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Reifenwechsel (Symbolfoto) © HutchRock @ pixabay.com (Lizenz), bearb. MiG

Tücken der Einwanderung

Autoteile selbst verbauen oder lieber Werkstatt?

„Kennst du einen guten Klempner, einen Arzt oder Kfz-Mechaniker?“ Wer kenn diese Fragen nicht? Und die meisten Menschen kennen zumindest jemanden, der jemanden kennt. Das gilt nicht, wenn man neu in ein Land eingewandert ist. Das Internet hilft dann in den meisten Fällen.

Freitag, 31.01.2020, 0:25 Uhr|zuletzt aktualisiert: Samstag, 01.02.2020, 14:34 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

Auf einen fahrbaren Untersatz kann kaum jemand hierzulande verzichten. Kommt es zu Defekten oder müssen Verschleißteile ersetzt werden, ist die Angst vor teuren Rechnungen groß. Gerade wenn man neu in einem Land ist, weder den Markt noch das Umfeld kennt und das Geld gewohnheitsgemäß nicht locker sitzt, kann das beunruhigend sein. Und wenn man niemanden kennt, der einem mit Rat und Tat unterstützen könnte, ist schnell die Überlegung da, mit etwas handwerklichem Geschick die Reparatur, den Austausch der KFZ-Teile selbst vorzunehmen. Solange dies nicht zu Lasten der Sicherheit geht, ist dies mit ausreichend Fachwissen ohne weiteres möglich.

Kauf und Montage voneinander abgrenzen

Sparen beim Kaufen und Austauschen von Ersatzteilen im Allgemeinen oder von Fahrzeugteilen im Besonderen möchte jeder Bundesbürger. Hierbei ist zwischen dem Teilekauf und der Montage der Ersatzteile in einer Kfz-Werkstatt zu unterscheiden. In jedem Fall lässt sich beim Online-Kauf sparen, wie Online-Plattforme wie Autoparts24 zeigen. Neben Originalware sind dort preiswerte Ident-Teile erhältlich. Diese tragen lediglich nicht den Stempel der großen Fahrzeugmarken, sind oft jedoch in der exakt gleichen Qualität gefertigt.

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Was die Montage anbelangt, ist das Geld in eine erfahrene Werkstatt oft sinnvoll angelegt. Eine faire und freie Werkstatt wird nichts dagegen haben, wenn der Kunde sich selbst aus Kostengründen um den Kauf der Fahrzeugteile online kümmert. Dies senkt die Kosten beim Dienstleister vor Ort. Dafür haben Verbraucher das gute Gefühl, dass die KFZ-Teile fachgerecht verbaut werden und keine Kompromisse in Dynamik und Sicherheit eingegangen werden.

Suche nach geeigneter Werkstatt entscheidend

Ob es privat den richtigen Ansprechpartner für eine Montage von Teilen gibt oder einer Fachwerkstatt die bestellten Teile mitgebracht werden, ist auch eine Zeitfrage. In vielen Fällen möchten Autofahrer nicht lange auf ihren fahrbaren Untersatz verzichten und nehmen die Dinge lieber selbst in die Hand.

Da Deutschland nicht nur unter einem Fachkräftemangel leidet, sondern auch gute Azubis rar sind, ist nicht immer sofort ein Werkstatttermin erhältlich. Falls im direkten Umfeld gerade keine Werkstatt für die anstehende Reparatur Zeit hat, ist primär bei kleineren Defekten ein eigenes Handeln überlegenswert. Der Austausch einer Leuchte oder von Scheibenwischern kann schließlich jedermann mit etwas handwerklichem Geschick durchführen.

Keine Risiken in puncto Sicherheit eingehen

Auch wenn die Kostenreduktion durch den eigenhändigen Austausch lohnt – jeder Autobesitzer sollte seine Grenzen kennen. Nicht immer reichen die Fähigkeiten aus, um selbst eine Reparatur durchzuführen. Vertraut man auf die private Hilfe von fähigen Freunden und Bekannten, sieht es bezüglich einer Gewährleistung schwarz aus. Kommt es zu einem Unfall und zeigt sich eine nicht fachgerechte Montage, kann dies den Versicherungsschutz kosten. In den meisten Fällen ist der Gang zum Profi deshalb die bessere Wahl. Nur bei nicht sicherheitsrelevanten Kfz-Teilen beispielsweise im Interieur sollte es keine Probleme geben.

Bei moderner Elektrotechnik kaum möglich

Was erschwerend hinzu kommt: Moderne Fahrzeuge verfügen über immer mehr elektronische Systeme. Kommt es hier zu einem Ausfall, kann ein privater Schrauber kaum etwas ausrichten. Es verwundert nicht, dass der Beruf des Kfz-Mechanikers längst zum Kfz-Mechatroniker umgewandelt wurde. Zukünftig werden Verbraucher mit ihrem Kfz immer häufiger von einer Fachwerkstatt abhängig, falls es zu Problemen in der Elektronik kommt.

Hinzu kommt: Innovationen wie Solarmodule für den Antrieb oder das autonome Fahren wirken auf den ersten Blick reizvoll, machen eigene Reparaturen und Wartungen jedoch zunehmend unmöglich. Wer neu im Land ist, kein Netzwerk und Bekannte hat, die einen mit Rat und Tat unterstützen können, hat es immer schwerer, sich um Abhilfe zu kümmern. Besonders schwierig wird das Unterfangen, wenn man kein Deutsch kann. Was in englischsprachigen Ländern – Weltsprache – selten eine Herausforderung ist für die meisten Einwanderer, kann in Deutschland eine echte Herausforderung sein. (dd)

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