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Migration und Integration in Deutschland

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Das Beitragsaufkommen [in den Rentenversicherungen beträgt] auf Grund der Beschäftigung der ausländischen Arbeitnehmer jährlich rd. 1,2 Milliarden DM, während sich die Rentenzahlungen an ausländische Arbeitnehmer jährlich auf rd. 127 Millionen DM, also etwa ein Zehntel, belaufen.

Ludwig Kattenstroth, Staatssekretär im Arbeitsministerium, März 1966, Bundesvereinigung der Dt. Arbeitgeberverbände

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verfassungsschutz, nazis, nsu, mord, vs, neonazis
Interview mit NSU-Nebenklage

„Aufklärung nur mit Auseinandersetzung staatlicher Mitverantwortung.“

4. Juli 2018 | Von Gomolla, Kollender, Menk | Keine Kommentare

Die AnwältInnen Seda Başay-Yıldız und Carsten Ilius vertreten Adile Şimşek und Elif Kubaşık als NebenklägerInnen im kurz vor Urteilsverkündung stehenden NSU-Prozess. Im Interview sprechen sie über die Bedeutung von institutionellem und strukturellem Rassismus bei den Ermittlungen, das Unterstützungsnetzwerk des NSU, Leerstellen bei der juristischen Aufarbeitung der rechtsextremen Taten sowie notwendige Ansatzpunkte, um Rassismus auf unterschiedlichen Ebenen zu begegnen.

Esther Bejarano, Kutlu Yurtseven, Bühne, Rassismus
Interview

„Wir wünschen uns, dass Ihr auch in Zukunft Widerstand leistet“

12. Februar 2018 | Von Gomolla, Kollender, Menk | Keine Kommentare

Die Ausschwitz-Überlebende und Sängerin Esther Bejarano sowie der Rapper und Sozialarbeiter Kutlu Yurtseven stehen seit zehn Jahren im Kampf gegen Rassismus und Rechtsextremismus gemeinsam auf der Bühne. Im Interview sprechen sie über ihre Motivationen, Kontinuitäten des Rassismus sowie (künstlerischen) Widerstand.

Berlin, Flüchtlinge, Trauer, Pariser Platz
Nach dem Anschlag in Berlin

Keine einseitigen Vereinfachungen zulassen

22. Dezember 2016 | Von Ellen Kollender | Ein Kommentar

Als am Montagabend ein Lastwagen in den Charlottenburger Weihnachtsmarkt fuhr und dabei zwölf Menschen tötete und Dutzende verletzte, saß ich auf der Verleihung des Integrationspreises der Bundesregierung im Bundeskanzleramt. Es war eine friedliche Veranstaltung – während nur wenig Kilometer weiter viele Menschen durch einen Gewaltakt starben …

Jane Grote, Ellen Kollender, kolumne, migazin, ohne migrationshintergrund
Kolumne ohne Migrationshintergrund

„Die Flüchtlinge“, „die Rassisten“ und „Wir“

14. September 2015 | Von Kollender, Grote | Ein Kommentar

Zu den rassistischen Ausschreitungen in Heidenau, Tröglitz und andernorts haben viele Promis klar Position bezogen – „Pack“, „Vollidioten“, „Dumpfbacken“. Doch welches Rassismus-Verständnis kommt hier eigentlich zum Ausdruck? Und welche Schwierigkeiten gehen mit der Konjunktur des deutschen ‚Helfer-Wirs‘ einher? Zu den Ambivalenzen im Flüchtlingsdiskurs.

UN, Vereinte Nationen, United Nations, New York
Staatenbericht

Wenn die Vereinten Nationen von Rassismus sprechen – und Deutschland nicht

18. Juni 2015 | Von Ellen Kollender | Keine Kommentare

Im Mai wurde die Anti-Rassismus-Politik Deutschlands durch die internationale Gemeinschaft umfassend beleuchtet. Die Bundesregierung hatte dem Anti-Rassismus-Ausschuss der Vereinten Nationen in Genf ihren turnusgemäßen Staatenbericht zur Umsetzung des internationalen Übereinkommens gegen rassistische Diskriminierung vorgelegt. Obwohl der Ausschuss diesbezüglich auf akute gesellschaftliche Problemlagen hingewiesen hat, fristet das Übereinkommen auch fast ein halbes Jahrhundert nach dessen Unterzeichnung in Deutschland ein Schattendasein. Was hat das Schweigen über die Anti-Rassismus-Konvention hierzulande mit dem allgemeinen gesellschaftlichen Schweigen über Rassismus zu tun? Ein Kommentar.

Jane Grote, Ellen Kollender, kolumne, migazin, ohne migrationshintergrund
Kolumne ohne Migrationshintergrund

Wie Rassismus über das Leistungsprinzip aus der Mitte spricht

8. Juni 2015 | Von Kollender, Grote | 12 Kommentare

Rassismus ist vielfältig. Über unterschiedliche Kanäle, Logiken und Diskurse bahnt er sich seinen Weg in die Mitte der Gesellschaft. Aktuell findet er besonders über das Leistungsprinzip, das Menschen primär nach ihrem wirtschaftlichen ‚Nutzen‘ bewertet, eine sagbare Ausdrucksform – und irritiert darüber mitunter selbst diejenigen, die sich eigentlich gegen rassistische und diskriminierende Zuschreibungen positionieren wollen.

Jane Grote, Ellen Kollender, kolumne, migazin, ohne migrationshintergrund
Kolumne ohne Migrationshintergrund

Diskriminierende und rassistische Sprachgewohnheiten – eine Selbstbeobachtung

31. März 2015 | Von Kollender, Grote | 24 Kommentare

Die eigene Sprache überdenken, weil sie Rassismen transportiert? Ellen Kollender und Janne Grote sind im beruflichen und alltäglichen Umgang mit dieser Frage häufig auf Abwehr gestoßen. Zum Auftakt ihrer neuen MiGAZIN-Kolumne versuchen sie sich an einer Systematik ‚weißer‘ Abwehrstrategien und schlussfolgern: Es fehlt an einer Haltung, in der sich die kritische Reflexion von Sprache mit der Frage nach damit verbundenen Diskriminierungsverhältnissen verbindet.

NSU-Opferanwalt Daimagüler

„Wir brauchen eine stärkere Auseinandersetzung mit institutionellem Rassismus“

12. September 2014 | Von Ellen Kollender | 3 Kommentare

Der Anwalt Mehmet Gürcan Daimagüler vertritt im NSU-Prozess die Angehörigen von zwei Mordopfern. Mehr als ein Jahr nach Prozessbeginn zieht er ein gemischtes Zwischenfazit und fordert eine verstärkte Auseinandersetzung mit institutionell verankertem Rassismus.

Abschiebehaft in der EU

Asylrechtliche Grauzonen für nicht rückführbare Geflüchtete

15. April 2014 | Von Ellen Kollender | Ein Kommentar

Der Europäische Flüchtlingsrat weist in einer aktuellen Studie darauf hin, dass sich EU-weit zahlreiche Geflüchtete in Abschiebehaft befinden, obwohl sie nicht in ihre Herkunftsländer rückgeführt werden können. Ellen Kollender über juristische Grauzonen und Verantwortung.

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