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Euro © analogicus @ pixabay.com (Lizenz), bearb. MiG

3-Konten-Modell

Bringen Sie Ordnung in Ihre Finanzen!

Besonders Menschen, die neu eingewandert sind, sind in finanziellen Dingen oft überfordert. Das von Experten oft gepriesene 3-Konten-Modell kann Ordnung in die Finanzen bringen – in vieler Hinsicht.

Mittwoch, 25.08.2021, 0:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 26.08.2021, 23:26 Uhr Lesedauer: 4 Minuten  |  

Spaß haben, den Alltag finanzieren und dabei auch für die Rente sparen – eine Herausforderung, vor der viele Menschen stehen. Wer neu im Land ist und sich mit den hiesigen Möglichkeiten, den verschiedenen Spar- und Bankprodukten nicht auskennt, hat es besonders schwer. Insbesondere, wenn das Geld hinten und vorne nicht zu reichen scheint.

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Es gibt allerdings Möglichkeiten, bei den Finanzen nicht den Überblick zu verlieren. Der Schlüssel liegt unter anderem darin, auf das richtige Konto zu setzen. Und es muss nicht einmal kompliziert sein. Experten raten Verbrauchern, die immer wieder in Geldnot kommen, zu einem sogenannten 3-Konto-Modell. Es zielt darauf ab, Ausgabenbereiche voneinander zu trennen. Auf diese Weise werden Sparbeträge und Budgets für andere Angelegenheiten gleich zu Monatsbeginn bzw. mit dem Lohneingang in das Konto getrennt. Experten berichten, dass sich bei den meisten Verbrauchern, schon nach einer kurzen Eingewöhnungsphase, die Vorzüge bemerkbar machen.

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Warum drei Konten führen

Im 3-Konto-Modell gibt es – wenig überraschend – drei Konten, was zunächst einmal unnötig kompliziert klingt. In der Praxis kann nach einer kurzen Einarbeitungsphase daraus aber ein Vorteil entstehen. Der Umgang mit verschiedenen Bankkonten ist nicht nur schnell erlernt, sondern bringt auch Übersicht in die Finanzen. Welche Aufgabe haben die drei Konten? Es gibt ein

  • Spaß-Konto,
  • Alltags-Konto,
  • Spar-Konto.

Damit ist im Grund auch schon erklärt, wozu die Konten gut sind.

Das Spaß-Konto – hier geht es einfach um den Funfaktor

Beim Spaß-Konto geht es darum, einen festen Betrag, den man für Freizeitaktivitäten erübrigen kann, zu reservieren. Wichtig beim Sparen ist nämlich nicht nur, dass es dem Bankkonto gut geht, sondern auch dem Menschen, der in der Regel hart für sein Geld arbeitet. Dafür sollte er sich einen Ausgleich gönnen – ob das ein Kinobesuch ist, eine Theatervorstellung, ein Computerspiel, ein kleines Spielchen im Casino, eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio oder einfach mal ein Eis beim Lieblingsitaliener.

Es geht darum, der Gesundheit wegen einen spaßigen Ausgleich zur harten Arbeitszeit zu haben ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, weil man dabei vielleicht etwas Geld ausgibt. Denn man sein Budget dafür bereits festgelegt hat und kann diesen Betrag in aller Ruhe ausgeben, was den Spaßfaktor weiter steigert.

Alltags-Konto: Das Leben finanzieren

Als Alltags-Konto wird einfach als das bisher verwendete Girokonto weiterverwendet. An dieser Stelle ändert sich also erst einmal nicht viel. Die Aufgabe des Kontos ist sehr klar umrissen: Es dient der Zahlung von Miete, Lebensmitteln, Versicherungen usw. Auch das Benzin fürs Auto oder der Handyvertrag werden aus diesem Konto finanziert.

Anfangs kann es etwas schwierig sein, die Trennlinie zu erkennen. Einige Ausgaben vermischen die verschiedenen Bereiche – etwa eine Fahrt ins Kino. Das Benzin hierfür wird nicht getrennt abgerechnet. Was allerdings vom Spaß- und nicht dem Alltagskonto fließt, sind die Beiträge für Streamingdienste oder das Fitnessstudio. Das Alltagskonto dient außerdem dazu, die Einnahmen zu sammeln. Das Gehalt geht auch weiterhin auf das Konto und verteilt sich anschließend auf die anderen beiden Konten.

Spar-Konto – an die Vorsorge denken

Für das Spar-Konto ist die Trennung sehr viel einfacher. Hier geht es einfach darum, Guthaben für die großen Dinge des Lebens zurückzulegen. Ein neues Auto, die finanzielle Reserve für Neuanschaffungen oder die Altersvorsorge sind hier wichtige Punkte. Achtung: Das Spar-Konto ist keine Dauerlösung für den Vermögensaufbau.

Selbst, wenn es zum Beispiel als Tagesgeldkonto genutzt wird, sind die Zinsen durch die EZB Politik so niedrig, dass kein Wertzuwachs entsteht. Wer hier langfristig etwas erreichen will, sollte einen Experten zurate ziehen, der passgenaue Lösungen anbieten kann – mal ist das eine Riester Rente, mal eine Basisrente oder etwas ganz anderes. Auch Wertpapiere gehören inzwischen zur Strategie, Geld zur Seite zu legen. Für den Einsteiger eignen sich an dieser Stelle unter anderem ETF Sparpläne oder das sogenannte Pantoffel Depot.

Das richtige Konto finden

Das hier vorgestellte 3-Konto-Modell ist zunächst aber die einfachste Methode, Ordnung und Übersicht in die Finanzen zu bringen und den Kopf freizubekommen. Gerade für Menschen, die neu eingewandert sich und ohnehin noch sehr unsicher im Umgang mit ihrem Geld sind, sind gut beraten, den Überblick zu behalten. Achten sollte man bei diesem Modell lediglich auf die richtige Bank, die ein Konto anbietet ohne Kontoführungsgebühren, da es sonst unnötig teuer werden kann. (dd)

Wirtschaft
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