Studie

Selbst-Identifikation von jungen Migranten beeinflusst ihre Freundschaften

Die Identifikation als Deutscher oder eine duale Identität wirkt sich einer Studie zufolge förderlich auf Beziehungen mit Schülern mit und ohne Migrationshintergrund aus. Dagegen habe eine ausschließlich ethnische Identität negative Auswirkungen.

Junge Migranten freunden sich in der Schule schneller an, wenn sie sich als Deutsche oder in einer dualen Identität wahrnehmen. Das ergab eine Studie von Psychologen der Universität Leipzig [1] und Soziologen der Universität Mannheim unter mehr als 1.000 Schülern, deren Ergebnisse am Donnerstag in Leipzig verbreitet wurden. Demnach unterscheiden sich Jugendliche mit Migrationshintergrund darin, welche ethnische oder nationale Identität für sie besonders wichtig sei. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Identifikation als Deutscher oder eine duale Identität sich förderlich auf Beziehungen mit Schülern mit und ohne Migrationshintergrund auswirke.

Dagegen wirke sich eine ausschließlich ethnische Identität negativ auf die Beziehungen zu anderen Schülern aus. Damit habe die „ethnische Selbst-Identifikation“ einen wichtigen Einfluss auf die Art von Freundschaften, die diese Jugendlichen in der Schule knüpften, hieß es. „Manche dieser Jugendlichen sehen sich primär als Deutsche, andere primär als Mitglieder ihres Herkunftslandes, und wieder andere vereinen beide Identitäten in sich“, erklärte Philipp Jugert vom Institut für Psychologie der Universität Leipzig. (epd/mig)

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