Erstes Halbjahr 2014

Starke Einwanderung nach Deutschland

Zum vierten Mal in Folge verzeichnete Deutschland eine zweistellige Zuwachsrate bei den Einwanderungen in einem ersten Halbjahr. Im ersten Halbjahr 2014 zogen rund 667.000 Menschen in die Bundesrepublik.

Nach Deutschland wandern immer mehr Menschen ein. Im ersten Halbjahr 2014 zogen rund 667.000 Menschen in die Bundesrepublik, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das waren 112.000 Zuzüge oder 20 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2013. Damit gab es zum vierten Mal in Folge eine zweistellige Zuwachsrate bei den Einwanderungen in einem ersten Halbjahr.

Gleichzeitig zogen im ersten Halbjahr 2014 rund 427.000 Menschen aus Deutschland fort. Insgesamt hat sich dadurch der Wanderungssaldo von 206.000 auf 240.000 Personen erhöht. Das entspricht einem Plus von 17 Prozent.

Von den insgesamt 667.000 Zugezogen hatten 611.000 Menschen eine ausländische Staatsangehörigkeit. Davon stammten nach den Angaben mit 476.000 Menschen die meisten aus Europa. Die Mehrzahl der ausländischen Zuwanderer (85 Prozent) kam dabei aus Staaten der Europäischen Union. Die Hauptherkunftsländer waren Rumänien (98.000 Zuzüge), gefolgt von Polen (96.000 Zuzüge) und Bulgarien (38.000 Zuzüge). Für Rumänien und Bulgarien trat ab Januar 2014 die vollständige Arbeitnehmerfreizügigkeit in Kraft.

Den stärksten Anstieg unter den europäischen Ländern gab es bei der Einwanderung aus Kroatien (eine Vervierfachung auf 21.000 Menschen) infolge des EU-Beitritts zum 1. Juli 2013. Der Zuzug aus den Südländern der Eurozone, der mit der Finanz- und Schuldenkrise seit 2009 stark zugenommen hatte, war für Spanien mit plus einem Prozent nahezu unverändert, für Griechenland (minus sieben Prozent) war er sogar rückläufig, allerdings stieg er für Italien weiter an (plus 28 Prozent).

Bei den europäischen Staaten, die nicht der EU angehörten, gab es nach Angaben der Statistikbehörde im ersten Halbjahr 2014 die stärksten Zunahmen bei den Zuzügen aus Bosnien und Herzegowina (plus 71 Prozent) sowie aus Serbien (plus 60 Prozent). (epd/mig)