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Homeschooling

Ratgeber für den Kauf eines neuen Laptops

Ohne Laptop geht während der Pandemie gar nichts – nicht einmal Schule. Der Kauf des richtigen Geräts überfordert viele Eltern aber sowohl fachlich als auch preislich. Doch es gibt Möglichkeiten.

Dienstag, 06.04.2021, 0:07 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 07.04.2021, 17:13 Uhr Lesedauer: 4 Minuten  |  

Die Corona-Pandemie hat das Leben quasi von heute auf Morgen auf den Kopf gestellt. Plötzlich waren Homeoffice und Homeschooling angesagt. Während den Computer für den heimischen Arbeitsplatz der Arbeitgeber aufkommt, ist es im Homeschooling anders. Da müssen die Eltern in die Tasche greifen und ein geeignetes Gerät selbst bezahlen. Und dabei stehen viele Eltern vor der Frage: Was kaufen? Wie viel investieren? Gerade der Kauf eines neuen Laptops kann teuer sein. Wer aber vorher ermittelt, welchen Anforderungen das Gerät genügen muss, kann die Auswahl gut eingrenzen.

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Welche Funktionen brauchen Sie wirklich?

Denn ein Laptop ist nicht gleich ein Laptop. Die Preise zwischen den einfachsten Modellen und den High-Tech-Geräten können sich drastisch unterscheiden, auch wenn sich die Geräte vom Aussehen ziemlich ähneln: Bildschirm, Tastatur, Touchpad. Was den großen Unterschied macht, ist das, was in diesen Laptops steckt. Bevor ein Kauf getätigt wird, sollte man sich also überlegen, was mit dem Gerät gemacht werden soll. Sollen einfache Office-Anwendungen ausgeführt und Internet-Konferenzen durchgeführt werden oder muss das Gerät – wenn er schon gekauft wird – auch als Spielekonsole dienen oder Urlaubsvideos schneiden können? Man sollte sich aber gut überlegen, bei welchen Funktionen Kompromisse möglich sind. Denn je leistungsstärker ein Gerät ist, desto mehr wird er kosten – so jedenfalls die Faustformel.

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Jede Laptopmarke hat viele verschiedene Modelle, die alle für unterschiedliche Nutzer gedacht sind. Lenovo bietet beispielsweise Geräte mit i3- und i5-Kernprozessoren an, die in der Regel deutlich günstiger sind und sich gut für alle einfache Textverarbeitung oder Office-Software eignen. Wer hingegen ein Notebook benötigt, das leistungsstarke Aufgaben wie die Bearbeitung von Videos oder Fotos bewältigen soll, sollte zu einem i7-Prozessor greifen. Diese Prozessoren machen viel im Preis aus, sind aber auch deutlich leistungsstärker. Wer regelmäßig leistungsstarke Aufgaben bewältigen muss, wird mit einem günstigen Modell nicht nur wenig Spaß haben, er wird einige Aufgaben vielleicht sogar gar nicht ausführen können. Daher gilt es, genau hinzugucken. Für Homeschooling mit Office-Anforderungen reicht in der Regel ein Laptop mit einem i3-Prozessor oder ein vergleichbarer anderer Prozessorchip. Internetfähig sind die Geräte immer. Gucken sollte man aber, ob ein Webcam integriert ist. Sonst muss auch das als Zubehör extra bezahlt werden.

Welches Zubehör und welche Software brauchen Sie?

Wer sich für einen Laptop entschieden hat, der preislich passt, sollten bedenken, dass dies häufig nicht der Endpreis für die Investition ist. Häufig müssen noch zusätzliches Zubehör gekauft werden, um das Beste aus dem neuen Laptop herauszuholen. Wer den Laptop zum Beispiel regelmäßig auf dem Schreibtisch verwendet, sollten vielleicht noch eine externe Maus und Tastatur kaufen, um die Arbeit mit einem relativ günstigen Aufschlag sichtlich komfortabler zu gestalten.

Doch auch dann ist der neue Laptop oft nicht direkt startklar. Obwohl Microsoft Office auf Millionen von Computern auf der ganzen Welt installiert ist, muss das Paket oft separat bezahlt werden. Alternativ gibt es kostenlose Versionen, die im Internet heruntergeladen werden könne. Diese bieten vergleichsweise aber weniger Funktionen an. Wer damit leben kann oder keine professionelle Lösung sucht, ist mit diesen kostenlosen Varianten aber gut aufgehoben. Zur Erledigung von Hausaufgaben reichen diese Lösungen jedenfalls.

Kostenerstattung prüfen

Wer den Preis des neuen Laptops, Zubehör und die zusätzliche Software ermittelt hat, muss sich Gedanken um die Bezahlung machen. Viele Händler bieten einen Kauf auf Finanzierung an, sodass der Laptop über mehrere Monate oder sogar Jahre in kleinen Summen abbezahlt werden kann. Das klingt erst einmal praktisch. Hier ist jedoch zu beachten, dass die meisten Händler dafür Zinsen berechnen, was den Laptop am Ende teurer macht.

Es ist deshalb eine Überlegung wert, einmal prüfen zu lassen, ob nicht ein Teil der Kosten oder vielleicht sogar die Gesamtsumme vom Staat übernommen werden kann. Gerade während der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, dass Schüler ohne Laptop oder Tablett fast gar nicht imstande sind, dem Fernunterricht zu folgen. Das hat zu zahlreichen Veränderungen in der Praxis geführt. Auch zahlreiche Beratungsangebote sind entstanden. Ein Blick in diese Richtung kann sich also lohnen. (dd)

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