den vergangenen Jahren vieles zum Positiven gewendet hat. Das gilt auch bei der Anerkennung von ausländischen Abschlüssen.

Jeder Zweite aus dem Ausland

Jeder zweite Berliner Start-up Mitarbeiter kommt aus dem Ausland, was die Zusammenarbeit sowohl beflügeln als auch vor Herausforderungen stellen kann. Schließlich treffen verschiedene Kulturen aufeinander, die dem jeweils anderen vielleicht völlig fremd sind. Aber genau das ist auch das Schöne.

Dadurch, dass alle an einem Strang ziehen und auf dasselbe Ziel hinarbeiten, findet in den Berliner Ideenschmieden auch ganz viel interkultureller Austausch statt, der Verständnis und Toleranz schafft. Davon profitieren alle, und zwar nicht nur in der IT-Branche. Vorteile abzubauen ist über die Arbeit gut möglich und in Berlin auch an einigen Stellen außerhalb der Startup-Welt immer noch nötig. (dd)

Wirtschaft
Zurück zur Startseite
UNTERSTÜTZE MiGAZIN! (mehr Informationen)

Wir informieren täglich über Migration, Integration und Rassismus. Dafür wurde MiGAZIN mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Um diese Qualität beizubehalten und den steigenden Ansprüchen an die Themen gerecht zu werden bitten wir dich um Unterstützung: Werde jetzt Mitglied!

MiGGLIED WERDEN
MiGLETTER (mehr Informationen)

Bestelle jetzt den kostenlosen MiGAZIN-Newsletter:

Auch interessant
MiGDISKUTIEREN (Bitte die Netiquette beachten.)