ifo-Institut

Flüchtlinge positiv für Konjunktur in Ostdeutschland

Einer Prognose des ifo-Instituts zufolge stärkt Flüchtlingsmigration die Konjunktur in Ostdeutschland. Negative Entwicklungen aus der demografischen Entwicklung würden Dank Einwanderung ausgeglichen.

Die nach Ostdeutschland gekommenen Flüchtlinge wirken sich nach einer Prognose des ifo-Instituts [1] günstig auf die Konjunktur aus. Die Flüchtlingsmigration gebe positive Impulse für die ohnehin kräftige Binnennachfrage, teilten die Wirtschaftsforscher am Dienstag in Dresden mit.

Das ifo-Institut rechnet für das laufende Jahr mit einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Ostdeutschland um 1,7 Prozent, in Sachsen sogar um 1,8 Prozent. Für das kommende Jahr wird ein Wachstum von 1,3 Prozent in Ostdeutschland und von 1,5 Prozent in Sachsen vorhergesagt.

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Auch bei der Aussicht für 2017 wirken sich nach den ifo-Berechnungen Migranten günstig für die Konjunktur aus. Dämpfenden Entwicklungen aus der demografischen Entwicklung in Ostdeutschland stünden leicht positive Impulse aus der Zuwanderung aus den mittel- und osteuropäischen EU-Ländern sowie Arbeitsmarkteffekte der Flüchtlingsmigration gegenüber, hieß es.

Die Ökonomen rechnen allerdings damit, dass viele der anerkannten Asylbewerber „vermutlich nicht in Ostdeutschland, sondern in den wirtschaftlich stärkeren Regionen Westdeutschlands nach einer Beschäftigung suchen“. Die Erwerbstätigkeit in Ostdeutschland steigt der ifo-Prognose zufolge in Ostdeutschland in diesem Jahr um 0,3 Prozent und im kommenden Jahr um 0,4 Prozent. (epd/mig)