Einwanderung, Migranten, Zuwanderung, Reise, Koffer
Migration © Yannic Meyer @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Kosmopoliten

Das Leben wird einfacher für Mobile

Mario ist in mehreren Ländern zu Hause – privat genauso wie beruflich. Ein echter Kosmopolit. Sein Leben ist deshalb komplett auf Mobilität ausgerichtet, das zunehmen einfacher wird. Es gibt aber auch Herausforderungen.

Sonntag, 26.07.2020, 0:51 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 28.07.2020, 11:57 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

Mario ist ein echter Kosmopolit. Er lebt in zwei und arbeitet in drei Ländern. Regelmäßig reist er von seinem Wohnort in Italien rüber nach Schweiz – je nachdem an welchem Standort seine Dienste eher gebraucht werden. Beruflich ist er im Länderdreieck Italien, Österreich und Schweiz unterwegs. Etwa 30 Wochen im Jahr ist er dabei auf Achse, manchmal mit der Bahn, oft aber mit dem Flugzeug, wenn es mal schneller gehen muss.

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Deshalb legt Mario großen Wert auf Mobilität, vor allem in Bezug auf seine Gewohnheiten. „Es ist eine Herausforderung, sein Leben mobil zu gestalten und dabei trotzdem nicht zu kurz zu kommen. Deshalb organisiere ich mich so, dass es auch funktioniert. Meine Hobbys habe ich beispielsweise immer dabei“, sagt er. Er zocke immer wieder mal gerne, sei es in einem Deutschen Online Casino oder in einem Online Casino in Österreich.

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„Auch da bin ich international unterwegs“, sagt Mario und lacht. Wenn er reise, müsse er immer wieder kleinere Wartezeiten überbrücken. „Da ist mir mein Handy, immer ein guter Zeitvertreiber“, so der Cosmopolit. Er spiele aber nie ums Geld, nie um zu Gewinnen. „Bei mir steht wirklich der Spaßfaktor und der Zeitvertreib im Vordergrund. Zu mehr fehlt mir auch schlicht die Zeit, was auch gut ist.“

Leben als Kosmopolit einfacher

Größere Schwierigkeiten bereiten Mario, auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu achten. Wer viel unterwegs ist, weiß um die Schwierigkeiten: Schnell-Imbiss hier, Hamburger dort. Ob am Bahnhof oder Flughafen, das Angebot an Fastfood ist groß. Wer sich jedoch bewusst ernähren will, hat es nicht einfach. „Ich muss entweder selbst etwas mitnehmen oder unterwegs darauf hoffen, ein Restaurant zu finden, in dem ich wenigstens Salat mit frischem Gemüse finde“, sagt Mario. Eine bewusste Ernährung sei zwar möglich, allerdings nur mit größeren Anstrengungen und mit viel Verzicht: „Wenn ich mal nichts ordentliches Finde zum Essen, muss ich im Einzelfall auch mal hungern oder meinen Hunger mit einem kräftigen Schluck Wasser stillen“, erklärt er.

Vor zehn oder zwanzig Jahren sei sein Leben noch viel schwieriger gewesen, berichtet der heute 56-Jährige. Vor allem das Internet habe sein Leben nach und nach sehr vereinfacht. „Noch zur Jahrtausendwende, als das Internet noch nicht so mobil war wie heute, war es schon ein Problem, eine Überweisung zu tätigen. Heute sind solche Kleinigkeiten zum Glück keine große Sache mehr. Auch andere Dinge des Alltags werden zunehmend einfacher. Unser gesamtes Leben wird immer mobiler“, so Mario.

Zunehmender Nationalismus

Was ihm Sorge bereitet, sei der zunehmende Nationalismus. Als interessierter Beobachter der Politik, verfolge er täglich die Nachrichten – und ärgere sich immer wieder über den zunehmenden Rechtsdrift der Medien. Als Kosmopolit könne er die Entwicklungen in mehreren Ländern vergleichen. „Überall drängen Rechtspopulisten und -extremisten immer stärker in die Parlamente. Die Auswirkungen sind immer stärker zu spüren“, so der 56-Jährige. Vor allem in seinem beruflichen Umfeld beobachte er zunehmende Restriktionen und eine feindliche Grundstimmung gegenüber Menschen, die als fremd wahrgenommen werden.

„Ich selbst bin aufgrund meines Aussehens nicht so stark betroffen. Ich bin aber beruflich oft mit Kollegen unterwegs, die nicht den hiesigen ‚Normen‘ entsprechen. Besonders schwer haben es Kollegen mit dunkler Hautfarbe“, weiß Mario zu berichten. Besonders an Bahnhöfen würden sie häufige kontrolliert von Polizisten, die nur noch darauf ausgerichtet zu sein scheinen, Menschen daran zu hindern, Grenzen zu überqueren. „Wo ist das versprochene grenzenlose Europa?“, fragt der Kosmopolit. (dd)

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