EU-Asylagentur

Weniger Asylgesuche in Europa

Die Zahl der Asylbewerber in Europa sind 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent zurückgegangen. Der Anteil der Syrer unter den Schutzsuchenden hat EU-Asylagentur EASO zufolge besonders stark abgenommen.

Die Asylbewerberzahlen in Europa gehen weiter zurück. 2018 wurden in den 28 EU-Ländern sowie in Norwegen und der Schweiz 634.700 Gesuche auf internationalen Schutz gestellt und damit zehn Prozent weniger als 2017, teilte die im maltesischen Valletta ansässige EU-Asylagentur EASO [1] am Mittwoch mit. Dabei handele es sich um vorläufige Daten. 2017 und 2016 waren die Zahlen laut EASO demnach bereits geringer als im jeweiligen Vorjahr gewesen, der derzeitige Stand ähnele dem des Jahres 2014. Als „Höhepunkt“ der sogenannten Flüchtlingskrise gelten die Jahre 2015 und 2016.

Bürger aus dem Iran, der Türkei, Venezuela und mehreren anderen Staaten hätten entgegen dem Trend 2018 mehr Gesuche gestellt als im Vorjahr, teilte EASO mit. Der Anteil der Syrer unter den Schutzsuchenden hat den Zahlen zufolge stark abgenommen. Während 2015 und 2016 mehr als jeder vierte Antragsteller aus dem Bürgerkriegsland gestammt habe, so habe dies 2018 noch für mehr als jeden Zehnten gegolten. Zahlen für einzelne Aufnahmeländer, also die 28-EU-Länder plus Schweiz und Norwegen, enthält der Bericht nicht.

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Insgesamt wurde 2018 laut EASO im Vergleich mit dem Vorjahr weniger Schutzsuchenden Schutz zugesprochen: Die Anerkennungsquote sei von 40 Prozent auf 34 Prozent gefallen, wobei es um erstinstanzliche Verfahren ging. Menschen aus Syrien, Jemen und Eritrea hatten demnach die höchsten Anerkennungsraten, die niedrigsten Raten wurden für Antragsteller aus Gambia und Georgien verzeichnet. (epd/mig)