Deutsche Presse

28.07.2012 – Türkei, Beschneidung, Islamunterricht, Moschee, Neonazi, Asyl

Wegen Asyl-Zuschlags zehn Millionen Euro Mehrkosten; Andrang auf Ausbildung zum Islamlehrer; Moschee mit Hakenkreuz beschmiert; Ethikrat befasst sich mit Beschneidung; Schon wieder Nazi-Akten verschwunden; Schüler singen bei Abschlussfeier Nazi-Lied; Anschlag der PKK: Zwei türkische Soldaten getötet

Die Themen des Tages sind:

Asylbewerber bekommen künftig mehr Geld. Dies trifft vor allem die Kommunen. Sie fühlen sich mit dieser Aufgabe schon seit Jahren alleingelassen – und wollen jetzt das Land in die Pflicht nehmen.

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Das neue Schulfach islamischer Religionsunterricht hat einen großen Andrang auf den Studiengang „Islamische Religionslehre“ an der Universität Münster ausgelöst.

Die islamfeindliche Partei „Die Freiheit“ veranstaltet am Samstag in Hannover ihren Bundesparteitag. Die etablierten Parteien protestieren gemeinsam – ein wenig spät.

Erneut haben Unbekannte einen Anschlag gegen eine Moschee in Berlin verübt. Dieses Mal beschmierten sie die Fassade einer Moschee in Mitte mit einem Hakenkreuz, wie die Polizei mitteilte.

Das Streitthema Beschneidung beschäftigt nun auch den Ethikrat. Am 23. August wird sich das unabhängige Expertengremium mit der Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen befassen, wie es am Freitag hieß.

In Thüringen ermittelt eine Soko gegen die Neonazi-Kameradschaft „Thüringer Heimatschutz“, zu der auch das Zwickauer Trio zählte. Zwei Jahre später wird die Sonderkommission aufgelöst. Ihre Existenz wird im Zuge der Ermittlungen um die Pannen bei den Nachforschungen zum Neonazi-Trio verschwiegen.

Eine Schulklasse singt bei der Abschlussfeier das Lied einer Nazi-Band. Na und?, fragen jetzt viele, und genau das ist das Problem.

Die Kurden in Syrien haben schon die Kontrolle über Teile ihrer Heimatregion im Norden des Landes übernommen. Die Regierung in Ankara blickt mit zunehmender Sorge auf die Entwicklungen jenseits der Grenze – und droht.

Die Unterstützung der Türkei für die syrischen Aufständischen ist offenbar größer als bisher bekannt. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge soll das Land gemeinsam mit Katar und Saudi-Arabien einen Stützpunkt in Adana eingerichtet haben.

Ein dritter Soldat und ein Zivilist seien bei der Detonation im Südosten der Türkei verletzt worden. Der Sprengstoff sei am Straßenrand in der Nähe von Militärbaracken versteckt gewesen.

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