Polizei ermittelt in alle Richtungen

Unbekannter verübt Brandanschlag auf Hagener Moschee

In Hagen hat ein Unbekannter Feuer in einem Gebetsraum einer Moschee gelegt und ist geflüchtet. Die Polizei schließt einen fremdenfeindlichen Hintergrund nicht aus. Die Moscheegemeinde ist besorgt angesichts steigender Angriffe auf Muslime.

Im Gebetsraum einer Hagener Moschee wurde von einem Unbekannten ein Brandanschlag verübt. Polizeiangaben zufolge war am Samstagmorgen ein junger Mann den Gebetsraum der Moschee eingedrungen. Dort entnahm er einem Regal fünf oder sechs Schulungshefte, zündete sie auf dem Teppich des Gebetsraumes an und floh.

Glücklicherweise lösten die Flammen und der Rauch den Feueralarm aus, so dass der herbeieilende Jugendwart der Moschee das Feuer löschen konnte, ehe es sich ausbreitete. Auf dem Teppich entstand ein Brandfleck. Bei der verdächtigen Person soll es sich um einem jungen Mann im Alter von ca. 20 Jahren handeln. „Die Polizei ermittelt in alle Richtungen“, teilt die Polizei mit. Da ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht auszuschließen sei, habe der Staatsschutz der Hagener Polizei die Ermittlungen übernommen.

Die Moschee gehört dem Verband der Islamischen Kulturzentren. In einer Erklärung verurteilt der Verband den „feigen Anschlag auf das Schärfste“. In letzter Zeit sei ein starker Anstieg von Angriffen auf Muslime und ihren Einrichtungen zu verzeichnen. Die Moscheegemeinde hofft, dass der Täter möglichst schnell gefasst wird. (eb)