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Geldentwertung

Andere Länder, andere Inflationsraten

Mit der globalen Migration von Menschen wandern auch Vermögen rund um den Globus. Angekommen im neuen Land geht es vielen darum, das Vermögen zu mehren – in jedem Fall aber, es zumindest zu erhalten. Ein Kampf gegen die Inflation.

Freitag, 22.05.2020, 0:59 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 22.05.2020, 23:13 Uhr Lesedauer: 4 Minuten  |   Drucken

Die globale Migration nimmt immer weiter zu. Die drei Hauptursachen für Migrationsbewegungen sind bewaffnete Konflikte, Armut oder klimatische Veränderungen. Und immer wenn Menschen von einem Land ins andere ziehen, nehmen sie auch Vermögen mit. Entweder ist das Vermögen vorhanden oder es wird im Zielland aufgebaut bzw. verdient – so jedenfalls die Hoffnung vieler Migranten. In jedem Fall stellt sich dann immer die Frage, was machen mit dem Vermögen oder Ersparten? Liegenlassen oder unter dem Kopfkissen verstecken ist keine gute Option. Denn aufgrund der Inflation verliert das Vermögen an Kaufkraft – und in jedem Land sind die Inflationsraten unterschiedlich, was gewöhnungsbedürftig sein kann.

Ein einfaches Beispiel: Eine Kugel Eis kostet in der Eisdiele genau 1,00 Euro. Im nächsten Jahr erhöht die Eisdiele oder das Café die Preise: Die einzelne Kugel Eis kostet 1,10 Euro. Sie müssen also, um genau die gleiche Ware zu erhalten, 10 Prozent mehr auf den Zahlteller legen als im Vorjahr.

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In diesem Beispiel läge die Inflationsrate bei ganz genau 10 Prozent. Das ist eine sehr erhebliche Teuerungsrate. Diese Rate muss mit einer Geldanlage in Form von Zinsen erst einmal verdient werden. Die aktuelle Inflationsrate in Europa schwankt zurzeit zwischen 1 und 2 Prozent. Was heißt das genau? Ihr Geld sollte mit einer Anlage bei der Bank mindestens 1-2 Prozent verdienen, damit Ihr Geld nicht an Kaufkraft verliert.

Markt leidet unter niedrigen Zinsen

Keine Frage – das weltweit niedrige Zinsniveau belastet in ganz Europa den Geld- und Kapitalmarkt. Hier kann derzeit kaum ein Zins von mehr als 1-2 Prozent ganz ohne Risiko erwirtschaftet werden. Das heißt, dass viele Kapitalanleger eine Alternative dazu suchen, damit das Vermögen nicht an Wert verliert. Deshalb vertrauen viele Investoren am Markt in Sachwerte wie Immobilien, Rohstoffe oder Aktien.

Mit dieser Art von Geldanlage muss man zwar Schwankungen aushalten können, dennoch unterliegen diese Werte meist weniger Risiken, als wenn Sie beispielsweise in Kryptowährung investieren. Auf der anderen Seite bietet Kryptowährung auch die Chance auf hohe Gewinne. Gerade deshalb erlebt diese sogenannte Internetwährung einen regelrechten Hype. Viele Anbieter buhlen um die Gunst der Anleger. Eigene Trading-Plattformen oder Apps wie bitqt schießen wie Pilze aus dem Boden.

Schließlich sind Substanzwerte oft eine gute Lösung, damit man keine Zinsrisiken auf sich nehmen muss. Allerdings sollte hier jedem Anleger bewusst sein: Die Geldanlage ist sehr langfristig ausgelegt. Nur wer weiß, dass sein Geld, das er in Fonds oder Aktien anlegt, mindestens 7-10 Jahre arbeiten kann, wird dauerhaft Freude mit seiner Geldanlage haben. Es geht sogar noch weiter: Die Aktienanlage sollte sogar in einzelnen Fällen der Börsen-Turbulenzen für 10 Jahre oder noch länger ausgerichtet sein. Nur so kann man auf Dauer Renditen von 5 Prozent oder mehr erwirtschaften. Wer hingegen auf das angelegte Geld kurz- bis mittelfristig angewiesen ist, muss im ungünstigen Fall sogar hinnehmen, Wertpapiere mit Verlusten zu verkaufen.

Wann steigen die Zinsen wieder?

Zu diesem Thema scheiden sich die Geister. Aktuell ist nicht davon auszugehen, dass die Zinsen wieder ansteigen werden. Warum? Niedrige Zinsen kurbeln die Wirtschaft an. Wenn der Wirtschafts-Motor auf Hochtouren läuft, möchte der Staat, dass dies so bleibt. Durch niedrig gehaltene Zinsen geben Menschen mehr Geld aus und legen ihr Vermögen nicht bei der Bank an. Außerdem fördert die Niedrigzinspolitik, dass Investoren sich in Form von Krediten verschulden. Genau das ist der beste Faktor dafür, dass es uns wirtschaftlich auf Dauer gut gehen wird.

Wenn Aktiengesellschaften und Unternehmer günstig Kredite bei der Bank aufnehmen können, werden sie vermutlich gute Preise an die Verbraucher weitergeben. Eine günstige Kostenkalkulation der Firmen ermöglicht es zudem, dass viele Mitarbeiter beschäftigt sind. Dies wiederum beflügelt den Arbeitsmarkt, die Arbeitslosenquote sinkt. Dies ist aktuell der Fall. Somit kommen viele Verbraucher aus dem In- und Ausland in den Genuss eines Arbeitsplatzes – vorausgesetzt sie dürfen arbeiten. Arbeit wiederum begünstigt den Konsum. Wer Geld hat und ein regelmäßiges Gehalt bezieht, kann es für Ware und Dienstleistungen ausgeben.

Suche nach Alternativen

Diese Konstellation erleben wir derzeit in Deutschland – hier geht es den meisten Menschen finanziell gut. Auch die Wirtschaft in Deutschland läuft seit Jahre gut. Das ist auch der Grund, warum die Zinsen in der nächsten Zeit vermutlich nicht ansteigen werden. Damit einhergeht aber auch die Suche nach alternativen Anlagemöglichkeiten.

Anleger, die solide Anlegen aber auch von hohen Gewinnen profitieren wollen, die Kryptowährungen bieten können, können folgende Strategie befolgen. Den großen Teil des Vermögens legt man in sichere und solide Wertpapiere an. Auch Immobilien eignen sich gut als langfristige Anlage. Mit einem kleinen Teil des Vermögens kann man in Risikopapiere investieren. Steigen die Kurse wie erhofft, kann man ich bei sicherer Anlagestrategie über einen Extrabonus freuen. Sinken die Kurse, hat man einen überschaubaren Verlust. Selbst im Falle des Totalverlustes der Anlage hat man den Großteil des Vermögens sicher angelegt. (dd)

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