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Finanzielle Hürden nach der Einwanderung meistern

Die Migration innerhalb und nach Europa ist ein großes Thema. Vor allem innerhalb der EU-Staaten findet eine Bewegung statt, die viele nicht ahnen, denn die offenen Grenzen sorgen auch für einen Austausch von Arbeitskräften. Doch selbst als EU-Bürger ist es nicht so einfach in einem EU-Land Fuß zu fassen. Vor allem die finanziellen Hürden sind bei der Einwanderung nicht zu unterschätzen, vor allem, wenn noch keine Aussicht auf einen fixen Job besteht.

Unterschiedliche Auflagen je nach Herkunftsland

Einige EU-Länder, wie Österreich, haben die Auflagen, dass ein Einwanderer, der noch keinen fixen Arbeitsplatz in Österreich hat, ein Grundkapital besitzen muss, damit er mindestens drei Monate für sich sorgen kann, ohne auf staatliche Hilfe angewiesen zu sein. Daher ist es empfehlenswert, bevor geplant wird in ein Land auszuwandern, sich bereits vorher um einen Job zu kümmern. Qualifizierte Arbeitskräfte finden im Schnitt innerhalb eines halben Jahres in einem der EU-Länder einen Job.

Schwieriger ist es, wenn man jemand kein Bürger der EU ist. In diesem Fall ist eine Einwanderung ohne vorher einen Asylstatus zu haben, nur dann möglich, wenn man nachweisen kann, dass man als Fachkraft im Land benötigt wird. In jedem Fall ist eine Einwanderung deutlich einfacher, wenn bereits ein Job in Aussicht ist, selbst als EU-Bürger sind die finanziellen Hürden deutlich geringer.

Wohnungssuche und Einrichtung der ersten Wohnung

Obwohl mit einem fixen Job das Budget deutlich kleiner ausfallen kann, muss in jedem Fall ein gewisses Startkapital bei der Einwanderung in neues Land vorhanden sein. Für die Wohnungssuche wird vor allem in Deutschland immer häufiger ein Nachweis für einen fixen Job bzw. eine Bankgarantie benötigt, die bestätigt, dass der potenzielle Mieter ein gewisses Kapital auf dem Konto hat, damit er seine Miete für die nächsten Monate zahlen kann. Ohne einen solchen Nachweis hat man oft nicht einmal eine Chance, die Wohnung zu besichtigen.

Wird eine Wohnung in Aussicht gestellt, sind in der Regel bis zu drei Monatsmieten zu hinterlegen. Je nach Größe der Wohnung kann das durchaus bis zu mehreren Tausend Euro betragen und dann fehlt meist noch die Wohnungseinrichtung. Zwar gibt es Mietverhältnisse mit teilweise möblierten Wohnungen, doch ist dann für die Möbel meist eine Ablöse zu bezahlen, die je nach Zustand der Einrichtung wiederum mehrere Tausend Euro betragen kann.

Dadurch kann alleine der Bezug einer neuen Wohnung bis zu mehreren Tausend Euro kosten.

Anerkennungen von Dokumenten und Abschlüssen

Weitere finanzielle Hürden drohen bei der Anerkennung von Dokumenten bzw. Abschlüssen. EU-Bürger haben es hier wiederum leichter, doch auch sie müssen zumindest mit den Verwaltungskosten rechnen. Zusätzlich können dann noch Kosten hinzukommen, wenn etwa Prüfungen abgelegt werden müssen, um nachträglich Beweise für die fachliche Qualifikation zu erbringen.

Lebenshaltungskosten im Blick

Zusätzlich zu den Startkosten kommen rasch die ersten Lebenshaltungskosten hinzu. Lebensmittel, Versicherungen und vieles mehr zehrt am Budget, was viele ohne zusätzliche Finanzierung nicht stemmen können. Auf der Suche nach günstigen und unkomplizierten Finanzierungsmöglichkeiten werden Zuwanderer mit Sicherheit auch auf Minikredite mit kurzen Laufzeiten stoßen, da herkömmliche Bankkredite strenge Bonitätskriterien haben. Solche Mini-Darlehen sind mittlerweile unkompliziert zu bekommen, wenn man als Kreditnehmer bereits einen Job und damit ein fixes Einkommen vorweisen kann. Trotzdem sollten sie nur in Anspruch genommen werden, wenn auch die Rückzahlung gesichert ist, um keine Verschuldung zu riskieren. (dd)