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Nur jeder Dritte will gerettete Flüchtlinge aufnehmen

Die Ankündigung von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), jeden vierten aus im Mittelmeer aus Seenot Geretteten aufzunehmen, stößt bei den Deutschen laut einer Umfrage eher auf Ablehnung. In einer repräsentativen Insa-Erhebung stimmte nur etwa ein Drittel (31 Prozent) der mehr als 2.000 Befragten dem Vorhaben zu, wie das Meinungsforschungsinstitut am Freitag in Erfurt mitteilte. Ablehnung äußerten dagegen 43 Prozent. Allerdings hätten 25 Prozent der Befragten mit „weiß nicht“ oder „keine Angabe“ geantwortet.

Große Unterschiede hätten sich bei der regionalen Herkunft, dem Alter und der Parteienpräferenz gezeigt, sagte Insa-Geschäftsführer Hermann Binkert. Befragte im Westen stimmten nach seinen Angaben der Aufnahme jedes vierten Geretteten etwas häufiger zu (32 Prozent) als im Osten (26 Prozent). Umgekehrt sah es laut Binkert bei der Ablehnung der Aussage aus (42 zu 49 Prozent der Rest entfalle auf „weiß nicht“ oder „keine Angabe“).

Die jüngsten sowie die ältesten Befragten seien sich im Ausmaß an Zustimmung zur Aussage relativ einig: Die 18- bis 29-Jährigen hätten die Aufnahme der aus Seenot Geretteten zu 35 Prozent für gut befunden, ab 60-Jährige zu 38 Prozent. Befragte zwischen 30 und 59 Jahre stimmen den Angaben zufolge zu 24 bis 27 Prozent zu. Die befragten Grünen-Wähler hätten Seehofers Ankündigung mehrheitlich als gut angesehen (59 Prozent). Die deutlichste Ablehnung hat es laut Insa bei AfD-Wählern mit 88 Prozent gegeben. (epd/mig)