- MiGAZIN - http://www.migazin.de -

Bundesliga als Sprungbett für junge Talente aus dem Ausland

Migration ist immer noch ein großes Thema in Deutschland, welches kontrovers diskutiert wird. Wie gut das multikulturelle Zusammenleben funktionieren kann, beweist die Bundesliga Jahr für Jahr auf ein Neues. Unzählige Kicker aus den verschiedensten Nationen kämpfen innerhalb einer Mannschaft für ein Ziel – und das über jegliche Kultur- oder Sprachbarrieren hinweg. Dass Integration funktionieren kann, zeigt nicht nur eine Studie zur Willkommenskultur, sondern zeigen auch die zahlreichen Transfers junger Spieler, die sich in der Bundesliga beweisen.

Klar, dass sich die DFL und DFB für das Thema Migration stark machen. Die höchste deutsche Spielklasse gilt mittlerweile als hervorragendes Sprungbrett für junge Talente auf dem Weg zum Weltstar. Moderne Infrastrukturen und innovative Trainingsmethoden sind nur zwei der wichtigen Faktoren für ein florierende Bundesliga. Hier sind die jungen Talente, die bei uns den Schritt zum Superstar machen könnten.

Jadon Sancho sorgt für Furore

In der vergangenen Saison feierte Jadon Sancho bei Borussia Dortmund seinen großen Durchbruch. Ohne jeglichen Einsatz in der Premier League verpflichteten die Borussen das Riesentalent im Sommer 2017 vom englischen Meister Manchester City. Während der Flügelspieler in seinem ersten Jahr noch vorwiegend in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kam, bekam er genügend Zeit, sich in seinem neuen Umfeld zu integrieren. Dies scheint super geklappt zu haben.

Unter dem neuen Trainer Lucien Favre zählte er in der letzten Saison zu den stärksten Akteuren und gehört auch in diesem Jahr wieder zu den wichtigen Säulen der Mannschaft. Mit gerade einmal 19 Jahren ist er ein entscheidender Baustein in der Offensive eines Spitzenclubs. Bei den Bundesliga Wetten von Betway gehört der BVB nämlich mit einer Quote von 4,30 (Stand 2.9.) zu den absoluten Favoriten auf die Meisterschaft. Wenn Sancho ähnlich stark aufspielt wie letztes Jahr, könnte tatsächlich die erste Schale seit 2012 drin sein.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Jadon Sancho (@sanchooo10) am

RB Leipzig und die Vereinsphilosophie

Seit dem Durchmarsch in die Bundesliga gehört RB Leipzig zu den Spitzenclubs in Deutschland. Mit einer klaren Philosophie und viel Know-How im Hintergrund haben es die Verantwortlichen geschafft, den Retortenclub in kürzester Zeit in der Bundesliga zu etablieren. Zur oben angesprochenen Philosophie gehört es auch, primär auf junge Spieler mit hohem Entwicklungspotenzial zu setzen.

Auf der ganzen Welt unterhält Red Bull Akademien für junge Talente. So überrascht es nicht, dass RB immer wieder Spieler aus den verschiedensten Regionen der Erde präsentiert. Bereits im Winter vergangen Jahres setzten sie beispielsweise auf eine Leihe des jungen britisch-nigerianischen Talents Ademola Lookman. Nun kehrt der junge Stürmer zurück und wird den Kader der Bullen unterstützen.

Auch Ibrahima Konaté ist mit gerade einmal 20 Jahren schon ein wichtiger Baustein in der Mannschaft von Julian Nagelsmann. Schon im Sommer 2017 verpflichteten die Bullen das junge Innenverteidiger-Talent aus der zweiten französischen Liga. Das Investment hat sich ausgezahlt. Der Junioren-Nationalspieler gehört hinter Hummels und Süle zu den beständigsten Verteidigern der Liga, wie man bei RB-Live lesen kann. So überrascht es nicht, dass RB Leipzig die meisten Legionäre der Liga stellt. Die 23 Spieler stammen aus 15 verschiedenen Ländern.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Ademola Lookman (@alookman_) am

Viele junge Talente finden den Weg nach Deutschland

Nicht nur beim BVB und RB Leipzig haben in den vergangenen Jahren viele Talente den Durchbruch geschafft. Allgemein hat die Liga das Image, ein gutes Sprungbrett für junge Spieler zu sein. Mit vier Champions-League-Startplätzen und einem starken Interesse im Ausland, wie die TZ bereits 2012 festgestellt hat, gehört die Bundesliga zu den umsatzstärksten Ligen Europas. Im Gegensatz zu England und Italien wird hier allerdings auch vermehrt auf die jungen Spieler gesetzt. So ist es keine Überraschung, dass ein Spieler wie Kai Havertz mit 20 Jahren schon knapp 100 Bundesligaspiele bestritten hat.

Ousman Manneh als Paradebeispiel

Für Aufsehen sorgte auch der Fall von Ousman Manneh. Als Flüchtling kam der Fußballer aus Afrika nach Norddeutschland. Hier spielte er zunächst beim Amateurverein Blumenthaler SV und sorgte mit seiner Technik und Torgefährlichkeit für Furore.

Werder Bremen wurde auf den jungen Mann aufmerksam und verpflichtete ihn. Nach Einsätzen in der dritten Liga schaffte er es sogar in den Profikader und in die Startaufstellung der Bremer. Ein Paradebeispiel für eine gelungene Integration.

Diese Beispiele zeigen, dass der Fußball eine ganz besonders integrative Kraft hat. Die Spieler aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturkreisen haben eines gemeinsam – die Liebe zum Fußball. Vor allem in der Bundesliga finden talentierte Spieler die perfekten Möglichkeiten, auf dem Weg zum Superstar den nächsten Schritt zu gehen. Denn für auch wenn es Zwischenfälle gibt, will die Bundesliga mit Initiativen eine weltoffene und tolerante Vereinigung sein. (dd)