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Flugzeug auf der Startbahn © bilaleldaou @ pixabay.com (Lizenz), bearb. MiG

Alternative?

Flugzeug-Reisen mit Bitcoin bezahlen

Digitale-Kryptowährungen sind zunehmend eine Alternative zu klassischen Währungen. Interessant sind sie vor allem für Menschen, die Wert auf Mobilität und Anonymität legen.

Freitag, 28.08.2020, 0:18 Uhr|zuletzt aktualisiert: Samstag, 29.08.2020, 12:26 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

Die vielleicht größte Innovation auf dem globalen Finanzmarkt seit PayPal ist ohne Zweifel die Einführung von Bitcoin und dessen dezentralisiertem Zahlungssystem. Die weltweit erste Kryptowährung ist inzwischen in bester Gesellschaft und findet immer neue Anwendungs-Bereiche, so auch in der Reisebranche. Interessant ist die Währung vor allem für Menschen, die Wert auf Mobilität und Anonymität legen.

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Welche Airlines nehmen Zahlungen in Kryptowährungen an?

Im Jahr 2015 war die lettische Fluggesellschaft airBaltic die Buchung von Reisen mit Krypto-Währungen ermöglicht. Seitdem können Reisende über den Zahlungsabwickler BitPay ihre Tickets in Bitcoin bezahlen.

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Als erste Vermittlungs-Plattform – und demnach unabhängig von der genutzten Airline – bietet CheapAir.com sogar schon seit 2013 Bitcoin-Zahlungen für Flugreisen an. Auch BTCtrip.com und Destinia.com reihen sich in diese Art von Service ein und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

Die meisten Airlines sind jedoch auch heute weiterhin skeptisch gegenüber Bitcoin und anderen Krypto-Währungen, weshalb Vermittlungs-Portale stets Umwandlungen in sogenanntes Fiat-Geld vornehmen müssen – ein Prozess, für welchen der Kunde letztendlich die Gebühren zahlt.

Ist die Bezahlung von Flügen mit Krypto-Geld vorteilhaft?

Während Bitcoin & Co. immer wieder als revolutionäre Idee gepriesen werden, internationale Zahlungen abzuwickeln, sieht die Realität in vielen Aspekten eher ernüchternd aus. Gerade beim Reisen entgehen den Kunden so etwa zahlreiche Dienstleistungen, die mit vielen Premium-Kreditkarten verbunden sind. Dazu zählen Unfallversicherungen im Ausland sowie Gepäck- und Verspätungs-Versicherungen, um nur ein paar zu nennen. Wenn dennoch an Bitcoins interessiert ist, findet auf zahlreichen Portalen wie allin1bitcoins nützliche Informationen.

Auch ein Preisvorteil durch das Ausbleiben von Bank-Gebühren bei Buchungen gibt es in der Praxis nicht: Im Gegenteil werden sogar oftmals anderweitige Kosten in Rechnung gestellt. Insgesamt ergeben sich – neben der Unabhängigkeit von nationalen Institutionen – keine greifbaren Vorteile für die Buchung von Flugtickets mit Bitcoins.

Stattdessen locken immer mehr Kreditinstitute, wie etwa Direktbanken mit attraktiven Angeboten. Sie stellen beispielsweise kostenlose Debit-Karten von VISA oder MasterCard bereit, mit denen die Kunden weltweit kostenlos bezahlen und Geld abheben können.

Die wachsende Rolle von Bitcoin

Abgesehen davon, dass die beliebte Kryptowährung nicht für jeden Anwendungsbereich die beste Wahl darstellt, gewinnt Bitcoin jährlich Tausende von Investoren dazu. Dadurch wird die Inklusion dieser Währung als Zahlungsoption zwar theoretisch immer relevanter für viele Dienstleister, der Schein kann jedoch trügen.

Bitcoin ist nach wie vor zentral ein Investitions-Instrument für risikofreudige Anleger – und weniger eine boomende Alternative zum sogenannten Fiat-Geld. Mag es auch zunächst verlockend klingen, frei von den finanziellen Regulationen des Heimatlandes zu sein, ziehen die Gesetze langsam, aber sicher nach und sorgen zusätzlich dafür, dass dieser vermeintliche Vorteil in absehbarer Zukunft nichtig wird und sich eventuell sogar ins Gegenteil verkehrt.

Risiken von Bitcoin-Investitionen

Wer durch Investitionen Gewinne aus den oftmals drastischen Wertentwicklungen von Bitcoin machen möchte, findet im Internet eine Vielzahl an Trading-Plattformen, die genau das versprechen. Dabei muss jedoch Vorsicht geboten werden. Bei Risikoanlagen gilt immer die goldene Regel, dass man wenig und mit auf absehbare Zeit nicht benötigtem Geld investieren sollte.

Während Großinvestoren mit viel Erfahrung von dem hohen Wachstumspotential der Blockchain-Technologie profitieren, fallen Kleinanleger oft den kurzfristigen Wertverlusten zum Opfer. Ob Sie bereit sind, das hohe Risiko in der Hoffnung auf entsprechende Gewinne einzugehen, sollten sie im besten Fall mit einem zertifizierten Anlageberater besprechen. (dd)

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