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Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Münchner Merkur, 6.11.2013

BDI-Chef Kempf

AfD-Aufstieg schadet Standort Deutschland

Der Aufstieg der AfD schadet laut Industrieverbandspräsidenten Kempf Deutschland. Ausländerfeindlichkeit und Nationalismus passten nicht zu einer international erfolgreichen deutschen Wirtschaft.

Export, Wirtschaft, Arbeit, Arbeitsplatz, Reichtum, Deutschland
Export © Peter Linke @ flickr.com (CC 1.0), bearb. MiG

DATUM16. August 2019

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RESSORTAktuell, Wirtschaft

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Industrieverbandspräsident Dieter Kempf sieht durch den Aufstieg der AfD eine Gefahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland. „Erfolge der AfD schaden dem Image unseres Landes“, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es drohten Abschwung und Strukturschwäche. Die AfD wolle eine Rückabwicklung der europäischen Zusammenarbeit, kritisierte Kempf. „Die Betonung von Nationalismus würde dem international beispiellos vernetzten Deutschland wirtschaftlich und politisch enorm schaden.“

Ausländerfeindlichkeit und Nationalismus passten nicht zu einer international erfolgreichen deutschen Wirtschaft, erklärte der BDI-Chef. Die Industrie brauche dringend Fachkräfte. „Standorte müssen attraktiv und einladend sein, um Fachkräfte aus aller Welt zu gewinnen“, erklärte Kempf.

Wut-Kampagnen

Die AfD mache sich vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland im September und Oktober die Stimmungslage geschickt zunutze, fügte der Industriepräsident hinzu. Mit Wut-Kampagnen greife sie Sorgen auf und spiele unzufriedene Bürger gegen sozial Schwächere wie etwa Flüchtlinge aus. „Ich finde dieses Verhalten sehr bedenklich, zumal es keine Probleme löst“, sagte Kempf.

Der BDI-Präsident widersprach Behauptungen, der Aufbau Ost sei gescheitert. Die Produktivität in den neuen Bundesländern sei seit 1990 um das Vierfache gestiegen, das Pro-Kopf-Einkommen habe sich mehr als verdoppelt. „Wahr ist aber auch, dass es regional erhebliche Unterschiede gibt und dass der wirtschaftliche Aufholprozess nicht mehr so stark vorankommt, wie wir uns das alle wünschen“, räumte Kempf ein. (epd/mig)

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