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[Die Verhinderung der Sesshaftmachung] würde den Vorteil haben, dass das Interesse an einer Familienzusammenführung zurückgeht und damit uns erheblich geringere Infrastrukturkosten entstehen würden.

Ein Vertreter der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Weber, 1974

#HalleZusammen

16.000 Menschen bei Konzert nach Anschlag in Halle

Zusammenrücken und Flagge zeigen: Mit einem Gedenkkonzert hat Halle am Samstag der Opfer des Anschlags gedacht. Bis zu 16.000 Menschen versammelten sich auf dem Marktplatz.

Einwanderung, Menschen, Versammlung, Demonstrattion
Menschen - Versammlung (Symbolfoto) © TheBigTouffe auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Mehrere Tausend Menschen haben am Samstag bei einem Gedenkkonzert Solidarität mit den Opfern des Anschlags in Halle bekundet. Wie ein Polizeisprecher am Sonntag auf Anfrage sagte, waren zeitweise rund 16.000 Gäste auf dem Marktplatz in Halle versammelt. Das Programm startete am frühen Nachmittag mit rund 5.000 Besuchern. Die Veranstaltung mit Musikern wie Alice Merton, Max Giesinger, Joris sowie Mitgliedern des MDR-Rundfunkchores und der Oper Halle ging bis in den späten Abend.

Veranstalter waren der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR), die Sender Radio Brocken, 89.0 RTL, Radio SAW, Rockland und die in Halle erscheinende „Mitteldeutsche Zeitung“ gemeinsam mit der Stadt Halle. Das Konzert stand unter der Überschrift „#HalleZusammen – Schulterschluss für ein tolerantes und friedliches Miteinander“.

Für ein friedliches Miteinander

Neben den Auftritten der Ensembles und Künstler waren auch Gespräche geplant. Die Veranstalter wollten nach eigenen Angaben „ein starkes Signal für ein offenes und friedliches Miteinander und eine Botschaft gegen Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus setzen“.

Bei dem antisemitisch und rechtsextremistisch motivierten Anschlag am 9. Oktober in Halle wurden eine 40-jährige Frau und ein 20-jähriger Mann erschossen. Auf der Flucht schoss der Täter auf eine weitere 40-Jährige und einen 41-Jährigen, die dabei schwer verletzt wurden. Der schwer bewaffnete Mann hatte zuvor versucht, in die Synagoge einzudringen, was misslang. Zum höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur hatten sich dort zu diesem Zeitpunkt insgesamt 51 Gläubige versammelt. (epd/mig)

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