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Migration und Integration in Deutschland

Die Zerteilung der Arbeit in kurze und ständig zu wiederholende, gleichförmige Handgriffe ermöglicht es, Arbeiter ohne Qualifikation und ohne Kenntnis der deutschen Sprache einzusetzen; die Art der Arbeit erfordert es vielleicht sogar.

Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

Meinung


Strohfeuer für „Ungenutzte Potenziale“

9. März 2009 | Von Hans Werth | 2 Kommentare

Das mediale Strohfeuer um die Integrationsstudie ist erloschen. Geblieben ist der Rauch, der klare Sicht auf „prominente“ Hintergründe verstellte. Wer Datum und Inhalt einiger wichtiger Belege reflektiert, wird über die Benutzung „Ungenutze Potenziale“ erstaunt sein.

Ausländerkind

Meine knifflige Integrationsgeschichte

6. März 2009 | Von Sophia Adam | 8 Kommentare

Es heißt, das Hauptproblem sei, dass sich die Menschen mit Migrationshintergrund nicht ausreichend integrieren würden. Was bedeutet Integration? Es bedeutet, dass man die Sprache lernt, sich Kenntnisse über das Land und die Geschichte aneignet und vielleicht auch noch arbeitet.

HRW-Bericht

Überrasschendes Presseecho

4. März 2009 | Von Engin Karahan | Keine Kommentare

Das Presseecho auf den Bericht „Diskriminierung im Namen der Neutralität“ von Human Rights Watch (HRW) war erfreulich, aber auch überraschend. Keines der bundesweit erscheinenden Zeitungen hat den Bericht unbeachtet bei Seite geschoben. An teilweise prominenter Stelle wurden die Ergebnisse der Studie mal mit mehr, mal mit weniger Kritik mit dem Leser geteilt.

Rechtsstreit um Theologieprofessor

Wer lehren will muss glauben

2. März 2009 | Von Engin Karahan | 2 Kommentare

Mohammed-Leugner fürchtet um sein Leben„, „Kalisch passt dem Rat der Muslime nicht„, „Muslime beenden Zusammenarbeit mit Kalisch“ und „Wer droht bekommt recht„; das waren nur einige der Titel, die im letzten Jahr Ende September im Fall Kalisch die Beiträge schmückten. Wer nun nach dem BVerfG-Urteil zu Lüdemann gehofft hat, in den Genuss eines Deja-vus zu kommen, wurde wohl enttäuscht. Die Medien glänzten diesmal in der Regel mit an Sachlichkeit kaum zu überbietenden Titeln:

In der Schule

Anja ist die schlechteste

26. Februar 2009 | Von Ekrem Senol | 16 Kommentare

Eine fiktive Geschichte einer unmöglichen Lehrerin und der kleinen Anja, die jegliche Lust und Motivation an der Schule verliert weil Sie zu Unrecht als Verliererin und als die schlechteste Schülerin der Schule bezeichnet wird. Fortan hänseln und belästigen ihre MitschülerInnen Sie als doof, unwillig und unfähig.

Politik

Diskriminierung im Namen der Integration?

23. Februar 2009 | Von Bekir Altas | Keine Kommentare

Diskriminierungen sind entscheidende Hindernisse bei der Integration von Migrantinnen und Migranten in die Aufnahmegesellschaft. Die Integrationspolitik wird zwangsläufig fehlschlagen, sind sich Migrations- und Integrationsforscher einig, wenn die Gleichheit für alle Mitglieder der Gesellschaft, einschließlich der Minderheiten und Zuwanderer, nicht gewährleistet wird.

Raten und Quoten

Ein Hoch auf Geburten und Hausfrauen

18. Februar 2009 | Von Ekrem Senol | 2 Kommentare

Kurz nachdem Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen am Montag (16.02.2009) höchst erfreuliche Zahlen aus dem Familienreport 2009 vorgestellt hatte, stieg die Moral in Deutschland. Doppelmoral machte sich breit.

Große Helfer im Stillen

Migrantenorganisationen in Deutschland

17. Februar 2009 | Von Engin Karahan | 2 Kommentare

Nur selten wird die Öffentlichkeit auf sie aufmerksam. Sie werkeln nicht im Verborgenen, aber doch oftmals unbeachtet von der Allgemeinheit. Entweder weil sie nur regional tätig sind, nur eine bestimmte Zielgruppe im Auge haben oder einfach nur ihren gesellschaftlichen Beitrag leisten, ohne sich in jede anbietende Pseudo-Debatte einzuschalten – die meisten von ihnen fallen nicht auf. Die Rede ist von Migrantenselbstorganisationen, Institutionen die hauptsächlich von Migranten gegründet und betrieben werden, ohne sich aber unbedingt mit dem Thema „Migration“ beschäftigen zu müssen.

Wirtschaft

Das neue „Made in Germany“

16. Februar 2009 | Von Bekir Altas | Keine Kommentare

Vor wenigen Wochen hatte das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung in einer Studie die Lage der Integration in Deutschland untersucht und im Ergebnis die Herkunft der Zuwanderer und ihre Ethnie ursächlich für das Abschneiden des Integrationserfolgs, bzw. –misserfolgs erklärt. Türkischstämmige Personen seien dabei die mit Abstand am schlechtesten integrierte Migrantengruppe, lautet der Haupttenor der Studie.

Ungleiche Potenziale

Studie verzerrt die Lage der Integration in Deutschland

28. Januar 2009 | 3 Kommentare

Laut einer Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung sind Türken mit Abstand die am schlechtesten integrierte Migrantengruppe. Seit Veröffentlichung der Studie scheint das weit verbreitete Vorurteil, Türken seien integrationsunwillig, bestätigt zu sein. Print- wie Rundfunkmedien heben das schlechte Abschneiden der Türken hervor und vermitteln, als sei die Herkunft ursächlich für das Abschneiden der jeweiligen Migrantengruppen. Bei näherer Betrachtung der Studie werden allerdings Verzerrungsfaktoren deutlich, die maßgeblich für die Resultate der Studie und das Ranking der Migrantengruppen sind.

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