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Zoom-Konferenz © zoom.us

Home-Office

Zurück in Büro? Ja, am liebsten schon!

Der eine liebt Home-Office, der andere wäre am liebsten im Büro bei den Kollegen - für viele Menschen oft die einzige Möglichkeit, soziale Kontakte zu knüpfen und anzukommen, wenn man neu eingewandert ist.

Dienstag, 21.07.2020, 0:04 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 21.07.2020, 16:20 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

Viele Menschen können es derzeit gar nicht erwarten, dass das öffentliche Leben zur Normalität zurückkehrt. Sie wollen endlich wieder in der Arbeit unter Menschen kommen, am Abend einen trinken oder ins Kino gehen mit Freunden oder Kollegen. Vor allem für Menschen, die neu eingewandert sind, ist der soziale Kontakt auf der Arbeit oft die einzige Möglichkeit, tatsächlich soziale Kontakte zu knüpfen und anzukommen im neuen Land.

Natürlich muss auch im Home-Office gearbeitet werden und spätestens bei der nächsten Zoom-Runde hat man wieder den Kontakt zu Kollegen. Doch die Erfahrung zeigt, dass die Konferenz auch wieder vorbei ist, sobald die Konferenz beendet ist. Kein Kaffee danach, kein Smalltalk im Gang mit den Kollegen, keine Verabredung für die Zeit nach Feierabend. Wer will schon noch nach 18 Uhr raus, wenn man schon zu Hause ist.

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Online-Spiele statt Abteilungs-Meeting

Natürlich hat ein Arbeitstag zu Hause auch angenehme Seiten. Die Kaffeepause kann ein paar Minuten länger ausfallen und auch ein kleiner Mittagsschlaf ist auch drin. Und wenn die Arbeit an der Excel-Tabelle gar zu langweilig wird, kann man eben ein bisschen Call of Duty zocken oder ein paar Runden im Online Casino spielen – an Angeboten mangelt es nicht, wie man beispielsweise auf der Casino Bonus Seite sehen kann. Im Büro hingegen wäre das nicht möglich. Kaum ein Chef hätte Verständnis dafür, wenn ihre Mitarbeiter einen neuen Online-Slot ausprobieren, anstatt Marketing-Emails zu verfassen. In dieser Hinsicht liegen die Vorteile des Home-Office also klar auf der Hand.

Diese Form der Arbeit birgt aber auch Risiken bei Menschen die spielsüchtig sind. Wer zu viel Zeit und Langeweile hat, geht eher mal über das Zocken zwischendurch hinaus. Studien zeigen, dass Menschen mit ausländischen Wurzeln im Schnitt eine höhere Abhängigkeitsquote aufweisen. Die Gründe sind vielfältig: allen voran Arbeits- und Perspektivlosigkeit. Wer einen Job hat, ist da bereits klar im Vorteil. Doch wer im Home-Office ist, kann da trotzdem mal schwach werden, die Pause zugunsten einer weiteren Runde im Online-Spiel zu verlängern, um verlorenes Geld zurückzugewinnen. In der Folge kann man schnell in einem Teufelskreis landen.

Angenehmen Ruhe statt nervtötende Kollegen

Klar, es gibt auch Vorteile des Home-Office. Man kann in Ruhe arbeiten, wird nicht befragt nach der Hagia-Sofia, nur weil man türkischstämmig ist oder nach Putin, weil man russische Wurzeln hat. Insofern kann Home-Office auch mal eine willkommene Auszeit sein. Und wer kennt das nicht, den Kollegen, der natürlich gar keine Vorurteile hat, ABER…

Und auch ein angenehmes Feature der Videokonferenz-Software fehlt leider in der echten Welt noch: die Stummschalt-Option. Wenn der Kollege bei seiner Präsentation also wieder einmal ohne Punkt und Komma redet, wird sich der eine wehmütig an die erzwungene Heimarbeit erinnern. Ob es im Berufsleben wohl jemals wieder so angenehm ruhig sein wird?

Ausschlafen statt Verkehrschaos

Auch Workaholics, die sich im Büro wohler fühlen als im eigenen Wohnzimmer, können der aktuellen Situation etwas Gutes abgewinnen. Der Weg in die Arbeit und zurück kann auch für sie eine Qual sein. Zu früh aufwachen, das Frühstück in Eile herunterschlingen und anschließend eine Stunde im Stau stehen und damit die Gesundheit gefährden – so sieht leider die Morgenroutine von vielen Berufstätigen in Deutschland aus.

Andere hetzen zum Bus, nur um festzustellen, dass dieser eine dicke Verspätung hat und sie ihren Anschluss ohnehin verpassen werden. Und als ob das noch nicht ärgerlich genug wäre, dürfen sie sich dafür auch noch vor ihrem Chef rechtfertigen. Wie viel schöner ist es da im Home-Office. Der Wecker wird eine halbe Stunde vor dem ersten Meeting am Morgen gestellt, die Haare werden kurz gekämmt und die Schlafanzughose muss gar nicht erst ausgezogen werden. (dd)

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