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Frachtschiff (Archiv) © kees torn @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Umwelt- und Klimaschutz

Nachhaltiger Konsum in Deutschland – was ist das?

Durch globale Produktionsprozesse und weitreichende Lieferketten hat der Einkauf in Deutschland auch Auswirkungen auf die gesamte Umwelt und die Menschen im Ausland. Ein globaler Prozess, dass auch unser Kaufverhalten beeinflusst.

Mittwoch, 16.09.2020, 0:02 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 17.09.2020, 14:12 Uhr Lesedauer: 4 Minuten  |   Drucken

Das Konsumverhalten und der Lebensstil der westlichen Welt scheint seit Jahren eine Belastungsprobe für die Umwelt. Immer weniger Produkte stammen wirklich aus regionalen Gebieten und viele Güter werden zu günstigen Preisen importiert. Hier spielt selten eine Rolle, ob die Produktion im Ausland auch unter fairen Konditionen stattgefunden hat. Der Trend zum nachhaltigen Konsum ist jedoch eindeutig zu erkennen – auch für die Einwanderer in Deutschland.

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Bevölkerung denkt immer Grüner

Der nachhaltige Konsum ist nur ein Teil des eigenen Verbrauchererhaltens und der Lebensweise. Hier übernehmen Umweltaspekte aber auch soziale Aspekte beim Kauf von Gütern oder bei der Nutzung von Dienstleistungen eine wichtige Funktion. Die Bedürfnisse der heutigen Generation sollten also nicht die Bedürfnisse künftiger Generationen gefährden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Konsum nicht nur das eigene Land betrifft. Durch globale Produktionsprozesse und weitreichende Lieferketten hat der Einkauf in Deutschland auch Auswirkungen auf die gesamte Umwelt und die Menschen im Ausland.

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Gute Beispiele für Nachhaltigkeit

Das Thema Nachhaltigkeit rückt aber zunehmend in das Denken der Bevölkerung. Es wird genauer hinterfragt, woher die Produkte kommen, welchen Weg sie zurückgelegt haben und wie vielleicht die Produktionsbedingungen sind. „Fair Trade“ ist hier nur ein Aushängeschild, das gerne für den nachhaltigen Konsum verwendet wird. Manchmal betrifft das Bereiche, an die vor einigen Jahren noch nicht gedacht wurde. Ein gutes Beispiel ist in der Mode zu finden. Nachhaltige Kleidung und Schuhe sind gefragter denn je, bestehen aus natürlichen Rohstoffen und sind umweltfreundlich hergestellt. Gorilla.green bietet eine Übersicht verschiedener Shops und Marken, die auf fair produzierte und gehandelte Schuhe setzen. Dabei kommt es auch auf die ethische Behandlung der Angestellten an, da diese eine ausreichende Bezahlung und regelmäßige Pausen genießen sollten.

Eher ein Thema der Industrieländer

Umwelt- und Klimaschutz ist gerade in den Industrieländern ein aufsteigendes Thema, das den Konsum stark verändert. Die Bevölkerung wird durch Werbemaßnahmen und entsprechende Berichte darauf sensibilisiert, mehr zu prüfen und zu hinterfragen. In Entwicklungsländern ist diese Bewegung weniger ausgeprägt. Zuwanderer sind in Deutschland oft irritiert, welchen großen Bereich der Umweltschutz einnimmt, selbst beim Einkaufen. Hier besteht nicht nur Verwunderung in Bezug auf die Vielfalt an Waren. Auch der Aspekt Umweltschutz ist klar gekennzeichnet und stets präsent. Die Artikel sind meist etwas teurer und entsprechend beworben. Die Irritation lässt sich mit der richtigen Erklärung allerdings schnell wieder auflösen. Nachhaltiger Konsum beginnt mit dem bewussten Hinschauen und endet im individuellen Lebensstil eines jeden Menschen.

Weg von der Wegwerfgesellschaft

Wer wenig hatte, staunt meist über die Masse an Konsumgütern und Waren. Der sorglose und verschwenderische Umgang, zum Beispiel mit Lebensmitteln, ist ein weit verbreitetes Problem in den westlichen Ländern. Statt bewusster einzukaufen und auf den genauen Verbrauch zu achten, landen viele Lebensmittel nach dem Verfallsdatum einfach im Müll. Wenig beachtet werden dabei Wasserressourcen, verbrauchte Energie oder der Transport der Lebensmittel. Abfälle zu vermeiden ist ein wichtiger Punkt beim Erhalt von Umwelt und Gesellschaft. Hier gehört der Einkauf von regionalen und vor allem saisonalen Lebensmitteln zur Nachhaltigkeit. Diese haben nur einen kurzen Transportweg hinter sich, sind frisch und meist auch zu günstigen Preisen zu haben.

Mit der Sensibilisierung der Gesellschaft und der Zuwanderer stellen sich die westlichen Länder der weltweiten Verantwortung. Nicht nur Lebensmittel sind dabei wertzuschätzen. Auch Gebrauchtgegenstände sollten möglichst lange genutzt werden. Der Trend geht also weg von der Wegwerfgesellschaft und hin zu einem nachhaltigen Denken und Handeln. Mit verschiedenen Programmen der Regierung soll der nachhaltige Konsum weiter gefördert werden. Aufklärung ist hier an oberste Stelle gesetzt, um die Sensibilisierung weiter voranzutreiben. Wert nachhaltig konsumieren will, braucht die richtigen Informationen dazu.

Der Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz kann vielseitig sein und betrifft nicht nur den Handel oder die Lebensmittel. Beliebte Maßnahmen sind auch, das Autofahren zu reduzieren und mehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein. Ebenso findet eine Sensibilisierung im Hinblick auf das Heizen und den Energieverbrauch statt. Nicht nur die großen Firmen und die Industrie sind hier am Zug. Auch die kleinen Haushalte können Energiekosten einsparen oder sich für grüne Stromlieferanten entscheiden.

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