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Handy (Symbolfoto) © Alexas_Fotos @ pixabay.com (Lizenz), bearb. MiG

Mobiles anlegen

Handeln immer attraktiver Geflüchtete

Geflüchtete Menschen tendieren immer öfter dazu, digitale Währungen zu kaufen. Sie versprechen hohe Gewinne und können international verschickt werden. Doch Experten warnen vor zu hohen Risiken.

Mittwoch, 09.12.2020, 0:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 17.12.2020, 14:27 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Trading per Smartphone etabliert sich zunehmend. Was früher nur Bänkern und Börsianern vorbehalten war, ist heute ein Markt, der allen Menschen offensteht. Das macht Trading attraktiv für Menschen, die oft unterwegs sind: Anlagen können jederzeit und überall verfolgt werden, der Anleger ist rund um die Uhr in der Lage, zu handeln, ob an der Londoner Börse, in Frankfurt oder New York.

Deshalb entdecken immer öfter Menschen die Börse als Alternative Anlageform, die berufsbedingt oder privat viel unterwegs sind und Käufe und Verkäufe tätigen wollen. Was früher nur über einen persönlichen Besuch bei der Hausbank möglich war, geht heute kinderleicht mit wenigen Klicks am Smartphone – gerade für mobile Menschen eine enorme Erleichterung.

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Oft ist der Handel mit Wertpapieren und Devisen für Menschen aber auch die einzige Alternative, ihr Geld zu investieren. Zu denken ist etwa an Menschen, die aufgrund von Klimakatastrophen, Kriegen oder Vertreibungen fliehen müssen. Nicht jeder Flüchtling ist arm. Nicht selten sind diese Menschen sogar wohlhabend. Die Ärmsten können sich die teure Flucht oft erst gar nicht leisten.

Attraktiv für Geflüchtete

Die, die Geld zum Anlegen haben, stehen oft vor der Entscheidung, wie sie in einem fremden Land ihr Geld anlegen sollen. Da bieten sich Börsen mit ihren niedrigschwelligen Teilnahmevoraussetzungen geradezu auf. Alles was man benötigt, ist ein Konto, Geld, ein Smartphone und Internet.

Zunehmend im Trend ist unter Geflüchteten auch der Handel mit Bitcoins. Dafür gibt es inzwischen sogar eigens entwickelte Bitcoin code apps. Sie versprechen schnelle und unkompliziertes An- und Verkaufen binnen weniger Minuten. Der Vorteil von Bitcoins ist auch, dass Vermögen oft nicht nachverfolgt werden können – für geflüchtete Menschen oft ein entscheidender Faktor bei der Wahl von Geldanlagen. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass Bitcoins und Co. langsam traditionelle Geld-Transferdienste ablösen: heißt, Menschen können unkomplizierter und oft mit deutlich weniger Transfergebühren Geld in die Heimat verschicken.

Gefahren und Risiken einschätzen

Wer aber neu im Geschäft ist, läuft natürlich auch Gefahr, Geld zu verlieren. Das ist gerade bei risikoreichen Wertpapieren und digitalen Währungen der Fall. Die Kursgewinne und -verluste können binnen weniger Tage und sogar Stunden ein ganzes Vermögen dahinschmelzen oder vervielfachen lassen. Insofern warnen Experten immer wieder davor, sowohl die Chancen richtig einzuschätzen als auch die Risiken. Denn eine Faustformel, die garantiert Gewinne und Zuwächse verspricht, gibt es nicht.

Gerade Anfänger tendieren dazu, erfolgreiche Trader zu kopieren und wähnen sich oft auf der sicheren Seite. Oft ist dies aber ein Trugschluss, weil an der Börse schnelles Agieren wichtig sind. Wer aber anderen nur nachkauft und wieder verkauft, hinkt zeitlich schon hinterher. Und schließlich: Gewinne garantieren kann an der Börse auch der beste Börsianer nicht. (dd)

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