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Migration und Integration in Deutschland

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Es waren vor allem die übrig gebliebenen einheimischen Geringqualifizierten, die die Gastarbeiter als ungeliebte Konkurrenten empfanden.

Stefan Luft, Staat und Migration, 2009

Fachkräfteanwerbung

Spahn will mehr Pflegekräfte aus dem Ausland

Bundesgesundheitsminister Spahn will in Mexiko um ausländische Fachkräfte in der Pflege-Branche werben. Zuvor war der Minister in den Kosovo und auf die Philippinen gereist.

Altenpflege, Krankenpflege, Fluechtling, Praktikum, Ausbildung
Brahima Diallo, 30, aus Guinea macht ein Praktikum im Altersheim – und erhält aufgrund hervorragender Leistungen einen Ausbildungsplatz in der Altenpflege

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will verstärkt Pflege-Fachkräfte aus dem Ausland holen. Einem Bericht des „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ zufolge will der Minister in wenigen Tagen nach Mexiko reisen, um dort Gespräche über eine vertiefte Zusammenarbeit in diesem Bereich zu führen.

„Ich möchte, dass wir mit Ländern kooperieren, die über den eigenen Bedarf ausbilden“, sagte Spahn am Dienstagabend beim „Berliner Salon“ des „RedaktionsNetzwerks“ in Berlin. „Was ich nicht möchte, ist, dass wir anderen Ländern die Pflegekräfte klauen“, betonte er zugleich.

Kooperation auch mit Kosovo und Philippinen

Im Sommer war der Minister in ähnlicher Mission in den Kosovo gereist. Auch mit den Philippinen ist eine Kooperation geplant. Spahn sagte, es gehe auch um eine beschleunigte Anerkennung von Berufsabschlüssen, Kurse zur Weiterqualifizierung in Deutschland sowie eine schnellere Visa-Vergabe an Pflege-Fachkräfte.

Der Gesundheitsminister sagte, die ganze Welt kämpfe mittlerweile um Pflegefachkräfte. „Wenn wir nicht gute Arbeitsbedingungen bieten, werden die nicht zu uns kommen“, unterstrich der CDU-Politiker. (epd/mig)

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