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Ratgeber

Online sicher einkaufen – so gelingt’s

Wer neu in Deutschland ist, muss sich an die Geschäfte des täglichen Lebens gewöhnen. Das gilt auch für den Einkauf im Internet. Nicht alle Anbieter sind seriös und ein geübter Blick ist wichtig.

Montag, 07.09.2020, 0:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 08.09.2020, 9:27 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

Einwanderer kommen nicht selten aus armen Ländern, in denen weder der Verbraucherschutz großgeschrieben wird, noch das Bewusstsein für die sichere Nutzung des Internets besonders ausgeprägt ist. Daher sind Migranten hierzulande oft überfordert beziehungsweise anfällig für Betrügereien im Internet. Online sicher einkaufen: so gelingt’s.

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Online-Händler vor dem Kauf überprüfen

Nicht jeder Shop im Internet ist seriös. Es ist daher sehr wichtig, dass Verbraucher vor dem Besuch des Online-Händlers, aber spätestens vor dem Kauf eines Produkts die Seriosität des Shops überprüfen. Das Ganze wird umso wichtiger, je teurer der Online-Einkauf ist. Bei hochwertigen und kostbaren Artikeln sollte kein Risiko eingegangen werden, sodass Online-Shopper beispielsweise Uhren wie die Rolex Day-Date nur von vertrauenswürdigen Verkäufern kaufen sollten.

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Neben dem kompletten Namen, der Adresse, Kontaktmöglichkeiten und den Gewerbe-Angaben sollten auch die Rechtsform sowie die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer genannt werden. Die AGB, Hinweise zum Rückgabe- und Widerrufsrecht oder auch Informationen zu den Zahlungsmöglichkeiten sind idealerweise ebenfalls angegeben. Die gründliche Recherche ist vor allem bei unbekannten Online-Händlern von großer Bedeutung und unerlässlich.

Kauf-Button und Verschlüsselung

Die Daten des Verbrauchers sollten stets verschlüsselt übermittelt werden. Ein gutes Zeichen ist das s hinter dem http, das in der Browser-Adresszeile zu finden ist. Auch ein Schloss-Icon deutet darauf hin, dass die Verbindung verschlüsselt ist und Kriminelle die eingegebenen Daten nicht abfangen können. Ganz wichtig ist zudem, dass Abo-Fallen oder unerwünschte Käufe vermieden werden. Da insbesondere ausländische Mitbürger von Armut bedroht sind, wären finanzielle Verluste besonders schlimm.

Seit 2012 müssen Online-Händler mit einem unmissverständlichen, klickbaren Button darauf hinweisen, dass der Verbraucher im Begriff ist, etwas verbindlich zu kaufen. Wer also eine Luxusuhr im Wert mehrerer tausend Euro online bestellen möchte, der muss bewusst auf „jetzt kaufen“ oder „kostenpflichtig bestellen“ klicken. Wird die Uhr bereits mit „weiter“ verbindlich erworben, wäre dies unzulässig.

Gütesiegel bezeugen Seriosität

Kein Muss, aber ebenfalls ein Zeichen für Seriosität sind Gütesiegel. Ob Trusted Shops, TÜV Süd Safer Shopping, Internet Privacy Standards oder Geprüfter Online-Shop: all diese Siegel werden von der Initiative D21 empfohlen und sind vertrauenswürdig. Wer mit wenig Geld über die Runden kommen muss, wird zwar kaum daran denken.

Doch beim Kauf einer luxuriösen Armbanduhr von Rolex, Breitling, Omega, IWC oder Sinn sowie anderer hochwertiger Produkte ist es extrem bedeutsam, Shops mit entsprechenden Siegeln auszuwählen. Jene garantieren Nutzern, dass die Bestellprozesse geprüft wurden und den Anforderungen entsprechen. Auch die Darstellung der Produkte spielt eine Rolle. Wird beispielsweise eine Luxusuhr allzu sehr ins rechte Licht gerückt oder anhand der Fotos und Beschreibung nur unzureichend präsentiert, würde dieses Prüfkriterium sicher nicht positiv ausfallen.

Angabe von Daten möglichst minimieren

Ohne persönliche Daten anzugeben, können Online-Shopper im Internet nicht einkaufen. Dies ist verständlich. Verbraucher sollten aber darauf achten, möglichst wenige Informationen zu offenbaren und auf freiwillige Angaben zu verzichten. Beispiel Zeitmesser: Wer eine Luxusuhr online kaufen möchte, der sollte nicht gezwungen werden, eine Telefonnummer oder gar seine Personalausweisnummer anzugeben.

Diese Informationen haben nichts mit dem Kauf zu tun und könnten durchaus ein Grund sein, die luxuriöse Armbanduhr bei einem anderen Online-Händler zu kaufen. Auf dieses Thema gilt es übrigens auch zu achten, wenn jemand einen Onlineshop eröffnen möchte. Es ist empfehlenswert, nur die wirklich wichtigen Daten abzufragen, jene nicht an Dritte weiterzugeben und an die Verschlüsselung bei der Übermittlung zu denken. (dd)

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