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Der Insolvenz trotzen

Werbung per Suchmaschine

Die Insolvenzrate von Unternehmen, die von Migranten gegründet werden, ist überdurchschnittlich hoch. Das hat viele Gründe. Ein immer häufiger anzutreffender Grund ist aber die digitale Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen. Hier kommt die Auffindbarkeit in Suchmaschinen ins Spiel.

Dienstag, 25.02.2020, 0:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 26.02.2020, 12:24 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

Am Anfang jeder Recherche im Internet steht die Nutzung einer Suchmaschine – zumindest ist das bei den meisten Menschen so. Wer bei Google, Bing, Yahoo und Co. einen Begriff oder eine Reihe von Wörtern eingibt, der erhält eine umfangreiche Liste von Links zu verschiedenen Internetseiten. Ein Algorithmus, dessen Funktionsweise nur die Betreiber der jeweiligen Suchmaschine im Detail kennen, sorgt dabei für die Reihenfolge der angezeigten Ergebnisse.

Der größte Teil der Nutzer klickt auf einen der Links, die ganz oben gelistet sind. Aus diesem Grund sind die Spitzenplätze heiß begehrt. Gleichzeitig ist es bei der Fülle von Seiten im World Wide Web so gut wie ausgeschlossen, dass die Präsenz eines kleinen oder mittelständischen Unternehmens auf den ersten Plätzen des Such-Rankings auftaucht. Trotzdem bietet sich eine recht simple Möglichkeit, doch die Spitze der Liste zu erobern: Google Ads.

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Das Tool wurde bereits im Oktober 2000 an den Start gebracht und hieß zu dieser Zeit noch Google AdWords. Obwohl im Juli 2018 die Umbenennung in Google Ads erfolgte, ist der Service bei vielen Marketing-Verantwortlichen noch immer unter der ursprünglichen Bezeichnung bekannt. Daher wird ein Unternehmen, das bei der Nutzung des Tools behilflich ist, oftmals als AdWords Agentur bezeichnet.

Eine solche Firma ist nicht einfach nur dafür zuständig, bestimmte Webseiten im Programm von Google Ads zu platzieren. Denn damit eine Homepage an der Spitze der Suchergebnisse landet, müssen erst die Keywords festgelegt werden, die damit in Verbindung stehen. Im Rahmen einer aufwendigen Recherche ermittelt die Agentur, welche Suchbegriffe für die Menschen relevant sind, die sich für die Produkte und Dienstleistungen des werbenden Unternehmens interessieren könnten. Wird eines dieser Keywords in die Suchmaschine eingegeben, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ganz oben in der Liste die Seite des Unternehmens angezeigt wird.

Damit dies geschieht, muss jedoch eine zweite Tätigkeit erfolgen, nämlich die Optimierung des Inhalts der Webseite. Google erstellt für jede Seite im Netz einen Quality Score. Dieser gibt an, wie relevant die Seite für einen bestimmten Suchbegriff ist. Zugleich wird die Qualität des Inhalts beurteilt. Beide Faktoren fließen in die Bewertung ein. Sollten sie unzureichend sein, kann es passieren, dass die Seiten des werbenden Unternehmens doch nicht an der Spitze der Suchergebnisse landen – obwohl es Teil von Google Ads ist. Auch für die Anpassung der Web-Präsenz im Sinne von Google ist die Agentur zuständig.

Übrigens werden die Seiten, die dank Google Ads noch vor den regulären Suchergebnissen gelistet sind, als Werbung markiert. Das ist jedoch aus zwei Gründen unproblematisch. Zunächst übersehen viele Nutzer den Hinweis, weil er recht dezent gesetzt ist. Und wenn die Markierung doch wahrgenommen wird, dann spielt sie für viele User kaum eine Rolle. Denn die Seiten, die über Google Ads an der Spitze gelandet sind, liefern ihnen nichtsdestotrotz brauchbare Informationen. Schließlich handelt es sich um Seiten, die für das eingegebene Suchwort relevant sind.

Für das werbende Unternehmen ist die Verwendung von Google Ads durchaus lohnenswert. Es muss nämlich erst dann zahlen, wenn ein Nutzer auf den Link klickt. Passiert dies nicht, dann zahlt es keinen Cent – und bekommt trotzdem eine gewisse Aufmerksamkeit. Und klickt der Nutzer doch den Link an, dann ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass er zu einem Kunden wird. (dd)

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