Wirtschaft

DIHK-Präsident dringt auf Gesetz zur Fachkräftezuwanderung

Dem Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages zufolge ist der Fachkräftemangel das zentrale Problem für die deutsche Wirtschaft. Er fordert die Bundesregierung auf, das geplante Fachkräftezuwanderungsgesetz schnell auf den Weg zu bringen.

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, fordert die Bundesregierung auf, rasch das geplante Fachkräftezuwanderungsgesetz auf den Weg zu bringen. „Der Fachkräftemangel ist das zentrale Problem für die deutsche Wirtschaft“, sagte Schweitzer im „Interview der Woche“ des Deutschlandfunks.

In 60 Prozent aller deutschen Unternehmen sei der Fachkräftemangel das Thema Nummer eins. Und vier von zehn Unternehmen müssten inzwischen Aufträge ablehnen. Das sei „die Höchststrafe, die Sie einem Unternehmer antun können“, erklärte der DIHK-Präsident. „Deswegen ist es unglaublich wichtig, dass wir zügig zu einem guten Fachkräftezuwanderungsgesetz kommen.“

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Wichtig sei es vor allem, die bürokratischen Hürden abzubauen, führte Schweitzer aus. Er lobte den Vorschlag von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), ausländischen Fachkräften zu erlauben, auch ohne einen Arbeitsvertrag nach Deutschland zu kommen. Dieses Recht soll auf sechs Monate befristet werden, die Bürger aus Nicht-EU-Staaten für Bewerbungen oder die Anerkennung ihrer Berufsabschlüsse nutzen können. Einen Anspruch auf Sozialleistungen sollen sie in dieser Zeit nicht haben. „Ich finde den Vorschlag, den der Bundesarbeitsminister gemacht hat, gut“, sagte Schweitzer.

Heil hatte am Donnerstag angekündigt, dass er Eckpunkte für das Fachkräftezuwanderungsgesetz nach der Sommerpause vorlegen werde. (epd/mig)