TV-Tipps des Tages

09.05.2011 – Russisch, Afghanistan, Kirchen, Islam, Asbach, Integration

Die TV-Tipps des Tages sind: Russisch, bitte!; Alles wird gut in Afghanistan – oder?; Was in dänischen Kirchen schon weit verbreitet ist; Allah kam auch bis Asbach-Bäumenheim – Thema „Auf dem Land“.

Russisch, bitte!
Russisch lernen vom Fernsehsessel aus! Eine nützliche Einführung beispielsweise für Touristen, die nach Russland reisen wollen. (07:45-08:15 • BR-alpha)

Horizonte
Alles wird gut in Afghanistan – oder? – Droht uns ein neuer Kampf der Kulturen? Moderation: Meinhard Schmidt- Degenhar.

___STEADY_PAYWALL___

Während Afghanistan weiterhin ein Pulverfass bleibt, fordern neue weltpolitische Krisenherde den Westen heraus. Die Aufstände in vielen arabischen Ländern gegen die Diktatoren bringen den Westen in ein Dilemma: Soll man intervenieren, um die Aufständischen zu unterstützen, oder könnte nach einem militärischen Eingreifen die prowestliche Stimmung unter der Bevölkerung rasch wieder kippen?

Westliche Soldaten in einem islamischen Land: Nach Afghanistan und Irak schien man im Westen vorsichtiger geworden zu sein. Denn allzu präsent ist in diesen Ländern noch das Bild der Westmächte, die den islamischen Ländern ihre Kultur aufzwingen wollen. Gerade Terrororganisationen wissen daraus Kapital zu schlagen. Mit Religion lassen sich Menschen mobilisieren. Zudem ist noch unklar, wer für wen und was kämpft und von welchen Motiven der Westen in diesem Konflikt wirklich geleitet ist.

Weiter im Blickfeld bleibt der Krisenherd Afghanistan, wo die Bundeswehr ihren Einsatz ausweitet, die Lage jedoch nicht wirklich besser geworden ist. Drohen die aktuellen Konflikte die Fronten zwischen islamischer und westlicher Welt zu verhärten? (08:30-09:00 • HR)

Himmel und Erde
Psalmgesänge für Babies
Was in dänischen Kirchen schon weit verbreitet ist, soll sich nun auch in Berlin etablieren: Eltern singen gemeinsam mit ihren Kindern im Alter zwischen 0 und 18 Monaten, jeder so gut er kann…

Von St. Petri zum Interreligiösen Zentrum
Wenn die Kirchen von etwas mehr als genug haben, dann sind es Gebäude. Als im Zuge der archäologischen Grabungen rund ums Rote Rathaus die Fundamente der gesprengten Reste St. Petris gefunden wurden, war man sich schnell einig: Eine weitere Kirche braucht man hier nicht. – Aber vielleicht ein Interreligiöses Zentrum?

Entdeckung in Schöneweide: Das Café WASCHBAR
Werkstätten, in denen Menschen mit Behinderungen arbeiten können, gibt es viele. Doch in den meisten dieser Einrichtungen bleiben die Behinderten unter sich – von Integration keine Spur. Anders im Café WASCHBAR.

Zwischen den Welten
In Berlin hat ein Mann aus Libyen vor Jahren politisches Asyl gefunden. Nun aber packt er alle zwei Wochen seine Koffer, um in seinem Heimatland gegen den Diktator Gaddafi zu kämpfen. Ein Pendler zwischen der Familie in Berlin-Spandau und der Front in Libyen.

Neuer Rektor am Canisius-Kolleg
Klaus Mertes, Rektor des Canisisus-Kollegs, der die Aufklärung der Missbrauchsfälle im Jesuiten-Orden ins Rollen brachte, wechselt zum Herbst an eine andere Ordensschule. Das Amt des Rektors in Berlin übergibt er schon jetzt an Pater Tobias Zimmermann. (10:15-10:45 • RBB Berlin, RBB Brandenburg)

Dorfgeschichten
Allah kam auch bis Asbach-Bäumenheim – Thema „Auf dem Land“.

Ein kleiner Ort im Donauries. 4.500 Menschen leben in Asbach-Bäumenhein, sie stammen aus 39 unterschiedlichen Nationen, mehr als 300 Einwohner sind türkischer Abstammung.

Viele Frauen tragen Kopftuch, viele Männer der ersten Generation können schlecht deutsch – und doch scheint hier etwas anders, besser zu laufen als in Großstädten mit einem vergleichbar hohen Anteil an Migranten.

Mehrere Wochen drehte ein Team des Bayerischen Rundfunks in Asbach-Bäumenheim, beobachtete das Leben der Türken, die zum Teil seit Mitte der 60er-Jahre hier ansässig sind. Der Film von Frieder Käsmann zeigt die Geschichte einer erfolgreichen Integration. Alte und Junge, Deutsche und Türken kommen in dem Film zu Wort, erzählen von früher und heute, von Nähe und Distanz. Der Film zeigt vor allem die Gegenwart, in der die meisten der türkischen Einwohner ein eigenes Häuschen besitzen, ganz normal hier leben und arbeiten, beten und feiern. Viele sind nun schon in der dritten Generation hier, sie können sich ein Leben außerhalb von Asbach-Bäumenheim oder gar in der Türkei nicht mehr vorstellen. (14:15-15:00 • BR-alpha)