Innenminister Gesprächsbereit

Neuausrichtung der Deutschen Islamkoferenz

Bundesinnenminister Thomas de Maizière möchte gemeinsam mit den islamischen Religionsgemeinschaften die Zukunft der Deutschen Islamkonferenz besprechen. Die Fortführung in der bisherigen Form werde es nicht geben.

Das Ob und Wie der Deutschen Islamkonferenz möchte Bundesinnenminister Thomas de Maizière mit den islamischen Religionsgemeinschaften erörtern. In ihrer bisherigen Form solle die Konferenz jedenfalls nicht fortbestehen, erklärte der Bundesinnenminister einer Meldung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zufolge.

„Eine reine Wiederholung angesichts der Debatten in den vergangenen Jahren halte ich nicht für sinnvoll“, wird de Maizière in der FAZ zitiert. Mit den islamischen Religionsgemeinschaften wolle das Ministerium noch im Januar Gespräche führen, ihre Vorstellungen und Themenwünschen erörtern. Selbst einer Umbenennung der Islamkonferenz stehe der Minister offen gegenüber.

___STEADY_PAYWALL___

Beck: Rechtliche Gleichstellung vorantreiben
Der innenpolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Volker Beck, begrüßt diese Ankündigung: „Es ist zu begrüßen, dass der Innenminister den Weg der Konfrontation und Beleidigung seines Vorgängers verlässt und wieder den Dialog suchen möchte. Die Islamkonferenz muss unbedingt fortgesetzt werden.“

Die Islamkonferenz darf sich nach Beck nicht mehr um die entscheidende Frage herumdrücken: „Sie muss den Weg zu anerkannten und gleichberechtigten Religionsgemeinschaften innerhalb des geltenden Religionsverfassungsrechtes beschreiben. Deshalb sollten Bundestag und Länder daran beteiligt werden“, so der Grünen Politiker abschließend. (eb)