Freiwilligendienst

Sonderprogramm Flüchtlinge endet dieses Jahr

Das Sonderprogramm zur Flüchtlingshilfe im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes soll Ende 2018 auslaufen. Das teilt die Bundesregierung mit. Das Kontingent von 10.000 Freiwilligenstellen pro Jahr sei nicht ausgeschöpft worden.

Das Sonderprogramm zur Flüchtlingshilfe im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes wird nicht verlängert. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung [1] auf eine Anfrage der grünen Bundestagsfraktion hervor, die der Bundestag am Donnerstag veröffentlichte. Nach Angaben des zuständigen Bundesfamilienministeriums wurde das Kontingent von 10.000 Freiwilligenstellen pro Jahr nie ausgeschöpft. Das bis Ende 2018 befristete Programm, das Einheimischen und Flüchtlingen mit guter Bleibeperspektive offensteht, laufe daher wie vorgesehen am 31. Dezember aus.

Von Dezember 2015 bis Mai 2018 wurden dem Bundesfamilienministerium zufolge insgesamt 11.040 Vereinbarungen geschlossen, 4.274 davon mit Geflüchteten. Die Bundesfreiwilligen halfen in Flüchtlingsunterkünften, in Kindergärten, Schulen und bei Freizeitgestaltungen für Kinder. Von den Geflüchteten im Freiwilligendienst waren knapp ein Drittel auch in Arbeitsfeldern jenseits der Flüchtlingshilfe engagiert.

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Das Sonderprogramm war vom Bund und den Ländern im Herbst 2015 beschlossen worden. Ausschlaggebend für das Angebot von 10.000 Plätzen pro Jahr seien die hohen Zuwanderungszahlen sowie das enorme Engagement in der Bevölkerung gewesen, heißt es in der Antwort der Bundesregierung. Für dieses Jahr stehen 40 Millionen Euro zur Verfügung. Im Haushalt 2019 ist keine Förderung mehr vorgesehen. (epd/mig)