Computer, Arbeit, Schreibtisch, Maus, Tastatur, Hand
Arbeit am Computer © f_mafra @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Berlin

Deutsche Start Up-Hauptstadt zieht immer mehr Menschen aus dem Ausland an

Alleine im ersten Halbjahr 2019 haben Berliner Start Ups von Investoren mehr als 2,8 Milliarden Euro eingesammelt. Berlin wird immer mehr zum europäischen Silicon Valley und wird dadurch auch für immer mehr Menschen aus dem Ausland interessant.

Mittwoch, 04.09.2019, 0:16 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 04.09.2019, 10:20 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

So hat eine Befragung ergeben, dass sich auch viele Mädchen mit Migrationshintergrund vorstellen können, im technischen Bereich rund um das Thema IT zu arbeiten. Doch nicht nur Mädchen, sondern auch junge Männer mit Migrationshintergrund bringen viele wertvolle Kompetenzen mit. Sie sind flexibel, haben Sprachtalent und freuen sich auf neue Aufgaben und Herausforderungen.

Vielfältige Möglichkeiten in der IT

Die IT-Branche bietet unzählige Möglichkeiten, um zu arbeiten, seien es handwerkliche, ingenieurswissenschaftliche oder eben konkrete Tätigkeiten im Bereich Software und Programmieren.

Experten gehen davon aus, dass in Deutschland noch viel Potenzial im Start Up-Bereich liegt, gerade in den Bereichen Mobilität, Industrie, Hardware und das Internet der Dinge. Neben verschiedenen Online-Dienstleistungen und Plattformen wächst auch der App-Markt konstant. Es gibt mittlerweile kaum mehr eine Nische, für die nicht bereits eine App entwickelt wurde und selbst in den Nischen wächst das Angebot. Ob Apps für Jäger wie „Erfolgreiche Blattjagd“ oder der Casino Bereich, jetzt zum Beispiel auch mit Tipico, das als App verfügbar ist – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Selbst Apps, mit denen Bewerber ihre Bewerbungen an Unternehmen verschicken können, gibt es schon.

Weitere deutsche Start Up-Städte

In Berlin sitzen die Ideenschmieden und auch in anderen deutschen Städten wächst der Start Up-Markt, darunter:

  • Hamburg
  • München
  • Köln
  • Leipzig
  • Stuttgart

Start Up-Motor Berlin: Wo alle sich gegenseitig helfen

Rund 443 Start Ups wurden alleine im Jahr 2018 in Berlin gegründet. Mit Start Up ist in dem Fall ein Geschäft gemeint, das an einer innovativen Idee arbeitet und ein großes Wachstumspotenzial hat. Da es in Berlin viele Inkubatoren und Gründungszentren gibt, die bei der Gründung helfen und das Wachstum beschleunigen können, ist die Stadt bei jungen Unternehmen so beliebt.

Auch das große Angebot an Co-Working Spaces macht Berlin so besonders. Unternehmer aus aller Welt kommen in diesen Zentren zusammen, arbeiten gemeinsam, tauschen sich über ihre Ideen aus und strotzen nur so vor Kreativität. Da Berlin so international ist, spricht in der Start Up-Szene jeder Englisch, weshalb auch Menschen ohne Deutschkenntnisse in Berlin Fuß fassen können. Immer mehr Hubs bilden sich, in denen sich Start Ups zusammentun, um gegenseitig von Kompetenzen, Know How, Ideen und Hilfestellungen profitieren zu können. Diese Entwicklung hat noch lange nicht ihr Ende erreicht und wird auch in den nächsten Jahren so weitergehen.

Der internationale Ruf Berlins zieht weitere Unternehmen an

Der Ruf der Stadt hat sich längst über Deutschland hinaus getragen. Aus vielen Ländern kommen immer mehr gut ausgebildete Kräfte, so zum Beispiel viele junge Türken, die vor Erdogan aus ihrer Heimat fliehen.

Dass Berlin so viele qualifizierte Kräfte anzieht führt auch dazu, dass viele große Unternehmen dort ihr Recruiting betreiben. Sie lassen sich dort nieder, suchen nach Personal und werden schnell fündig:

  • Zalando
  • BASF
  • Rolls Royce
  • EON

Sie alle haben Dependancen in der Hauptstadt oder gleich ihren ganzen Firmensitz vor Ort und hoffen auf neue, gut ausgebildete, internationale Mitarbeiter.

Berlin hui, deutsche Bürokratie pfui

Wer aus dem Ausland nach Berlin kommt, kann sich dort auf ein internationales, kreatives Umfeld freuen, das praktisch auf neue Ideen wartet. Einzig die deutsche Bürokratie kann zum Teil ziemlich ermüdend sein – wenn die Umsetzung von Ideen aufgrund von zahlreichen Regeln, langen Wegen und vielen Hürden verzögert wird.

Durch gemeinsames Arbeiten zusammenwachsen

Jeder zweite Berliner Start Up Mitarbeiter kommt aus dem Ausland, was die Zusammenarbeit sowohl beflügeln als auch vor Herausforderungen stellen kann. Schließlich treffen verschiedene Kulturen aufeinander, die dem jeweils anderen vielleicht völlig fremd sind. Aber genau das ist auch das Schöne.

Dadurch, dass alle an einem Strang ziehen und auf dasselbe Ziel hinarbeiten, findet in den Berliner Ideenschmieden auch ganz viel interkultureller Austausch statt, der Verständnis und Toleranz schafft. Davon profitieren alle und zwar nicht nur in der IT-Branche. Vorteile abzubauen ist über die Arbeit gut möglich und in Berlin auch an einigen Stellen außerhalb der Start Up-Welt immer noch nötig. (dd)

Zurück zur Startseite
MiGAZIN ABONNIEREN (mehr Informationen)

MiGAZIN wird von seinen Lesern ermöglicht. Sie tragen als Abonnenten dazu bei, dass wir unabhängig berichten und Fragen stellen können. Vielen Dank!

WEITERE INFOS
MiGLETTER (mehr Informationen)

Bestelle jetzt den kostenlosen MiGAZIN-Newsletter:

Auch interessant
MiGDISKUTIEREN (Bitte die Netiquette beachten.)