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Handelsschiff (Symbolfoto) © Maritime_Filming_UK @ pixabay.com (Lizenz), bearb. MiG

Corona-Pandemie

Profitieren wieder die Großen von der Krise?

Die Corona-Pandemie hält die Welt in Atem. Arme Länder leiden besonders stark unter den wirtschaftlichen Folgen. Reiche Länder wie Deutschland hingegen haben viele Möglichkeiten, die Krise zu überstehen.

Mittwoch, 10.03.2021, 0:57 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 12.03.2021, 11:02 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |  

Deutsche Industrievertreter glauben, dass die deutsche Wirtschaft erst im Jahr 2022 wieder das Niveau von vor der Pandemie erreichen wird. Doch schon in diesem Jahr soll das BIP-Wachstum des Landes 3,5 Prozent erreichen. Der Industrieverbände prognostizieren, dass die deutsche Wirtschaft nach einem fünfprozentigen Konjunktureinbruch im Jahr 2020 in diesem Jahr mit einem erwarteten BIP-Wachstum von 3,5 Prozent wieder positiv wachsen wird. Dies geht aus einem im Januar, veröffentlichten Bericht hervor.

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Die deutschen Exporte sollen 2021 um 6 Prozent wachsen – während die Zahlen im vergangenen Jahr um 11 Prozent eingebrochen sind. Experten betonen, dass die wirtschaftliche Lage schwierig bleiben wird und die deutsche Wirtschaft erst in der ersten Hälfte des Jahres 2022 wieder das Vorkrisenniveau erreichen wird. Die Sperrung schränke die Wirtschaft stark ein. Experten fordern die Bundes- und Landesbehörden auf, eine vernünftige Strategie im Kampf gegen das Coronavirus zu verfolgen und Steuererleichterungen für Unternehmen zu gewähren.

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Derweil leiden ärmere Länder stark unter den Folgen der Corona-Pandemie. Zur ohnehin schwachen Wirtschaftsleistung kommen jetzt auch noch weitere Kosten hinzu, etwa bei der Beschaffung von Impfstoffen für die Bevölkerung. Wer ohnehin keine Perspektive hat im Land, sucht woanders sein Glück. Um eine weitere Migrationsbewegung zu unterbinden, zeigen sich die reichen Industrienationen bereit, ärmere Länder bei der Versorgung mit Impfstoffen zu unterstützen. Bis eine flächendeckende Versorgung gewährleistet ist, dürfte allerdings noch viel Zeit vergehen.

Deutsche Wirtschaft: Prognose der Bundesbank

Derweil erwartet die Bundesbank im Jahr 2022 ein Wachstum von 4,5 Prozent. In einem ungünstigeren Szenario wird das Bruttoinlandsprodukt der größten europäischen Volkswirtschaft nicht vor Ende 2023 das Vorkrisenniveau erreichen. Ökonomen des Finanzinstituts des Landes sagen jedoch, dass der wichtigste Indikator, von dem die Zukunft der Wirtschaft abhängt, die Pandemie des Coronavirus ist. Deshalb weisen sie auf eine hohe Unsicherheit bei der Vorhersage von Wachstum/Rückgang von Wirtschaftsindikatoren und Lebensstandard hin.

Wie die Resolution feststellt, werden die vorhandenen Impfstoffmengen nicht ausreichen, um die Infektionsraten im Winter 2021 signifikant zu reduzieren, zumal die Nachfrage das Angebot weit übersteigt. „Ein Anschein von „Normalität“ wird selbst unter den besten Umständen nicht vor Ende 2021 wiederhergestellt werden können“, heißt es im Dokument der Parlamentarischen Versammlung. Zuvor hatte die Bundeskanzlerin gesagt, es gebe „Licht am Ende des Tunnels“ im Kampf gegen das Coronavirus. Sie machte sich jedoch keine Illusionen über einen schnellen Ausstieg aus der Quarantäne und den restriktiven Maßnahmen.

Deutsche Wirtschaft erstmals seit 10 Jahren runtergegangen

Die deutsche Wirtschaft – Europas größte, schrumpfte im Jahr 2020 um 5 Prozent und beendete damit ein Jahrzehnt ununterbrochenen Wachstums. Die verhängten Quarantänen haben die meisten Geschäfts- und Verbraucheraktivitäten hart getroffen. Aber so düster die Zahlen auch sind, der Rückgang war geringer als erwartet. Wie Experten versichern, kann die hohe Ersparnisbildung der Bevölkerung für 2020 den Massenkonsum ankurbeln und der Wirtschaft des Landes helfen, sich nach dem Ende der Pandemie zu erholen. Das ist im Vergleich zu vielen afrikanischen Staaten eine vergleichsweise sehr günstige Ausgangsposition.

Nach Angaben des staatlichen Statistikamtes verzeichnete nur der Bausektor in Deutschland einen Aufschwung, während Industrie und Dienstleistungen eine tiefe Rezession erlebten. Landwirtschaft, Finanzdienstleistungen, Immobilien und Informations- und Kommunikationsdienstleistungen waren weniger betroffen. In diesen Zeiten könnte der Forex-Handel für private Anleger eine Art Hoffnung und Sicherheit werden, um von Zuhause aus, die eigene Finanzkasse aufzustocken. Dort zumindest gelten dieselben Regeln für alle Anleger – ob in Deutschland oder im Ausland, in armen oder reichen Ländern, vorausgesetzt natürlich, ein Grundkapital zum Investieren ist vorhanden. Allerdings sollte man vorsichtig sein, denn als unerfahrener Anleger kann man schnell viel Geld verlieren. (dd)

Wirtschaft
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