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Angst

TV-Moderator fordert Aufklärung über rechte Netzwerke bei Polizei

WDR-Fernsehmoderator Georg Restle erhielt Morddrohungen aus rechtsextremen Kreisen. Bei der Weitergabe seiner persönlichen Daten an die Polizei habe er gezögert – aus Angst, dass sie in falsche Hände geraten.

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"Compact" gilt als rechtes Verschwörungsmagazin © JG-Stadtmitte @ Twitter

Fernsehmoderator Georg Restle hat gezögert, nach einer Morddrohung gegen ihn sensible persönliche Daten an die Polizei weiterzugeben. Er habe sich die Frage gestellt, ob er damit rechnen müsse, „dass sie dort in falsche Hände geraten“, sagte der Moderator des WDR-Magazins „Monitor“ der Zeitung „Neues Deutschland“. Restle fordert Aufklärung und entschlosseneres Handeln gegen mögliche rechtsextreme Netzwerke in den Sicherheitsbehörden.

„Politisch muss erkannt werden, dass solche Netzwerke die Sicherheit im Land erheblich gefährden“, sagte Restle. Er sei zurückhaltend mit dem Begriff des strukturellen Rechtsextremismus, auch wenn die jüngsten Enthüllungen über rechtsextreme Netzwerke bei der Polizei und der Bundeswehr „natürlich nachdenklich machen müssen“. Klar sei jedenfalls, dass solche Entwicklungen jahrzehntelang verharmlost worden seien. „Hier besteht – auch journalistisch – jede Menge Nachholbedarf“, sagte er.

Der Journalist hatte nach WDR-Angaben vor rund zwei Wochen eine Morddrohung erhalten, die dem Anschein nach dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen sei. Der Sender hat Strafanzeige erstattet. Der Redaktionsleiter und Moderator des Politikmagazins „Monitor“ hatte in einem Kommentar für die ARD-„Tagesthemen“ am 11. Juli die AfD kritisiert und unter anderem gefordert, die Partei müsse als rechtsextremistisch eingestuft werden. (epd/mig)

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