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Südafrika wegen ausländerfeindlicher Gewalt in der Kritik

Südafrika wird wegen einer Welle fremdenfeindlicher Gewalt international kritisiert. Sambia sagte ein Freundschaftsspiel der Fußballnationalmannschaft gegen Südafrika ab. Die Afrikanische Union (AU) verurteilte die Angriffe und Plünderungen. Auch die Absage des ruandischen Präsidenten Paul Kagame, der zu einem Besuch in Südafrika erwartet worden war, wird als Reaktion auf die Gewalt gewertet.

Bei Ausschreitungen wurden mindestens fünf Menschen getötet und mehre Hundert Personen festgenommen. Der Regierungschef der Provinz Gauteng, David Makhura, drohte mit dem Einsatz von Soldaten, sollten die Angriffe auf Läden afrikanischer Migranten nicht aufhören. Präsident Cyril Ramaphosa erklärte, es gebe keinerlei Rechtfertigung für Südafrikaner, Menschen aus anderen Ländern anzugreifen.

Die Gewalt richtet sich vor allem gegen die Läden von afrikanischen Migranten. Drei der fünf Todesopfer sind laut dem südafrikanischen Rundfunk jedoch Südafrikaner. In der Provinz Gauteng mit den Großstädten Johannesburg und Pretoria wurden in den vergangenen Nächten immer wieder Geschäfte geplündert. Als Grund wird auch die weit verbreitete Armut vermutet. Die Arbeitslosenrate ist auf 29 Prozent gestiegen, unter Jugendlichen ist sie noch höher.

Immer wieder Gewalt gegen Migranten

Der Vorsitzende der AU-Kommission, Moussa Faki Mahamat, verurteilte die Gewalt gegen die Bürger anderer afrikanischer Länder auf das Schärfste. Er forderte die südafrikanischen Behörden auf, das Leben und das Eigentum der Menschen zu schützen. Nigeria hat Medienberichten zufolge den südafrikanischen Botschafter einbestellt. Der nigerianische Musikstar „Burna Boy“ verkündete, nie mehr südafrikanischen Boden zu betreten.

In den vergangenen Jahren kam es in Südafrika mehrfach zu Gewalt gegen afrikanische Migranten. 2008 waren mehr als 60 Menschen bei Ausschreitungen getötet worden. (epd/mig)